Rahmen bei den Kelten?

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Rahmen bei den Kelten?

Beitragvon swirly » 05.06.2012, 20:18

Huhu
ich hoffe ich bin hier richtig^^ und ich bekomme hier ein wenig hilfe

Im Sommer nehme ich als Betreuer an der Historischen Spielstadt Trier teil und soll den Kinder das Weben und das Bretchenweben zeigen bzw beibringen. Im Moment bin ich auf der Suche nach Quellen, dass die Kelten Rahmen oder was Ähnliches zum Bretchenweben genutzt haben, dann ist das glaub ich für die Kinder einfacher zu lernen (denk ich mal, wenn ich mich irre sagts mir bitte ;-) ) Darf einen Rahmen nähmlich nur Nutzen wenn das A ist^^

Ich würd mich freuen wenn mir jemand helfen könnte
danke schonmal

lg Swirly
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Beitragvon Silvia » 06.06.2012, 06:55

Hallo Swirly,
wenns nur A sein darf, hast Du ein Problem.
Kelten sind nicht meine Baustelle, aber die Marled die ja ganz in Deiner Nähe ist, ist gut im Thema.
Ich fürchte nur das von den Kelten gerade mal Bortenfragmente erhalten sind, die daruf schließen lassen, DAS Borten gewebt wurden, nicht wie.
Evtl haben die gar keine Meterware hergestellt, sondern die Borten am Gewichtswebstuhl ans Gewebe angearbeitet ? Dann braucht man gar keine Bandwebvorrichtung.

Arbeitet man mit Kindern muß man evtl Kompromisse eingehen und sagen : die Technik an sich ist alt, man kann sie nachvollziehen, weiß aber nicht wie die Werkzeuge ausgesehen haben, meins ist modern.
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Beitragvon Tjorven » 06.06.2012, 06:57

Also, ich kenn da keinen Beleg für, dann bleibt dir wohl nur, dich am Gürtel festzubinden. Oder du nimmst eben für die Kinder einen Rahmen und sagst halt dazu, dass es das so vermutlich nicht gab. Die Muster, die du mit den Kindern webst, werden ja vermutlich auch keine Repliken werden - ich find das vertretbar.
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Beitragvon Barde » 06.06.2012, 07:57

dem ist nichts hinzuzufügen ...
Ich bin ja selbst viel in der Museumspädagogik; solche Kompromisse sind völlig normal.

Es wäre aber auch schön, wenn du nicht NUR deine Frage, sonder auch dich vorstellst.
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Beitragvon aennlin » 06.06.2012, 08:44

Einen Beleg bei den Kelten kenne ich auch nicht.
Man kann aber an einem Gewichtswebstuhl die Bänder gut aufziehen und weben. Je nach Breite des Webstuhls können da auch mehrere Bänder nebeneinander gewebt werden.
Hier meine Lösung für draußen: Da ich das Anbinden des Bandes an den Gürtel gar nicht mag, weiche ich dann auf Besenstiele oder andere Stäbe aus. Zwischen zwei in den Boden gerammten Stäben kann man hervorragend weben. Dies ist zwar auch keine belegte Methode, aber man kann mit relativ wenig Mitteln erste Versuche im Brettchenweben machen.

Viel Spaß mit den Kids.

Grüße
Aennlin
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Beitragvon Ragnhild » 06.06.2012, 10:02

Das mit den Besenstielen ist so für die Kelten vielleicht nicht belegt, aber ich kenne von Bildern aus dem späteren Mittelalter, dass die Frauen das Band zwischen zwei Pfosten aufgespannt hatten und mit ihrem Stuhl daran entlang immer weiter gerutscht sind, je nachdem, an welcher Stelle sie gerade arbeiteten.

http://www.google.de/imgres?q=brettchen ... 40&bih=717
(drittes Bild)

http://www.google.de/imgres?q=brettchen ... 40&bih=717
( Bild vom Fund weiter unten. Ob hier die unter der Kette liegenden Stöcker zu einem Rahmen gehörten?)

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Beitragvon meirah » 06.06.2012, 10:32

eine andere Variante, falls du nix in den Boden rammen kannst, wären sicher Webbretter (gibt hier nen Thread dazu), damit bist du flexibel und preiswert dabei ..denn so richtig "a" ist es sowieso alles nicht... :-)
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Beitragvon swirly » 11.06.2012, 13:50

Danke für die Hilfe :)

Ich dachte mir schon das die Kelten sowas eher nicht hatten, aber die Idee mit den Gewichtswebrahmen ist sehr gut, da ich mit denen sowieso arbeiten ist das super praktisch.
In den Boden kann man leider nichts stecken, das ganze findet zwar drausen stadt aber die Dränage unter dem Rasen darf nicht beschädigt werden.
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Beitragvon Barde » 12.06.2012, 09:17

Kurz zusammengefasst:

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Beitragvon Corrisande » 12.06.2012, 19:20

Barde hat geschrieben:Kurz zusammengefasst:

un-A ist jedes feste Konstrukt, das du dir baust; ob jetzt 1300 oder 2000 zu neuer ist da ja schon fast egal ... *g*


Naja, nee... mag natürlich sein, daß ich dich grad falsch verstehe, und du nur die heutigen Bandwebrahmen oder tatsächlich nur bei den Kelten meinst, aber schlichte Sorten Webrahmen (eben echte Rahmen) die zum Bandweben genommen wurden, gibts ja doch auf so einigen Bildquellen, wie z.B. hier zusammengetragen (aber bestimmt bekannt :) ).

So einen in der Art benutze ich tatsächlich auch, das geht ganz gut, auch wenn ein moderner Bandwebrahmen vermutlich komfortabler wäre. Trotzdem kann man auf so einer Sorte Webrahmen wunderbar entweder beide Enden des Bandes so wicheln, daß das aktuelle Webstück passend gespannt ist, oder aber in einer Art über-kreuz-spannen den kompletten Fadenstrang zum Endlosband knoten und immer passend rumziehen (wobei ersteres die dargestellte Version ist und besser auf Spannung zu setzen ist, dafür aber öfter umgespannt werden muß).
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