Widderhorn - hässliche Stelle im Rand beim Richtungswechsel

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Widderhorn - hässliche Stelle im Rand beim Richtungswechsel

Beitragvon Katharina di Mauro » 19.09.2012, 10:05

sooo - ich habe mich dann mal mit den alten UNO-Karten ein bisschen im Brettchenweben geübt... :biggrin:

Jetzt bin ich am halben Widderhorn angekommen - das mit dem Aufdröseln durch Richtungswechsel klappt auch gut - nur habe ich an der Stelle am Rand einen hässlichen Faden "labbern" - man sieht am Rand auch aus der Entfernung sofort, wo der Richtungswechsel stattgefunden hat.

Gibt es da einen Trick oder gehört das so?

Danke für eure Hilfe!
Liebe Grüße,
Kati
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Beitragvon blue » 19.09.2012, 10:18

Drehe die Randbrettchen immer in eine Richtung. Erst wenn die Verzwirnung zu stark wird- Randbrettchen in die andere Richtung drehen.
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Beitragvon Katharina di Mauro » 20.09.2012, 06:51

ah ja, danke!

Dann kann ich also das Muster nach 7 oder so Einheiten umkehren und muss die 2 Randbrettchen nur umklappen und kann weiterweben, bis nichts mehr geht, stimmt's?
Liebe Grüße,
Kati
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Beitragvon Peregrina » 20.09.2012, 07:42

Umklappen hat den gleichen Effekt wie Richtungswechsel. Also einfach mit den Randbrettchen garnichts tun, nur weiterdrehen und ihre Drehrichtung erst dann ändern, wenn die Kettfäden am Rand deutlich verdrillt sind. Das ergibt dann zwar immer noch eine Wendestelle, aber eben nicht mehr so oft.
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Beitragvon Katharina di Mauro » 20.09.2012, 11:24

umgeklappt habe ich die Randbrettchen jetzt, wenn ich den äußeren Brettchen-Pack nach ca. 7 mal Muster in die andere Richtung drehe, um die wieder zu entzwirnen.
Dadurch laufen die Randbrettchen doch weiter in die immer gleiche Richtung und ich kann sie weiter mit dem äußeren 5er-Pack drehen - das verstehe ich doch richtig, oder?! :undecided:
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Beitragvon blue » 20.09.2012, 11:53

Aus einer S Stellung der Brettchen wird eine Z Stellung. Und Umgekehrt!
Also du drehst weiter Vorwärts aber die Verdrehung dröseln sich auf als ob du Rückwärts drehst.
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Beitragvon sunnie » 20.09.2012, 13:44

Katharina di Mauro hat geschrieben:umgeklappt habe ich die Randbrettchen jetzt, wenn ich den äußeren Brettchen-Pack nach ca. 7 mal Muster in die andere Richtung drehe, um die wieder zu entzwirnen.
Dadurch laufen die Randbrettchen doch weiter in die immer gleiche Richtung und ich kann sie weiter mit dem äußeren 5er-Pack drehen - das verstehe ich doch richtig, oder?! :undecided:


Ja, das ist richtig.

Wenn du viele Randbrettchen hast, kannst du die auch einzeln "wenden".
zB. bei 4 Randbrettchen das innere wenden: 3 laufen weiter vorwärts, 1 rückwärts; 4 Drehungen vorwärts machen.
2. Brettchen von innen wenden: 2 laufen vor, 2 rück; 4 Drehungen.
3. Brettchen wenden: 1 läuft vor, 3 rück; 4 Drehungen.
Äußeres Brettchen wenden: alle laufen rückwärts.
Dadurch hast du die Wendestelle auf 12 Schuß verteilt. Der äußere etwas "labberige" Faden läßt sich mit den Schußfaden einfangen, ist aber längst nicht so auffällig wie bei einer Wendestelle, an der 4 oder mehr Brettchen die Laufrichtung wechseln.
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Beitragvon Rigana » 22.09.2012, 08:50

Viel zu kompliziert und außerdem: es gibt immer nur 2 äußere Brettchen. Die erzeugen die sichtbare Stelle mit "Wabbelfäden". Zwar sieht man die Wende auch bei den anderen Brettchen, aber ein Streifen ist mir allemal lieber als Unregelmäßigkeiten über mehrere Schüsse - ganz abgesehen von der Denkarbeit :dizzy:

@Katharina d.M. Ich hätte dich fast falsch verstanden: du wechselst die Drehrichtung nach 7 Hörnchen, nicht nach sieben Drehungen, richtig?
Gleiche den Drehrichtungswechsel des Randes an den des Musters an - ein Widderhorn ist schließlich verzwirnend. Das hat dann etwas Regelmäßiges. Sieben Musterwiederholungen sind aber relativ kurz: musst du dann bereits das Muster aufgrund der Verzwirnung drehen, oder willst du den Effekt haben?
Dann gilt in der Wendestelle: sorgfältig arbeiten. Den Schussfaden vielleicht erst einmal beim Einlegen in einem kleinen Bogen stehenlassen und dann vorsichtig anziehen. Je feiner das Material, desto unauffälliger die Stelle. Und natürlich sollte der Schussfaden die gleiche Farbe haben wie der Rand.

Die "Wabbelfäden" und Wendestellen gehören nun einmal zum Brettchenweben dazu - sie machen Mustertechniken wie z.B. Köper überhaupt erst möglich. Aufdröseln der Verzwirnung zerstört nur die Kettspannung und kann hässlichere Effekte hervorrufen als ein Richtungswechsel.

Viel Vergnügen beim Weben,
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Beitragvon Katharina di Mauro » 22.09.2012, 09:17

@ Rigana:

ich hab das Muster zum erstem Mal probiert - da hab ich nach 7 Hörnchen die Richtung gewechselt, richtig verstanden!
Nicht, weil ich es so toll finde, sondern weil ich es nicht besser wusste... - nach wievielen Hörnchen wechselt ihr denn?

Aber für den Rand hab ich mir eh schon überlegt, mir 2 Wirbel aus Papis Angelkasten zu besorgen... :devil:
Liebe Grüße,
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Beitragvon Verry » 22.09.2012, 15:01

Teilweise erst nach 30! Eigentlich, sobald du die Brettchen nicht mehr drehen kannst, weil die Verzwirnung zu weit vorne ist. Und: hast du z.B. 10 nach vorne gemacht, kannst du 20 rückwärts machen, da sich bei den ersten 10 rückwärts die Verzwirnung auflöst und bei den nächsten 10 eine neue entsteht. Dann wieder 20 vorwärts, 20 rückwärts... und am Ende noch mal 10.
(hoffe die Erklärung ist nicht zu verwirrend :blush: )
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