Schuhe

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Beitragvon Dagny » 06.04.2007, 22:54

...hätte da noch einen Tipp zum dichter bekommen. Als ich mir Wanderschuhe aus Leder gekauft habe, sagte man mir, ich solle sie vor dem fetten kurz im Backofen anwärmen. Dann würde das Fett besser einziehen. Oder beim fetten die Schuhe fönen.
Liebe Grüße, Dag
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Beitragvon Jodis » 23.04.2007, 10:10

Nach meinem Schuhwendedessaster im Februar habe ich es nun wirklich geschafft, mir meine Schuhe zu nähen UND zu wenden. Bin ganz zufrieden und sie haben auch schon das erste Lager hinter sich. Nun habe ich aber schon wieder ein Problem, denn meine Schuhe haben sich nach 3 Tagen schon sehr geweitet (ich weis, mit Ziegenleder wär das nicht passiert, konnte ich mir aber leider nicht leisten). Nun bekam ich den Tipp, ich sollte meine Schuhe noch mal einweichen und dann in der prallen Sonne trocknen lassen , dann würden sie wieder schrumpfen. Nach meiner letzten Erfahrung mit heißem Wasser und Leder bin ich etwas skeptisch geworden und wollte euch mal fragen, was ihr davon haltet, oder ob ihr mir noch einen anderen Tipp habt. Danke schon mal!!!
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Beitragvon Claudia » 23.04.2007, 11:52

Öhm, lieber nicht. Pralle Sonne ist wirklich nicht gut für Leder.
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Beitragvon Eilean » 23.05.2007, 17:25

Ich mach mal einfach hier weiter. Und zwar möchte ich mir über die Ferien versuchen Schuhe zu machen, und würde mir nen Bausatz von der Seite bestelln.
Was haltet ihr davon? Ich würde einen der ersten drei denk ich nehmen.
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Beitragvon Eilean » 23.05.2007, 17:25

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Beitragvon Mel » 23.05.2007, 19:06

Hm ich habe es noch nicht selber versucht mit dem Bausatz von Meister Knieriem, aber seine Schuhe kenne ich, die sind Superklasse. Ein Handwerklich mäßig begabter Bekannter von mir hat sich letztes Jahr einen Bausatz für Stiefel bei ihm bestellt, die sind auch total gut gelungen.

Historisch sind die Schuhe auch in Ordnung, da musst du aber selber gucken wie genau du es mit Stand und dargestellter Region nimmst um Argumente für oder gegen einen der Schuhe zu finden.
Gruß

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Beitragvon Sandra » 29.05.2007, 10:39

Ich würde dir raten, das Schnittmuster lieber gleich selber zu machen. Ich habe den Eindruck, dass dieser Bausatz ganz schön teuer ist. Wenn du dir nur Leder kaufst wird es deutlich billiger (Materialpreis für ein Paar Schuhe liegt bei 20-40€). Oder du kaufst dir für den Preis gleich fertige Schuhe.
Du kannst gerne nächste Woche mal bei uns gucken, André näht auch gerade Schuhe.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon Dagny » 05.07.2007, 21:21

Hallo zusammen,
eine Frage zu selbstgemachten Schnittmustern.
Und zwar sieht es immer so aus, als ob man sich auf ein Blatt Papier stellt und mit einem Stift die Form des Fußes nachzeichnet. Das ist dann das Schnittmuster für die Sohle.
Aber nirgends ist von "Saumzugabe" die Rede. Und genäht wird ja etwas vom Rand weg.
Geht einem dann nicht "Auftrittsfläche" verloren? Weiß nicht, wie ich das erklären soll. Wird die Sohle dann nicht kleiner als der Fuß? :gruebel:
Liebe Grüße, Dag (die grad versucht, sich aus sehr weichem Leder und Fleece Schluffen für zu Hause zu nähen, um mal zu sehen, wie das mit dem Schnittmuster und dem wenden klappt... :dizzy:)
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Beitragvon David » 05.07.2007, 21:52

Hallo,

von der Sohle geht in der Regel nichts weg. Es bleibt ja, jedenfalls bei entsprechend festem Sohlenleder, die Lauffläche erhalten. Lediglich das Oberleder faltet sich und benötigt so theoretisch etwas Nahtzugabe.
Bei historischem Schuhwerk stichst du ja nicht senkrecht duch das Sohlenleder hindurch, sondern trittst etwa im 90° Winkel an der Seite heraus.

Bei so weichen Puschen sieht das natürlich anders aus, ist ja so also ob du zwei textile Materialien verbindest.

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Beitragvon Sandra » 06.07.2007, 07:42

Und nachdem das "etwas vom Rand weggenäht" in der Praxis aus 3-4 mm besteht, ist die Nahtzugabe für das Oberleder wirklich gering.
Liebe Grüße, Sandra

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