Juni 18 2016

Neues Video: Dicke Singles spinnen!

singles1Ja ja, heute ist Worldwide Knit in Public Day, ich weiß. Ich hab nur überhaupt keine Zeit, mich in die Öffentlichkeit zu setzen und zu stricken, weil ich total im Spinnwirbelwahn bin, und außerdem macht das Wetter auch nicht so richtig mit. Das Credo geht heute eindeutig in Richtung Singles spinnen. Weil wir das gerade in der TdF Gruppe machen und es überhaupt Zeit für Singles ist. Ich hab da nämlich einen Plan.

Und weil ich ja immer alles gleich dokumentieren muß, hab ich – wie sollte es anders sein – auch gleich ein YouTube Video zum Thema gedreht.

singles2Was ich Euch eigentlich zeigen wollte, ist das Gekrunkel hier links auf dem Bild. So sieht es aus, wenn man einen dicken Singles vom Rad nimmt und zum Strang wickelt. Also vor dem Entspannungsbad. Ein voll lustiges Gekröse so to say. Das ist aber ok so, keine Panik.  Was Ihr hier rechts seht sah auch mal so aus vor dem Baden. Dann hab ich es ins Entspannungsbad gelegt und anschließend in der Waschmaschine geschleudert. Das geht, weil meine WaMa keine anderne Faxen macht als zu schleudern – jedenfalls im Schleudergang. Mach ich mit meinen nassen Garnen immer so: Ab in den Wäschesack und dann in den Schleudergang. Dann kann man das Zeug nämlich auch gleich am nächsten Tag weiterverwursten, weils nicht ewig trocknen muß. Und – NEIN – es werden keine Gewichte an den Wollstang gehängt. Das macht man nämlich nicht. Nimmt man das Gewicht nämlich anschließend weg und macht das Garn wieder nass (z.B. in Form eines fertigen Pullovers), dann zieht es sich wieder auf die Form, die es gehabt hätte, wenn keine Gewichte dran gewesen wären, also auf die natürliche Form. Und dann kann es sein, dass der ganze Pullover am Ende verzogen ist oder kleiner wird. Also weg mit den Gewichten, braucht kein Mensch.

Juni 16 2016

Trainingslager für die Tour de Fleece

mprostundeMomentan laufen ja die Vorbereitungen für die Tour de Fleece, deshalb schreibe ich hier gerade nicht so viel. Wenn du voll in die Action einsteigen willst, komm in die Facebook Gruppe „TdF 2016 Team „Spinnst Du?„, da laufen schon richtig geile Trainingseinheiten:

Am ersten WE hatten wir ne Probesession, wie viele Meter pro Stunde man denn überhaupt so spinnt. Muß man ja wissen. Bei mir waren das 212,4 m in der Stunde mit den Let’s Fetz Batts vom letzten Beitrag. Also gezählt ohne zwirnen. Das ist nicht schlecht. Finde ich.

20160612_140140Letztes Wochenende war dann die Hardware auf dem Prüfstand: Wie viele Übersetzungsraten hat das Rad und was kommt dabei raus, wenn man mal einen anderen Wirtel probiert. Grundsätzlich isses ja klar: Großer Wirtel, dickeres Garn. Aber mal so die ganze Palette zu sehen, ist schon spannend. Ich hab das mit dem Symphonie durchgespielt und – Holla die Waldfee – da kam richtig unterschiedliches Zeugs raus, obwohl ich die ganze Zeit alles genauso gemacht hab, bis auf den Wirtel. Das sollte jeder, der ein Spinnrad mit mehreren Übersetzungsraten hat, mal durchspielen. Dann hört auch die Jammerei auf von wegen „Ich kann gar nicht mehr dick spinnen!“. Geht nämlich doch 🙂

Nächstes Wochenende – aber das weiß noch keiner – spinnen wir Singles, die auch welche bleiben sollen. Das erzählen wir aber erst morgen. Also, schönen Gruß aus dem Trainingslager, wer Bock hat, kann gerne mal reinschauen oder auch mitmachen.

Juni 1 2016

Tour de Fleece 2016! Kampfradeln vom 2. – 24. Juli

Alle in die Startlöcher für die Tour de Fleece 2016! Als Initiative aus der Spinnst-Du-dann-setz-dich-doch-zu-uns-Gruppe auf Facebook, die ich mit ein paar Mädelz auf die Beine gestellt hab, gibts ab sofort auch die Facebook Gruppe TdF 2016 Team „Spinnst-du?“. Wir machen mit der Gruppe bei der Tour de Fleece mit, und haben uns dazu auch ganz viele Sachen aus dem Kopf gekratzt, die wir anstellen werden.

Wasn Tour de Fleece?!

Die Tour de Fleece (TdF) läuft jedes Jahr parallel zur Tour de France und zur gleichen Zeit: Vom 02. – 24.Juli 2016. Nur nehmen wir halt keine Fahrräder sondern Spinnräder. In den letzten Jahren hat sich die TdF weltweit mehr und mehr größter Beliebtheit erfreut, und deshalb haben wir Admins von der Facebook Gruppe „Spinnst-du? Dann setz dich doch zu uns“ dieses Jahr selbst ein Event dazu auf die Beine gestellt.

Unabhängig von allen Ravelry Gruppen rund um die TdF, machen wir uns unseren eigenen Spaß auf Facebook: Erstmal Trainingslager mit mehreren Wochenendevents, und im Juli gehts richtig los. Mit Spinnplan, Challenges, Teilnehmerliste mit protokollierten Spinnmetern und hoffentlich ganz vielen Fotos und Spinnern, die mitmachen. Und was zu gewinnen gibts am Ende auch, weil ich das ganze Event über den Flinkhand-Shop mit sponsore. Wird n Mordsgaudi 🙂

Du willst mitmachen oder zugucken? Dann  und mach mit oder guck zu.

Katgeorie:Du spinnst ja! | Kommentare deaktiviert für Tour de Fleece 2016! Kampfradeln vom 2. – 24. Juli
Mai 24 2016

Let’s fetz!

reste1Ok, ich war ein paar Tage nicht hier. Nicht dass ich nichts angestellt hab, ich wollte Euch nur nicht mit Bildern von meinen selbstgestrickten 08-15 Socken langweilen. Aber heute habe ich meine gesammelten Kammzugreste zusammengetragen, das sind inzwischen 1,4 kg alles mögliche Zeugs ausm Shop. Also Enden von Kammzugballen oder Reste, wenn die nächste Charge nicht genauso ist und so. reste2Das stopfe ich dann immer in eine Tüte, bis es sich mal wieder lohnt, was anzustellen. Da ist polnische Merino, Merino-Tencel, Skandinavische, Bluefaced-Leicester, deutsche Merino, Neuseelandlamm, Merino-Seide, dunkelbraune Brazilwolle, Merino-Bambus, Falkland und was weiß ich nicht noch alles drin in dem Haufen. Also hab ich erstmal die Reste in Stückchen gefetzt und gut durchgemischt, damit es auch schön bunt wird. Sind zwar viele ungefärbte dabei, aber das macht nichts, dann wird es am Ende eben pastellig.

reste3Meine Kardiermaschine schafft zwar 100 g Batts, aber wißt Ihr überhaupt, wie lange es dauert, 1,4 kg einmal durchzukardieren? Es dauert. Und spätestens nach einem Kilo wirds auch langweilig. Aber das Ergebnis ist immer wieder was fürs Auge. Ok, es ist nicht der große Kuschel, dafür sind zu viele gröbere Wollsorten – reste4vor allem auch die polnische Merino – drin, aber für ein Drübertragedings ist es super. Ich könnte die Batts natürlich nochmal durchs Kardiertier jagen, damit die Farben sich noch mehr mischen, aber wißt Ihr was? Nö. Kein Bock. Das dauert mir alles viel zu lange, und außerdem vermischen sich die Farben ja beim Spinnen und zwirnen auch nochmal. Das wird sicher cool, was immer es wird.

Dann werde ich mir jetzt mal ein verträumtes Spinnrad suchen, und das Zeug gepflegt verwursten.

Mai 9 2016

Wie zum Henker übersetzt man Chained Stacks?

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Das Lustige am ArtYarn Spinnen ist, dass man ganz viele Sachen machen kann, die auf englisch einen Namen haben, den man unmöglich auf deutsch übersetzen kann. Ich hab am Wochenende zum Beispiel Chained Stacks gemacht. Aus dem Kammzug da links. Also, Chained Stacks sind „angekettete Stapel“ und doch wieder nicht, weil wir die Übersetzung gleich wieder in die Tonne kloppen. Wer kein Englisch kann, is selber schuld. So.

chainedstacks2Stattdessen zeig ich Euch das mal lieber. Also man nehme einen Kammzug und dann spinnt man den mit ein bißchen zu viel Drall. Und dann wird das Teil navajogezwirnt (das hatten wir ja weiter unten schon mal mit den Navajos). Also Navajozwirnen heißt ja auch Kettzwirnen, was uns zumindest schon mal auf das Wort Chained vor den Stacks bringt. Also wenn Ihr das auch mal probieren wollt, dann seht zu, dass Ihr schon navajozwirnen könnt, sonst wird das wahrscheinlich nix. Gibt nur ein Gewurschtel, und dann könnt Ihr das schöne Garn vergessen. Also erstmal solltet Ihr das drauf haben, bevor es weiter zu den Stacks geht.

chainedstacks3Die Stacks macht man dann, indem man die Schlaufe am Ende nicht losläßt sondern die zur Seite zieht, bis sie im 90° Winkel zum Zwirnfaden absteht. Und dann wickelt Ihr die mehr oder weniger an einer Stelle auf, damit es einen Stack gibt. Nicht kapiert? Würde ich wohl auch nicht mit der Beschreibung. Aber dafür gibt es ja Youtube. Ich hab das Abenteuer natürlich gefilmt, und zeige Euch im Video, wie man das jetzt genau macht. Mit noch ein paar Tipps, worauf man sonst noch achten muß, damits auch klappt.

Und weil man die Stacks nicht so monstermäßig groß machen muß, kann man mit dem fertigen Garn am Ende sicher auch was Brauchbares anstellen, was mir nur bisher noch nicht eingefallen ist.

Mai 3 2016

Machen wir halt Knotenkokons

knotted1Also die Dags war der Meinung, wir sollten mal wieder was anstellen, und meinte damit einen Spin-Along mit dem Thema „Knotted Cocoons“. Also Knotenkokons. (Wenn man Fachbegriffe übersetzt, kräuseln sich einem die Fußnägel, aber gut.) Ort der Handlung ist die Spinnst-Du-Gruppe auf Facebook – damit möglichst viele Leute mitmachen, und ich mach ja auch immer alles mit. Also Knotenkokons. So far so good, es kam wie es kommen mußte: „Ich versteh die Anleitung nicht.“ „Was verstehst du denn genau nicht?“ „Na alles.“

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Wie es halt immer so is. OK. Nun bin ich kein Knotenkokonspezialist im eigentlichen Sinn, das heißt, ich hab auch noch nie welche gemacht, aber solche Kleinigkeiten halten mich ja nicht davon ab, ein Video zum Tatbestand zu drehen. Das Ergebnis könnt Ihr Euch gerne auf Youtube angucken.

Wer sich jetzt über den „…spezialist“ wundert und dass ich nicht „…spezialistin“ schreibe, dem sei gesagt, dass ich diese „wir müssen überall raushängen lassen, dass auch Frauen anwesend sind-Geschichte“ nicht mitmache. „Liebe Kollegen und Kolleginnen“ reduziert sich bei mir auf ein rudimentäres „hallo Leute“ und gut is. Der Rest ist für mich völlig unwichtig, und ich bin zu faul, alles doppelt zu sagen oder zu schreiben und einmal mit und einmal ohne „…innen“ und mach das bei mir auch nicht.

knotted4Aber zurück zu unseren Knotenkokons. Die sind eigentlich überhaupt nicht schwer, solange man in der Lage ist, einen Singles zu spinnen – das ist ein Faden, der ungezwirnt bleibt und deshalb a) schneller reißt und b) ganz schnell ins Kringeln kommt, wenn man da zu viel Drall rein macht. Also muß man bei dem Singles das So-viel-wie-nötig-aber-so-wenig-wie-möglich-Verfahren anwenden, und dann klappt das auch. Dann noch ab und zu ein bißchen rot oder gelb um den Faden rumpapsen und einen Knoten reinmachen – fertig.

Und jetzt hab ich hier 200 g Jacobsschaf als Singles mit roten und gelben Knotenkokons drin, und keine Ahnung, was ich damit anstellen soll. Aber ich mach ja immer alles mit.

April 28 2016

Voll trapezomatic!

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Voll trapezomatic! Äh, ich meine, ich bin fertig. Tschulljung. Aber das Teil is so knuffig geworden, da wird man doch wohl mal ein neues Wort erfinden dürfen. Um das Ganze nochmal zusammenzufassen: Ich habe aus polnischer Merinowolle in den Farben Pepper & Salt und Marvelous zweifädiges Wollgarn gesponnen, und dann wußte ich auch nicht.

trapez2Nach einigem Blättern in meinen Strickbüchern, mehreren angefangenen und wieder geribbelten Projekten hab ich dann bei Nicky Epstein (Link zu Amazon) was gefunden, was mir von der Grundidee total knorke vorkam, und das hab ich dann gestrickt. Das komische Geschnörksel, das vorne auf dem Original drauf ist, hab ich mir geschenkt, dafür gabs lange Ärmel. Wenn man was Warmes strickt, muss das auch lange Ärmel haben, sonst isses Mist.

Wie viel Lauflänge ich verbraucht hab, weiß ich nicht (liegt am Lauflängen-Alzhauser-Syndrom oder wie immer der Kerl hieß), aber der Pullover wiegt knappt 600 g. Nadelstärke 5,5 und 5 für die Ärmel.

Und jetzt ist es ein total geiles Teil geworden, sauwarm (Merino ist echt total warm!). Vorder- und Rückenteil sind spiegelgleich, also kann man das Ding auch andersrum anziehen, wenn die Hose darunter auf der anderen Seite die Tasche hat zum Beispiel. Ich zieh das Outfit dann mal morgen zur Hochzeit meines Papas an – so zum Einweihen.

April 20 2016

Zwirnen wie die Navajos

tencel1Man kann ja nicht immer nur stricken, stricken, stricken. Da wirste nach der gefühlten 380. Reihe auch völlig patömpf in der Birne. Vor allem bei einfarbig. Und glatt rechts. Was ich eigentlich sagen will ist: Da sind 2 x 100 g handgefärbte Merino-Tencel Kammzüge im Flinkhand Shop verwaist – die wollte einfach monatelang niemand haben. Dabei sind die so knuffig und fluffig – einfach zum Liebhaben. Also habe ich sie adoptiert. Aus reiner „Hach-sensgüte“ sozusagen. tencel3

Die ersten hundert Gramm habe ich auch schon auf meinem Kromski Minstrel versponnen. Das Schöne an diesen handgefärbten Kammzügen sind die Farbverläufe, die beim Spinnen entstehen. Die will man ja dann auch behalten. Also wärs doof, die beiden Stränge nach dem Spinnen miteinander zu verzwirnen, weil das dann ein buntes melliertes Kuddelmuddel gibt. Das mag ja seinen eigenen Charme haben, wollte ich aber nicht. Ich wollte die Farben – so wie sie kommen – auch beibehalten beim Zwirnen. Und das bekommt man ab besten mit Navajo-Zwirnen hin (klick auf den Link, dann kommst du zu meinem Youtube Video, da zeig ich, wies geht)tencel2. Warum das Navajo-Zwirnen heißt, weiß kein Mensch. Als wären die nordamerikanischen Ureinwohner die Erfinder des Kettzwirnens… aber egal. Auf jeden Fall ist Navajo-zwirnen wie Häkeln in ganz lang gezogen und dabei zwirnen. Das ergibt dann dreifädiges schönes rundes Garn, und die Farbverläufe bleiben erhalten. Außerdem bleibt kein Rest auf der Spule. Also Ihr da, die Ihr Eure Farbverläufe erhalten wollt, zwirnt Navajo!

Man spricht das „j“ übrigens nicht wie in „Jojo“ aus sonder wie ein „ch“ wie in „acht“. Ich sag das auch auf die Gefahr hin, dass mich linguistischen Klugscheißer niemand mehr mag. Wegen der Ohren und der sich kräuselnden Fußnägel, wenn jemand „Nawahjoh“ sagt.

tencel4Also 100 g sind schon fertig, die zweiten 100 g sind in Arbeit. Mit 200 g Merino-Tencel kann man ein ordentliches Schnuffeltuch für den Hals stricken oder häkeln. Das Material ist der Superflausch, und 200 g reichen für was fürn Hals. Ich geh jetzt aber erstmal wieder n bißchen an meinem Trapez stricken.

April 16 2016

Trapezstrickerei

trapez1Nicht dass Ihr denkt, ich sei faul, weil ich ein paar Tage nicht gebloggt hab. Ich bin am Stricken. Wie im letzten Beitrag angekündigt, strick ich jetzt mal was quer, und zwar in Trapezform. Das Rückenteil ist fertig (oder ist es das Vorderteil? – Wir werden es sehen).  Auf jeden Fall ist es ein Trapez, da guckt:

trapez2

Das Hanuta ist nur für den Größenvergleich. Das ist nämlich ein Hanuta da auf dem Bild. Ich dachte, jeder weiß, wie groß so ein Hanuta ist, also passt das. Das ist jetzt weg. Aber ich wars nicht. Der Mims hats gefuttert, ich schwörs.

Das Trapez – wir reden ja gar nicht vom Essen – ist 43 cm auf der kurzen Seite und 76 cm auf der Langen – und dazwischen liegen sowas um die 90 cm Breite. Jetzt brauch ich noch n spiegelverkehrtes Vorderteil (oder Rückenteil, aber das ist Wurscht, weils ja genauso wird nur spiegelverkehrt). Ich strick das übrigens mit handgesponnener polnischer Merinowolle in der Farbe „Pepper & Salt“.

trapez3Das Blöde an handgesponnener Wolle ist, dass ich mir nie die Lauflänge von dem Zeug merken kann, und selbst wenn, weiß ich immer noch nicht, ob das für ein Projekt nun passt oder nicht. Ich schreib ja auch höchstens mal was auf Rumfliegezettel, auf denen ein Verschwindezauber liegt. Also hab ich mir das fertige Vorder- oder Rückenteil genommen und es gewogen: 250 g. Und dann hab ich die Wolle, die ich noch übrig hab gewogen: Knapp 300 g. Sollte also passen. Wär ja nicht so schlimm, wenns nicht hinhaut, dann kann man ja immer noch ne andere Farbe mit reinmogeln oder eben nochwas nachspinnen, aber schöner is schon, wenns gleich passt.

Fragt aber nicht nach Ärmeln, soweit denk ich noch nicht. Da laß ich mir dann was einfallen, wenns soweit ist. Eigentlich wollte ich ja am Wochenende was weben, aber dann wird der Trapez-Pulli nicht fertig, und das ist dann auch wieder doof. Außerdem müßte ich dafür erstmal n Plan haben. Stricken ist so schön nichtstun.

Ich geh jetzt erstmal den restlichen Wollbobbel da in Knäule wickeln.

April 11 2016

Man kommt ja zu nix

cofox3Montags ist immer so viel los. Aber ich habe gestern abend und vorhin meine Cofox-Ausbeute gezwirnt. Es fehlen zwar noch 80 g, die ich noch wegspinnen muss, aber schaut mal, wie schnuffelig das da rumliegt und „Ich werde bestimmt mal was ganz Schönes“ ausstrahlt. Die 220 g sind – nagelt mich nicht drauf fest – sowas um die 400 m, aber wahrscheinlich hab ich mich beim Haspeln eh wieder verzählt.
Ihr kennt das: Kaum ist man am Zählen, sagt einer im Fernsehen eine Telefonnummer, einen Preis (UVP), die Zahlen aus dem Spiel 77, den Quotient der Bevölkerungsdichte von Tijuana oder sonst irgendeinen Blödsinn, und alles ist weg. Schon haste dich komplett verzählt. Aus die Maus, Ende Banane. Kannste nur noch nochmal neu anfangen, aber dazu hatte ich keine Lust. Also hab ich mich aufs Schätzen verlegt, schließlich haben Frauen ja Intuition. Dass dann oft sowas wie das hartgekochte Ei bei Loriot rauskommt, ist ne ganz andere Geschichte. cofox4Aber ich vergesse sowieso immer, die Lauflänge meiner Garne aufzuschreiben, und bis zum Morgengrauen ist es nur noch schönes Garn, von daher ist es eh Wurscht. Außerdem hab ich die noch nicht gewaschen, da kann sich ja auch noch mal was ändern. Egal.

Übrigens ist es schon fast gruselig, wie sehr man in einen immer gleichen Trott kommt, wenn man Dinge über einen längeren Zeitraum regelmäßig macht. Beim Autofahren zum Beispiel. Man steigt am Ende aus und weiß gar nicht mehr so richtig, wie man dahin gekommen ist, wo man ist (Das Pferd kennt ja den Weg). Oder bei Spinnen: Mein Garn ist dermaßen gleichmäßig und die Spulen so gleich gefüllt, dass am Ende so gut wie kein Rest übrig bleibt. Beide genau gleich lang. Verrückt.quer1

Ich hab übrigens schon wieder ne neue Baustelle: Ich strick mal was quer. Das wird so ähnlich wie in dem Buch Knitting Reimagined von Nicky Epstein aber ohne das Geraffel da vorne drauf. Und die Ärmel mach ich sicher auch anders. Aber so von der Grundidee wird das schon so. Hoffe ich. Schaun wa ma is eh der beste Plan, den wa ham.