Handwerkskammer

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Beitragvon meirah » 22.04.2012, 21:28

hm also, als ich mein Gewerbe angemeldet habe hat meine Steuerberaterin mir geraten, ich solle die Gewerbeanmeldung so allgemein wie möglich halten, also habe ich Herstellung und Verkauf von Handarbeiten angegeben, damit habe ich auch keine Probleme bekommen. ;-)
Beim Durchlesen dieses Threads ist mir noch aufgefallen das hier einiges durch einandergeht, denn die Art wie ich meine Einkünfte versteuere hat ja nix mit der Handwerkskammer etc. zu tun
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Beitragvon Barde » 22.04.2012, 21:51

das durcheinander haben wir hier jedesmal, wenn jemand zum Thema Gewerbe fragt ...
darum hatte ich versucht, das Thema gleich mit Verweis auf den Anwalt abzuwürgen :-)
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Beitragvon Tjorven » 23.04.2012, 09:07

Neee, klar hat das nichts mit dem Finanzamt zu tun - aber eben mit der Gewerbeanmeldung. Die Kammern erfahren von der Gewerbeanmeldung und dann muß man je nach Umsatz eben einen Beitrag zahlen oder nicht - da kommt man nicht drumrum!
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Beitragvon Barde » 23.04.2012, 09:19

das schon; aber jede regionale Kammer legt ihre Beiträge und die Befreiungsgrenzen selbst fest; daher ist Nylettes Verweis auf steuerliche Regeln hier sehr irreführend :-)

wer Dinge extra für den Verkauf herstellt oder sich beschafft, handelt gewerblich (weil mit "Gewinnerzielungsabsicht"); unabhängig vom Erfolg/Umfang ...
Und damit gelten entsprechende Regeln; nicht nur in Sachen Kammerzugehörigkeit, sondern auch im täglichen Betrieb - Schriftverkehr, Impressum, Gewährleistung, Rücknahme usw.
in dem Bereich ist für Kleinunternehmer zwar im Umgang mit den Behörden vieles Vereinfacht (Buchführung); aber vieles ist auch allgemeingültug; besonders, wo es den Kunden betrifft - da sollte man sich Kundig machen.

mein persönlicher "Feind" ist ja immer wieder die Definition der GWG :-)
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Beitragvon TheaEvanda » 24.04.2012, 06:26

Jördis-Sol hat geschrieben:Hatte als Text: Verkauf von selbstproduzierten Filz- und Webartikeln.


Dieser Text ist unklug gewählt. Entweder die Kammer erwischt dich als Filzhersteller oder als Handweber. Mit dieser Formulierung kannst du schließlich auch 50m-Meterware vom Großwebstuhl weben und verkaufen.

Rede mal eilig mit einem Rechtsverbieger deines Vertrauens - Anwalt oder Steuerberater - und lass dich da eingehend in schwammigen Formulierungen beraten. Vielleicht reicht es bei dir ja auch, dich als "Textilkünstler und -Designer" mit Einzelstücken zu deklarieren, dann hat die Kammer durch das Künstlerrecht keinen Zugriff. Aber das hängt extrem davon ab, wie du die Anmeldung formulierst.

Sei froh, dass die dich nicht nach Lüneburg zur Gesellenprüfung Handweberei geschickt haben.

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