Unten kürzer als oben

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Unten kürzer als oben

Beitragvon Babette » 08.06.2006, 07:19

Ich habe da ein interessantes Problem und zwar wird bei mir das Geflecht oben locker als unten und dadurch ist es oben auch länger.

Das scheint damit zu tun zu haben, dass ich oben bei jeder Reihe die ich arbeite das Material erst einmal wieder auseinanderziehe. Wärend ich unten ja immer nur runter schiebe.

Bisher habe ich hauptsächlich kurze Stücke gemacht, das wurde das dann nicht so extrem, aber gerade arbeite ich an einem Schal, und da fällt es schon arg auf. :-(
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Beitragvon Rigana » 08.06.2006, 09:28

Das ist mir auch schon aufgefallen bei meinen Sachen. Ich vemute, es liegt daran, dass man nach unten mehr Kraft aufwendet - vemutlich unbewusst. Zu sich hin schlagen ist kräftiger...
Ein weiterer Grund kann sein, dass ich immer mehr in der oberen als in der unteren Hälfte arbeite. Oben ist das Muster also praktisch schon an Ort und Stelle, während ich es nach unten so richtig hindrücken muss.
Auf meinen kurzen Stücken machts mir nichts aus, aber sollte ich jemals einen Schal machen (Hut ab, Babette!), versuche ich, der oberen Hälfte besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich des Anschlagens zu widmen.

Liebe Grüße,
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Beitragvon Claudia » 08.06.2006, 10:01

Das Problem kenne ich auch. Ich versuche regelmäßig die Maße zu kontrollieren. Ist aber nicht so einfach...
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Beitragvon Flinkhand » 08.06.2006, 14:17

Ich lege einfach Holzstäbchen (für Grillspieße) in jede Reihe (bis zu 5 oben und 5 unten), die dann immer wandern. Unterstes und Oberstes rausziehen und für die aktuelle Reihe oben und unten neu einlegen. So klappt's auch mit dem Abstand :biggrin:
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Beitragvon Babette » 08.06.2006, 14:22

Nur das ich die Holzstäbchen oben wirklich nicht gebrauchen kann, weil ich sehen muss was ich gemacht habe um zu wissen was ich machen muss. Wenn ich mir die Sicht durch Stäbchen versperre muss ich alles übers zählen machen. Eventuelle Fehler sehe ich dann auch erst hinter den Stäbchen. Also lieber ohne Stäbchen. :wacky:
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Beitragvon Claudia » 08.06.2006, 14:27

Ich arbeite immer nur mit 3 Stäben, und die sind ganz flach, damit ich damit auch (statt der Finger) flechten kann. Dicke Garne kann ich auch gut mit den Fingern flechten,aber bei dem superdünnen Leinengarn brauchte ich einfach die Stäbe. Da kann man aber nicht mehrere drinlassen, weil sonst die Maschen für das feine Garn viel zu groß werden. Also doch nach Gefühl anschlagen :wacky:
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Beitragvon Babette » 08.06.2006, 15:03

Das ist ja lustig, mich stören die Stäbe vor allem bei dünnem Garn, denn ohne kann ich das fertige Material einfach auseinanderziehen und habe alle Fäden schön einzeln und leicht zu greifen vor mir. Allerdings vermute ich, dass das mit dazu beiträgt, dass es oben lockerer wird.
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Beitragvon alina » 09.06.2006, 08:44

...und ich dachte, das Problem hätte nur ich!
Ich finde es sehr interessant von Euren Erfahrungen zu lesen.

Ich versuche wie Rigana auch mehr in der Mitte des Werkstücks zu arbeiten und verwende wie Claudia drei flachen Stäbchen.
Seit dem wird es oben und unten gleichmäßiger.
Und wenn ich mit Stäbchen arbeite, habe ich das Gefühl, dass ich besser sehe, was ich in der Reihe vorher gedreht habe.

Viele liebe Grüße,
Alina.
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Beitragvon Babette » 20.07.2006, 07:35

Ich habe jetzt vielleicht eine Lösung gefunden. Nach jedem Runterschieben das Stück unten in die Breite ziehen, damit sich das Gesprangte wieder etwas lockert. Allerdings muss ich noch ein gutes Stück arbeiten bevor ich sagen kann, ob das wirklich funktioniert. Da ich zur Zeit mit 200 Fadenpaaren arbeite und damit in der Stunde nur einen Zentimeter schaffe, wird das noch was dauern.
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Beitragvon Babette » 24.07.2006, 08:02

Es Funktioniert :sweet:

Jetzt muss man nur noch aufpassen, dass es nicht zu gut funktioniert. Also unten nicht jede Reihe auflockern und immer nachmessen.
Allerdings funktioniert das natürlich nur wenn man nicht mit Stöckchen Arbeitet.
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