Januar 5 2017

Topflappen-Quicky

Passend zum aktuellen Filzwollen-Angebot im Shop zeig ich Euch jetzt mal, wie man nebenbei ein paar neue Topflappen strickfilzt. Also nich dieses gehäkelte Zeugs sondern was Stabiles. Das Beispiel ist einfarbig, aber Ihr könnt natürlich machen, was Ihr wollt, macht Ihr ja sowieso 🙂

Also: 30 Maschen mit 8er Nadeln anschlagen und dann nach Belieben glatt rechts (so hab ich es gemacht) oder kraus rechts so lange hochstricken, bis Ihr ein Quadrat habt. Dann abketteln, aus der letzten übrigbebliebenen Masche 8 Luftmaschen raushäkeln und die dann mit einer festen Masche zur Schlaufe schließen. Fäden vernähen.

Bei der nächste Waschladung Frotteehandtücher werft Ihr das Ding dann einfach mit in die Waschmaschine. Beim Rausnehmen dann alles glatt und gerade ziehen, den Finger durch die Schlaufe pieksen, damit die sich wieder richtig öffnet und fertig.

Schöne feste Topflappen, mit denen man sich sicher nicht die Finger verbrennt.

 

Oktober 6 2016

Buchtipp für Spinner: The Spinner’s Book of Yarn Designs

20161006_083836„Wenn was gut ist, soll mans weiterempfehlen“, sagt Mamutschka. Und dieses Buch ist eins der Besten, die derzeit für Spinner zu haben sind. Bevor Ihr fragt: Nein, das gibt es nicht auf deutsch, sorry. Aber „The Spinner’s Book of Yarn Designs“ von Sarah Anderson ist auch auf Englisch das ausführlichste Buch über unterschiedliche Garne, die man selbst spinnen kann, das ich bisher aufgestöbert hab.

Als erstes fallen die total schönen Bilder von Garnen auf, die in dem Buch haufenweise zu sehen sind. Und fast alle sind aus wollweißen Fasern gemacht. Schon das verdient ein Reinplumpsen der Augen in die Seiten, selbst wenn man kein einziges Wort liest. Dann geht es weiter mit den Basics zum Thema spinnen – Drall und ausgeglichenes Garn und Spinnrad richtig einstellen und so. Über die Faservorbereitung, zusammenmischen von Farben und vielen Tipps – wie setzte ich unsichtbar eine neue Faser an den Faden an –  geht es weiter zum Zwirnen. Auch hier ist das Buch wieder vollgestopft mit Hintergrundwissen, Beispielen und bebilderten Anleitungen z.B. zum Andenzwirnen, Navajozwirnen (also Kettzwirnen), Zwirnen aus dem Knäuel usw.

Und dann kommt erst der ausführlich Hauptteil über die Garne: Es sind 80 unterschiedlich Garne aufgeführt, wie man sie spinnt und worauf man achten muss. Mit Karten, auf denen für jedes Garn die Hauptmerkmale zusammengefasst sind. Da gibt es Singles, die welche bleiben sollen, Singles, die noch verzwirnt werden sollen, Spiralgarne, Bouclégarne, Kabel, Core, Artyarns, unterschiedliche Mehrfachzwirne usw. Ich wüßte nicht, dass in dem Buch auch nur irgendwas fehlt.

Also wenn du die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Buch zum Thema Spinnen suchst (und englisch kein Problem darstellt), dann empfehle ich dir dieses hier. Damit bekommst du sowohl als Anfänger als auch als alter Hase jede Menge Input.

Bekommst du z.B. bei Amazon

 

September 26 2016

WPI? Wasn WPI?

wpi1

Die Amis machen ja immer alles anders als wir. Wenn wir ein Wollnknäuel oder einen Strang im Laden in der Hand haben, gucken wir erstmal, welche Lauflänge das Ding je 100 g hat, und dann haben wir ne Pimaldaumen-Vorstellung davon, welche Nadelstärke und welche Menge an Garn wir brauchen, um das zu stricken, was wir wollen. Also wenn ich sowas lese wie „420 m je 100 g“, weiß ich gleich: Dis is Sockenwolle. Oder 50 m je 50 g is schon ganz schön fett. So sortieren wir uns hier in unserer Logik die Wollgarne.

Die Amis aber nicht, die machen das anders. Bei denen gibt es z.B. „Lace“, „DK“ und „Bulky“ und so andere komische Begriffe, die uns hier überhaupt nix sagen. Und die werden in WPI gemessen. WPI ist ne englische Abkürzung und heißt „wraps per inch“. Was n Wrap ist, wissen wir spätestens seit Mc Donalds – ein Wickel. Und Inch ist englisch für die Maßeinheit Zoll. Und ein Zoll sind exakt 2,54 cm.

Also gucken die Amis nicht, wie die Lauflänge je 100 g ist sondern wie oft sie ein Garn nebeneinanderwickeln müssen, damit sie einen Zoll davon voll bekommen. Klingt komisch, ist auch ne ganz andere Herangehensweise. Es gibt dafür extra diese Yarn Gauge Teile (siehe Foto oben), mit denen man die WPI messen kann. Es reicht aber auch ein Lineal – und wenn keins mit Inch da ist, tuts auch eins in cm x 2,54. Und weil niemand so exakt ist, wie die Deutschen (von den Schweizern mal abgesehen), gibt es im Internet auch viele unterschiedliche Tabellen, wie viele WPI denn nun was ergibt.

wpi2Wir sagen ja z.B. immer, dass Lacegarn mindestens eine Lauflänge von 600 m je 100 g haben muß, sonst ist es kein Lace. In Amerika sagen sie stattdessen, dass Lacegarn mindestens 23 WPI und mehr haben muß, sonst ist es eben kein Lace. Im Grunde kommt das wohl mehr oder weniger auf das Gleiche hinaus. Könnte uns eigentlich auch Wurscht sein, wie die überm Teich da drüben so ticken mit ihrer Strickberechnung. Eigentlich. Denn uneigentlich treiben wir uns im Internet auch mal auf englischen Seiten rum (zum Beispiel auf Ravelry). Und dann haben wir erstmal keinen Plan, wovon die da überhaupt reden. WPI. Toll. Wickel ich mein Garn eben um ein Lineal. Und nu? Was mach ich jetzt damit?

 

Ganz einfach: Es gibt Dir bei den handgesponnenen Garnen eine Idee, welche Stärke du ungefähr hast und welche ca. Lauflänge auf 100 g. Und es hilft dir beim Finden einer passenden Nadelstärke. Außerdem kannst du mit dieser Methode dein Garn klassifizieren. Wenn du bei Ravelry also künftig nach einer passenden Anleitung für dein Garn suchst, kannst du z.B. nach Aran vorselektieren, wenn dein Garn 8 WPI hat. Dann bekommst du schon mal Vorschläge in der der ungefähren Stärke, die du hast.

Laut unterschiedlicher Quellen im Netzt (googelt mal wraps per inch table!) teilt sich das ungefähr (es gibt einige sehr unterschiedliche Listen) so auf:

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Wie gesagt, das ist ein bißchen pimaldaumen, schon weil die Nadelstärke ganz doll davon abhängt, wir fest oder locker man strickt. Und es ist halt eine andere Logik. Aber man bekommt einen guten Einblick in die ca. Lauflänge eines Garns, wenn man die WPI Probe macht, und es hilft beim Finden der richtigen Nadelstärke beim Stricken oder beim Spinnen der richtigen Garndicke.

EDIT: Ich habe vor Kurzem noch was dazu gelernt: Für ein korrektes Ergebnis sollte man das Garn nicht auf die Yarn Gauge bzw. aufs Lineal aufwickeln sondern es aufrollen, damit es glatt liegen bleibt. Also Garn unten hinstellen und dann Lineal oder Gauge zum Befüllen drehen. So verdrillt sich das Garn nicht beim Aufwickeln, und das Ergebnis ist genauer. Wieder was gelernt 🙂

September 16 2016

Am 17. September 2016 ist World wide spin in public day!

wwsiplogo400Nicht vergessen! Morgen ist World wide spin in public day! Also greift Euch Spinnrad oder Handspindel und ab in die Öffentlichkeit damit. Ihr könnt auch ein SIP (Spin in public) organisieren und Euch mit anderen Spinnern treffen. Je mehr wir sind, um so lustiger wirds 🙂

Katgeorie:Kopfsalat | Kommentare deaktiviert für Am 17. September 2016 ist World wide spin in public day!
Juli 30 2016

Yarnbombing im Herbst – wer macht mit?

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Ich hab da ne Idee: Jeder, der mitmachen möchte, sucht sich in seiner Wohngegend ein Objekt, das durch Yarnbombing verschönert werden soll und bestrickt oder behäkelt das dann. Das Objekt kann alles mögliche sein, ein Poller, ne Telefonzelle, Baum, Laterne, ein Stück Zaun, Irgendwas. Sucht Euch was aus und strickt oder häkelt das Ding dann zu.

Die Vorbereitungen können sowohl per Handstrick/Handhäkel, mit der Addi oder einer anderen Strickmaschine – ganz egal – gewerkelt werden. Objekt suchen, ausmessen, Vorbereitung zum Yarnbombing. Als Material sind diese ganzen blöden alten Poly-Wollreste im Schrank optimal nutzbar, je bunter um so besser.

Und dann ca. Mitte Oktober wird geyarnbombt und jeder fotografiert seins. Die Bilder – möglichst schöne Bilder! – tragen wir dann hier auf Facebook alle zusammen.

Die Aktion läuft über die Gruppe „Flinkhands Welt„, wer mitmachen will und der Gruppe noch nicht beigetreten ist, komme bitte in die Gruppe für diese Aktion. Da werden dann auch die Bilder in einem Album gesammelt.

Also, wer hat Lust, bei dieser Aktion mitzumachen?

(Bildquelle: Alvaro Léon, Madrid)

April 8 2016

Jetzt geht es los!

Es ist 20160311_190409so weit. Ich habe einen eigenen Blog. Das hat ja gerade noch gefehlt, wo es ja auch sonst nichts gibt, was ich online stelle. Also außer meiner Homepage, meiner Facebook Seite und all dem anderen Kram, den ich so verzapfe.

Aber mal im Ernst: Das hier wird mein kreatives Tagebuch, ganz egal ob Kundschaft hier reinschaut oder Freunde oder Neugierige. Das Thema ist die Verbreitung von Werkelviren aller Art, und dieses Wochenende geht es los. Ich bin selbst gespannt wie Odo im Eimer. Erstmal schauen, was hier alles geht. Und dann könnt Ihr an meinen ganzen Projekten teilhaben, wenn Ihr wollt.