März 27 2017

Blendingboard Gefummel

Ich hatte mal wieder Bock auf Fasermalen und Resteverwursten. Also hab ich mein Blending Board (Shoplink) rausgekramt und angefangen. Alles was gerade greifbar war, Merino im Kammzug, Seide, Bahmbusfaser, immer rauf aufs Board. Eine Lage aufbringen und dann fleißig mit der Bürste reinkratzen, krch krch krch. Je bunter je bessser.

Mit der Methode kann man super alle möglichen Reste zu was Schönem zusammenpantschen, es kommt eigentlich immer geiler Scheiß dabei raus, egal was man nimmt. Der einzige Hintergedanke, den man haben sollte, ist der nach der halsweich-Frage. Also wenn es eine relativ kleine Menge werden soll, dann wird aus dem Garn ja meist später ein Cowl oder ein Tuch oder so. Und dann ist es gut, wenn nicht so viel robustes Zeug dabei ist, damits am Hals eben nicht kratzt. Ansonsten kann man hier seiner Fantasie oder seinem Restebestand freien Lauf lassen. Wie man mit dem Blending Board rumwurschtelt, hab ich auch schon mal auf Video festgehalten.

Das Ergebnis sind Rolags, das sind so dünne Faserröllchen, die man dann einfach an einem Ende packt und wegspinnt, wie sie gerade kommen. Also eigentlich keine Hexerei. Ich hab da auch schon mal ein Youtube Video zu gemacht, weil der ein oder andere denkt, man müßte da irgendwas anders machen als sonst. Muss man aber nicht. Läuft genauso wie alles andere auch ins Rad. Klar, die Rolags eignen sich auch prima für den langen Auszug, aber es geht genauso gut auch im Kurzen – kann also jeder so machen, wie er mag oder es am besten kann.

Ich hab wegen der Seide, die da unter anderem auch drin ist, ziemlich dünn ausgesponnen und dann – weils mir dann doch einen Tick zu dünn war *hüstel* – am Ende navajogezwirnt, auch wegen der Farbwechsel. Weil ja nur Kammzüge auf dem Board sind und die auch noch beim Abnehmen alle in eine Richtung gezogen werden, gibts beim dünn Spinnen auch so gut wie keine Knubbel, das geht ganz gut.

Das Ergebnis ist nicht schlecht, alles hab ich jetzt noch nicht gemessen, aber der erste Strang wiegt 78 g und hat eine Lauflänge von 200 m. Nur mal so als Hausnummer. Ab und zu braucht Frau halt mal was Buntes für die Seele, und da isses. Fazit zum Blending Board: Es ist ne Spielerei, die aber jede Menge Spaß macht und nicht nur zur Resteverwertung von in Ecken versteckten Fasern gut ist. Man kann alles Mögliche damit zusammenmixen.



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Veröffentlicht27. März 2017 von Wollunke in Kategorie "Du spinnst ja!

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