Dezember 17 2016

Voll von den Socken

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Huh, ich hab ne Weile nichts geschrieben, das liegt am Sockenwahn. Irgendwie bin ich voll auf die Socke gekommen in den letzten Wochen. Toe-Up, Top-Down, egal, alles mal probiert. Der Mims und ich, wir sind inzwischen voll von den Socken und gut ausgestattet für den Winter.

Ich hab zuerst ja nur Toe-Up mit Bumerangferse gestrickt, das ist ja auch schick. Aber dann wollte ich natürlich auch wissen, wie das mit diesen stinknormalen Socken (Stinos) überhaupt funktioniert, also kaeltehilfe4mit Fersenwand und so. Weil sich Socken stricken immer so schwer angehört hat … dabei ist es gar nicht so schwer. Inszwischen gibts ja millionenmilliarden Möglichkeiten, wie man sich so ne Socke zusammenbasteln kann mit unterschiedlichen Fersen und Kappen und Mustern und elastischen Bündchen und Größenberechnungen und was weiß ich nich noch alles. Also mußten ein paar Bücher her.

Nach vielem Blättern, wälzen, lesen und Bildergucken, finde ich inzwischen den Genialen SockenWorkshop von Stephanie van der Linden (Link zu Amazon) als Buch zum Sockenstrickenlernen und Techniken sockenworkshopausprobieren am besten. Da stehen auch die ganzen Kleinigkeiten bebildert drin, die man sonst noch so braucht. Ich kann mir bei Top-Down nämlich nie merken, wie die letzten Maschen vorne am Käppchen  mit Maschenstich zusammengenäht werden, damits schick aussieht. Und auch sowas steht eben in dem Buch. Außerdem is da ne DVD drin, in der Stephanie auch zeigt, wie es geht. Obwohl ich persönlich finde, sie könnte ein bißchen mehr Leben in die DVD reinbringen, beim Zugucken schläft man sonst sehr leicht ein. Also ich jedenfalls.

20161106_202414Wie gesagt, ich hab alles mögliche probiert und hatte dann hier mehr Socken als Füße – aber dafür gibt es ja Bedürftige, denen man damit eine Freude machen kann. Die Facebook Gruppe Helfen WOLLEn zum Beispiel verteilt selbst gestrickte Socken, Handschuhe, Schals und Mützen an Obdachlose in Berlin, die freuen sich immer über Selbstgestricktes, das man ihnen bringt oder zuschickt. Vorzugsweise in Männergrößen, weil das die größte Gruppe an Obdachlosen ist.

20161106_072605Und dann ist da noch meine Großtante, die vor ein paar Wochen sage und schreibe 100 Jahre alt geworden ist. Das war ne hammerharte Party, das kann ich Euch sagen. Sie hat auch ein Paar Socken von mir bekommen, denn warme Füße braucht man immer, egal wie alt man ist. Vielleicht zieht sie sie ja auch an.

Wenn Ihr noch Sockenwolle oder Strickzeug braucht, ich hab inzwischen ein paar ordentliche Sortimente im Flinkhand Shop, auch viele unterschiedliche Nadelspiele – Ihr könnt ja mal stöbern gehen.

September 15 2016

Sockengröße ohne messen

groesseKennt Ihr noch die alte Faustregel von Oma, um zu gucken, ob die Socken passen? Faust machen und Socke rumwickeln, und wenns genau einmal rumgeht, dann passt sie? Das funzt ähnlich beim Toe-Up Sockenstricken:

Spitze stricken, hochstricken, Hand genau mit dem Ballen auf die Spitze auf die Socke legen. Also dass der Ballen genau die Rundung von der Spitze bedeckt.

groesse2Wenn du genau bis zum Ende der Hand hochgestrickt hast, fängst du mit der Bummerang-Ferse (hier verlinkt ein Youtube Video dazu von Elizzza) an. Und zack: Passt.

An zwei Nasen ausprobiert und funzt. Ich finde das voll praktisch, weil ich so komplett ohne Maßband Socken stricken kann, solange der Sockenträger mir ab und an mal die Hand reicht.

August 31 2016

Und immer muss man noch n Zweiten machen

mojo2 Socken stricken is doof. Nicht weil man Socken strickt, sondern weil man immer noch n Zweiten machen muß, wenn man gerade einen fertig hat. Ich weiß ja nicht, wies Euch geht, aber wenn ich was fertig hab, dann ist es total langweilig, sofort das Gleiche nochmal zu machen. Is ja schon durchgespielt. Kannste, what’s next? Aber nö, da muß dann immer noch so n zweiter Socken her. Wie unkreativ banal. Deshalb strick ich normalerweise auch nie Socken. Oder nur einen und dann ribbel ich alles wieder auf, weil nix fertig wird.

mojo1Das Blöde ist nur, dass ich die Dinger total gerne anziehe, und ich kann ja nicht ständig andere Leute bitten, mir Socken zu stricken, als wär ich zu doof dazu. Schließlich hat man ja auch seinen Stolz. Irgendwie. Und wie heißt es so schön? Der Winter naht! Also los, Socken stricken is toll, das is doch auch was fürn Urlaub, kannste mitnehmen und so. Hmpf.

Na gut, ich hab ich mir jetzt – im Sinne der Selbstüberlistung – eben mal dieses Neko Strickspiel anstelle eines Nadelspiels geschnappt und die Anleitung für Mojo Socken wieder rausgekramt. Da sind die beiden Socken nämlich ein bißchen unterschiedlich und vielleicht hilft das ja.

mojo3Die Anleitung ist einfach (der Hacken gefällt mir nicht so ganz, aber was solls. Wenn man sie einmal an hat, gehts wieder). Ja, und der Erste ist jetzt auch fertig. Und jetzt kommt der doofe Teil. Nummer zwei.

Aber das Strickspiel ist lustig. Drei gebogene Nadeln statt fünf Gerade. Kann man mit arbeiten. Das ist besonders was für Leute, die relativ locker stricken und immer gucken müssen, dass ihnen die Nadeln nicht abhauen. Oder für die, die mit Nadelspielen nicht richtig zurechtkommen.

Für die, die nicht wissen, wie das mit dem Strickspiel funktionieren soll, hier gibts dazu ein Youtube Video vom Erfinder.

Ich beiß jetzt jedenfalls die Zähne zusammen, und mach auch den Zweiten fertig. Denk ich.

August 27 2016

Die Trapezjacke ist fertig!

Dtrapez0ie Jacke besteht aus einem Trapez, das nach vorne zusammengeklappt wird, so dass eine Vorderseite kurz und die andere lang ist, während der Rücken unten schräg verläuft. Die Anleitung ist für Größe 38, aber beliebig veränderbar, wenn man mit einer Maschenprobe arbeitet und die Größe den eigenen Maßen entsprechend anpasst.Du kannst jedes beliebige Garn verwenden, das Dir gefällt. Ich habe handgesponnene Wolle genommen.

Nadelstärke 4.5 mm (US 7) oder was zu Deiner Wolle passt
Garnstärke 11 WPI (oder was Dir gefällt) – ich habe 600 g Garn verbraucht.
Du brauchst einen Knopf.

Beginne mit einer Maschenprobe. Ich habe die Angaben in cm gemacht, daher ist es wichtig, eine Maschenprobe zu machen, um auf die richtige Breite zu kommen. Der Rest wird einfach ausgemessen.

Gestrickt wird von links nach rechts, das heißt, du fängst mit der schmalen Seite an und schlägst Maschen für 44 cm (17.5 inch) an.

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Nun wird kraus rechts gestrickt, die letzte Masche jeder Reihe wird nur abgehoben und nicht gestrickt (das gibt einen schöneren Rand).

Für das Bündchen strickst du 2,5 cm (1 inch) kraus rechts hoch und machst dann ein Knopfloch.

Das Knopfloch wird 2,5 cm (1 inch) vom oberen Rand entfernt platziert. Hierfür strickst du einfach da, wo das Loch hinsoll, 1 x 2 Maschen zusammen (k2tog) und 1 x abheben, abheben, stricken (ssk). In der nächsten Reihe werden dann einfach an der Stelle 2 Maschen aufgestrickt, so dass sie die Reihe wieder schließt. Weiter kraus rechts stricken, bis 5 cm erreicht sind.

trapez1Nun beginnst du mit dem Hauptteil:

Gestrickt werden immer 3 Reihen rechts und eine Reihe links. Auch hier wird weiterhin die letzte Masche jeder Reihe nur abgehoben und nicht gestrickt.

In jeder 4. Reihe nimmst du (auf der anderen Seite als da wo das Knopfloch ist) immer eine Masche zu, und zwar in der vorletzten Masche (kfb).

Variante: Wenn du deine Jacke nicht ganz so extrem schräg haben willst, kannst du auch in jeder 8. Reihe eine Masche zunehmen statt in jeder 4. Reihe.

trapez2Nach 35 cm (14 inch) gestricktem Muster bzw. 40 cm (16 inch) Gesamtbreite inkl. Bündchen machst du den ersten Schlitz für den Ärmel. (Für größere Größen entsprechend später). Dafür kettest du an der geraden Seite die für die Ärmel gewünschte Schlitzlänge an Maschen locker ab – bei mir waren das 44 Maschen, also 25 cm (10 inch). In der nächsten Reihe strickst du die gleiche Anzahl an Maschen wieder auf.

Nun strickst du 62 cm (25 inch) Rückenteil oder die gewünschte Breite weiter im Muster und nimmst auch weiter Maschen zu.

Nach diesen weiteren 62 cm (25 inch) machst du wie oben beschrieben den zweiten Schlitz für den Ärmel und arbeitest weiter im Muster.

Die lange Seite vom Vorderteil wird etwas schmaler als die Kurze, nämlich nur 23 cm (9 inch) oder die gewünschte Breite, um links – da, wo der Halsausschnitt liegen würde – abzuschließen. Nun strickst du weitere 5 cm (2 inch) kraus rechts und ohne weitere Zunahmen das Bündchen und kettelst dann ab.

trapez3Jetzt klappst du das Trapez an den Schlitzen für die Ärmel zusammen und nähst die Schulterseiten zusammen. An der langen Seite nähst du die 23 cm (9 inch) bis zum Bündchenan der Schulter zusammen (das Bündchen selbst nicht festnähen). Auf der kurzen Seite nähst du auch nur die ersten 23 cm (9 inch) an der Schulter zusammen.

Nun legst du das Gestrickte flach hin und legst den „losen“ kurzen Teil gerade hin, um (auf der linken Schulterseite) die richtige Stelle für den Knopf zu finden. Knopf dort annähen.

Jetzt fehlen nur noch die Ärmel.

Maschen direkt aus dem Ärmelschlitz aufnehmen (bei mir waren es 80 Maschen), Maschenmarkierer auf die Nadel setzen und im Muster (3 Reihen rechts, eine Reihe links) rund hochstricken. Nach 10 Rapporten jede 4. Reihe die ersten beiden und die letzen beiden Maschen der Reihe (also die beiden vor und hinter dem Maschenmarkierer) zusammenstricken bis sich die Gesamtzahl der Maschen um ein Viertel reduziert hat – also bei mir auf 60 Maschen. Weiter im Muster hochstricken, bis die trapez4gewünschte Ärmellänge erreicht ist. Dann noch 5 Krausrippen (also 10 Reihen abwechselnd 1 Reihe rechts und 1 Reihe links) stricken und nicht zu locker abketteln.

Den zweiten Ärmel genauso arbeiten.

Tasche: Für eine Breite von 18 cm (7 inch) Maschen anschlagen, eine Krausrippe stricken, dann im Muster (3 R re, 1 R li) 18 cm (7 inch) hochstricken, dann eine Krausrippe stricken und abketteln. Auf die lange Seite direkt neben dem Bündchen annähen, und zwar so, dass die breiten Rippen diesmal horizontal verlaufen und nicht wie bei der Jacke selbst vertikal.

Hier die Anleitung als PDF Trapez_de
Hier der Link zum Speichern auf Ravelry
Diese Anleitung darf nur zu privaten Zwecken verwendet werden.
© Claudia Deutscher 2016 www.flinkhand.de

Juli 28 2016

Jetzt hab ich Trapezomitis

trapezplanNachdem ich den Trapezpullover gestrickt hab, geistert mir noch ne andere Idee im Kopf rum, und die hab ich auch schon zu Papier gebracht *draufzeich*. Da: Eine Trapezjacke, also ein einziges großes Trapez mit Schlitzen für die Ärmel, vorne eine Seite kurz, eine lang, das ganze natürlich voll schräg. Das issa, der Plan.

Und an der kurzen Seite am Bündchen kommt ein Knopfloch rein, und auf die andere Seite oben an der Schulter wird dann noch ein Knopf angenäht, damit ich die Jacke auch zumachen kann. Deshalb wird das kurze Vorderteil auch breiter als das Lange, wenn Ihr versteht, was ich meine.

trapez01Als Material nehme ich das Lets Fetz  Garn, das ja jetzt endlich fertig und gewaschen darauf wartet, verwurstet zu werden.  Ich hab auch schon angefangen *hibbel* Das sieht doch immer noch voll Lets Fetz aus, oder?

Das Bündchen ist einfach kraus rechts, ich hatte erst großes Perlmuster im Visier, sah aber bei der Nadelstärke 4,5 nicht aus – zu löchrig. Also hab ich dann auf kraus rechts umgeswitched.

trapez02Hochgestrickt – also was heißt hochgestrickt – quergestrickt wird immer in 3 Reihen rechts, eine links, weil es sich dann nicht so eindreht wie bei glatt rechts. Das bleibt dann an der Kante (hoffentlich) gerade hängen, drückt mir die Daumen. Hier links seht ihr die ersten 70 Reihen plus Bündchen. Das wird das kurze Vorderteil und gefällt mir eigentlich schon ganz gut.

Jeder der Bock hat, das mit- oder nachzustricken: Feel free. Maschenprobe nicht vergessen 😉

Ich geh jetzt wieder an die Nadeln.

April 28 2016

Voll trapezomatic!

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Voll trapezomatic! Äh, ich meine, ich bin fertig. Tschulljung. Aber das Teil is so knuffig geworden, da wird man doch wohl mal ein neues Wort erfinden dürfen. Um das Ganze nochmal zusammenzufassen: Ich habe aus polnischer Merinowolle in den Farben Pepper & Salt und Marvelous zweifädiges Wollgarn gesponnen, und dann wußte ich auch nicht.

trapez2Nach einigem Blättern in meinen Strickbüchern, mehreren angefangenen und wieder geribbelten Projekten hab ich dann bei Nicky Epstein (Link zu Amazon) was gefunden, was mir von der Grundidee total knorke vorkam, und das hab ich dann gestrickt. Das komische Geschnörksel, das vorne auf dem Original drauf ist, hab ich mir geschenkt, dafür gabs lange Ärmel. Wenn man was Warmes strickt, muss das auch lange Ärmel haben, sonst isses Mist.

Wie viel Lauflänge ich verbraucht hab, weiß ich nicht (liegt am Lauflängen-Alzhauser-Syndrom oder wie immer der Kerl hieß), aber der Pullover wiegt knappt 600 g. Nadelstärke 5,5 und 5 für die Ärmel.

Und jetzt ist es ein total geiles Teil geworden, sauwarm (Merino ist echt total warm!). Vorder- und Rückenteil sind spiegelgleich, also kann man das Ding auch andersrum anziehen, wenn die Hose darunter auf der anderen Seite die Tasche hat zum Beispiel. Ich zieh das Outfit dann mal morgen zur Hochzeit meines Papas an – so zum Einweihen.

April 16 2016

Trapezstrickerei

trapez1Nicht dass Ihr denkt, ich sei faul, weil ich ein paar Tage nicht gebloggt hab. Ich bin am Stricken. Wie im letzten Beitrag angekündigt, strick ich jetzt mal was quer, und zwar in Trapezform. Das Rückenteil ist fertig (oder ist es das Vorderteil? – Wir werden es sehen).  Auf jeden Fall ist es ein Trapez, da guckt:

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Das Hanuta ist nur für den Größenvergleich. Das ist nämlich ein Hanuta da auf dem Bild. Ich dachte, jeder weiß, wie groß so ein Hanuta ist, also passt das. Das ist jetzt weg. Aber ich wars nicht. Der Mims hats gefuttert, ich schwörs.

Das Trapez – wir reden ja gar nicht vom Essen – ist 43 cm auf der kurzen Seite und 76 cm auf der Langen – und dazwischen liegen sowas um die 90 cm Breite. Jetzt brauch ich noch n spiegelverkehrtes Vorderteil (oder Rückenteil, aber das ist Wurscht, weils ja genauso wird nur spiegelverkehrt). Ich strick das übrigens mit handgesponnener polnischer Merinowolle in der Farbe „Pepper & Salt“.

trapez3Das Blöde an handgesponnener Wolle ist, dass ich mir nie die Lauflänge von dem Zeug merken kann, und selbst wenn, weiß ich immer noch nicht, ob das für ein Projekt nun passt oder nicht. Ich schreib ja auch höchstens mal was auf Rumfliegezettel, auf denen ein Verschwindezauber liegt. Also hab ich mir das fertige Vorder- oder Rückenteil genommen und es gewogen: 250 g. Und dann hab ich die Wolle, die ich noch übrig hab gewogen: Knapp 300 g. Sollte also passen. Wär ja nicht so schlimm, wenns nicht hinhaut, dann kann man ja immer noch ne andere Farbe mit reinmogeln oder eben nochwas nachspinnen, aber schöner is schon, wenns gleich passt.

Fragt aber nicht nach Ärmeln, soweit denk ich noch nicht. Da laß ich mir dann was einfallen, wenns soweit ist. Eigentlich wollte ich ja am Wochenende was weben, aber dann wird der Trapez-Pulli nicht fertig, und das ist dann auch wieder doof. Außerdem müßte ich dafür erstmal n Plan haben. Stricken ist so schön nichtstun.

Ich geh jetzt erstmal den restlichen Wollbobbel da in Knäule wickeln.

April 11 2016

Man kommt ja zu nix

cofox3Montags ist immer so viel los. Aber ich habe gestern abend und vorhin meine Cofox-Ausbeute gezwirnt. Es fehlen zwar noch 80 g, die ich noch wegspinnen muss, aber schaut mal, wie schnuffelig das da rumliegt und „Ich werde bestimmt mal was ganz Schönes“ ausstrahlt. Die 220 g sind – nagelt mich nicht drauf fest – sowas um die 400 m, aber wahrscheinlich hab ich mich beim Haspeln eh wieder verzählt.
Ihr kennt das: Kaum ist man am Zählen, sagt einer im Fernsehen eine Telefonnummer, einen Preis (UVP), die Zahlen aus dem Spiel 77, den Quotient der Bevölkerungsdichte von Tijuana oder sonst irgendeinen Blödsinn, und alles ist weg. Schon haste dich komplett verzählt. Aus die Maus, Ende Banane. Kannste nur noch nochmal neu anfangen, aber dazu hatte ich keine Lust. Also hab ich mich aufs Schätzen verlegt, schließlich haben Frauen ja Intuition. Dass dann oft sowas wie das hartgekochte Ei bei Loriot rauskommt, ist ne ganz andere Geschichte. cofox4Aber ich vergesse sowieso immer, die Lauflänge meiner Garne aufzuschreiben, und bis zum Morgengrauen ist es nur noch schönes Garn, von daher ist es eh Wurscht. Außerdem hab ich die noch nicht gewaschen, da kann sich ja auch noch mal was ändern. Egal.

Übrigens ist es schon fast gruselig, wie sehr man in einen immer gleichen Trott kommt, wenn man Dinge über einen längeren Zeitraum regelmäßig macht. Beim Autofahren zum Beispiel. Man steigt am Ende aus und weiß gar nicht mehr so richtig, wie man dahin gekommen ist, wo man ist (Das Pferd kennt ja den Weg). Oder bei Spinnen: Mein Garn ist dermaßen gleichmäßig und die Spulen so gleich gefüllt, dass am Ende so gut wie kein Rest übrig bleibt. Beide genau gleich lang. Verrückt.quer1

Ich hab übrigens schon wieder ne neue Baustelle: Ich strick mal was quer. Das wird so ähnlich wie in dem Buch Knitting Reimagined von Nicky Epstein aber ohne das Geraffel da vorne drauf. Und die Ärmel mach ich sicher auch anders. Aber so von der Grundidee wird das schon so. Hoffe ich. Schaun wa ma is eh der beste Plan, den wa ham.