Sprang: Erste Schritte und Infos

Hier geht es um Sprangtechnik!

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Beitragvon Sonja » 28.04.2009, 07:07

Hallo,
kurz zur Info. Bin ja jetzt auch unter den Sprangern und habe mir letzte Woche den Collingwood: The Techniques of Sprang bestellt. Allerdings bei VS-Books. Dort kostet das Buch nur 32,- €. Bei Amazon kostet das gleiche Buch gebraucht (!) ab ca. 70,- € und neu (!!!!) 170,- €. Also falls das jemand bei Amazon zu teuer war, dann bei VS-Books bestellen, war auch innerhalb von 5 Tagen da (sorry Andrea ;-) )
Verstanden hab ich das allerdings nicht, wo da so ein Preisunterschied herkommt.....
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Beitragvon Rigana » 28.04.2009, 15:57

Ganz einfach Sonja,
Amazon wird das Buch nicht mehr im regulären Sortiment haben, sondern nur noch über Privatverkäufer anbieten können. Diese Privatverkäufer denken wahrscheinlich, dass das Buch gar nicht mehr erhältlich ist und treiben dann die Preise in die Höhe. Jeden Morgen steht ein Dummer auf, der das Buch unbedingt will und nicht Preise vergleicht *seufz* :wacky:
Da ich das Buch bereits besitze, schaue ich natürlich selten nach, ob Amazon das noch verkauft.

Ich hatte das damals im normalen Sortiment entdeckt (bzw. über meinen Wunschzettel gesehen, dass es normal käuflich ist) und über einen Geburtstagsgutschein geleistet. So konnte ich das Buch praktisch für die Hälfte des Normalpreises erwerben.

VS-Books ist für derartige Bücher eh die bessere Adresse, weil man dann gleich auch mal noch ein paar weitere Büchlein kaufen kann ;-) Von dort habe ich auch die meisten Bücher zum Weben.
Allerdings habe ich auch dir gegenüber erwähnt, dass du es bei vs-Books auf jeden Fall bekommen wirst, sollte Amazon es nicht mehr haben.

Liebe Grüße
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Beitragvon Rumpelwicht » 06.02.2011, 18:36

Huhu,

ich hab ein paar Anfänger fragen und klinke mich mal damit hier in den Thread.

1. Wie bestimmt man denn die Anzahl der Kettfadenpaare? Nach Augenmaß? Kommt ja auch immer auf die Stärke der Verbindung an oder? Wenn man bei der zweiten Grundreihe 3 Fäden aufnimmt, wird das ganze wesentlich dichter, als wenn man 2 aufnimmt.

2. Wie verhindert Ihr, dass sich die Kettfadenpaare übereinander kruschteln d.h. ihre Reihenfolge vertauschen. Auf der Vorderseite kann man das ja noch ganz gut sehen während des Arbeitens, aber bei den hinteren seh ich den oberen Ansatz so schlecht. Zumindest wenn ich lange Arbeiten mache, die über meiner Augenhöhe aufgeknüpft sind.
Vielen Dank schon mal.

Liebe Grüße vom Wicht.
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Beitragvon Rigana » 08.02.2011, 11:01

Zu Frage 1:
Willst du wissen, wie breit das Gesprangte ungedehnt ist oder gedehnt? Bei ungedehnten Ausmaßen kannst du dich in etwa nach der Methode beim Weben richten und Fäden locker über ein Lineal wickeln. Die Zahl der Fäden pro Zentimeter entspricht in etwa der Zahl der Kettfadenpaare. Ggf. kann man ein paar simulierte "Fadenpaare" abziehen, wenn das Material sehr flauschig ist.
Der gedehnte Zustand ist so gut wie gar nicht vorhersehbar, weil das immer von der Art des Sprangs sowie der eigenen Arbeit abhängt (locker bzw. fest gesprangt).
Bei unbekanntem Terrain empfiehlt sich eine Probearbeit in gewünschtem Material und Technik - ähnlich der Maschenprobe beim Stricken.

Zu Frage 2:
Das Übereinanderlegen der Fäden verhindert man mittels Fadenkreuz bzw. doppeltem Fadenkreuz, das man z.B. um den Sicherungsfaden legen kann. In Collingwoods Buch ist das ganz gut beschrieben.
Ist ein Fadenkreuz nicht direkt möglich, z.B. beim Endlossprang, lege ich parallel einen Sicherungsfaden oder -stab ein und bilde das Kreuz manuell.

Liebe Grüße
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Beitragvon Rumpelwicht » 08.02.2011, 21:19

Das mit der Breite meinte ich im verdrehten Zustand. Schade, dass man nicht um Probestücke drumrum kommt.

Legst Du das Fadenkreuz nach jedem Fach ein? Das Fadenkreuz vor und hinter dem ersten Fach hat meine Fäden nicht dran gehindert, sich in den weiteren Arbeitsgängen zu verhuddeln.
Ich habe jetzt nach jedem Fach einen Stab eingelegt und zieh die dann nach und nach raus. Das macht sich ganz gut.
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Beitragvon Rigana » 09.02.2011, 18:42

Verdreht sind die fertigen Dinge immer, aber man muss Sprang nicht zwangsläufig dehnen.

Das Fadenkreuz mache ich nur beim Beziehen, damit die Fäden nebeneinander bleiben. Nach der 1. oder spätestens der 2. Reihe ist die Lage geklärt und es reicht meistens der Sicherungsfaden.
Anders beim Endlossprang: weil dort die Maschen nicht direkt angeschoben werden, werden Stäbe eingelegt und später weitergeschoben.

Bei den ersten Sprangstücken ist es aber normal, dass die Fäden noch ein wenig übereinander springen und man leicht den Überblick verliert, welcher Faden nun als nächster dran ist. Mit der Zeit entwickelt man aber einen Blick dafür.

Probestücke mögen zwar lästig sein, aber wenn man sie aufbewahrt, eignen sie sich gut als Archiv für schon Gemachtes. Ich arbeite mich durch Collingwoods Buch (bzw. bin durch vieles schon durch...) und habe von allem Neuen ein Pröbchen gefertigt. Falls es nicht eine Maschenprobe für ein bestimmtes großes Teil war, habe ich auch mal Garnreste verwendet.

Liebe Grüße
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Beitragvon Rumpelwicht » 10.02.2011, 19:07

Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Ich hab mich erfolgreich selbst verarscht.

Meine ersten Probeteile waren so schmal, dass ich automatisch mit beiden Händen gearbeitet habe und keine Probleme mit dem Übereinanderschieben hatte.
Jetzt hab ich ein relativ breites Stück aufgezogen und hab die vorderen Fäden erstmal alle auf einem Stab nach vorne gezogen. Logisch, dass man da besser aufpassen muss, dass sich nix übereinander schiebt. :idea:

Trotzdem danke für die Hilfe. :blush:
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Beitragvon Lori-Kirsche » 16.03.2012, 22:01

ich checks nich... hab mir jetzt Videos angeschaut und Online ein paar Anleitungen durchgelesen... aber irgendwie blick ichs nich... also soweit sogut mit S und Z... aber was mach ich denn wenn ich jetzt fertig gesprangt habe und in der Mitte angelangt bin?

wenn ich die Fingerchen raus nehmen dann fluppt doch alles auf? o.O Hüüülfeee!

Hab das noch nie gemacht und wollte mich da morgen mal dran versuchen...

Hab da noch ne Frage... mal angenommen ich möchte einen Gürtel machen... der muss ja bei soner Lori doch was länger sein aber der Rahmen ist ja nur sagen wir jetzt mal 50 cm hoch... wie geh ich vor wenn ich einen längeren Sprang machen mag?

Oh man bin ich froh das ich euch gefunden hab! ^^
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Beitragvon Rumpelwicht » 19.03.2012, 13:21

Hi Lori,

die Mitte musst Du mit einer Häkelkette oder einem Faden sichern, damit es nicht aufschwuppt. Siehe Thread "Am Ende der Mitte".

Ein längeres Sprangteil kannst Du machen, indem Du keinen festen Rahmen verwendest, sondern die Stäbe zwischen zwei Stühlen aufspannst, von der Decke abhängst etc. Eigentlich brauchst Du für den Sprang ja nur die Querstäbe. Die Längsstäbe vom Rahmen dienen nur der Stabilisation des Rahmens.

Hier auf den beiden Fotos kann man das erkennen:

http://3.bp.blogspot.com/_eYVu7Sy5a5A/S6oNgrJ4ynI/AAAAAAAAAcc/xbBdOxXB4vs/s400/sprang_eppstein01.jpg

http://www.lucet.fi/wp-content/uploads/sprang_looms_sprangning_1.jpg

Viel Erfolg!
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Beitragvon Medusa » 05.05.2012, 18:58

Ich will mich demnächst auch mal an Sprang versuchen und hab bisher auch nur das deutschsprachige Buch, weil ich gleich bei etwas neuem nicht die über EUR 100,00 für den Collingwood investieren möchte. :gruebel:

Bei meiner Recherche bin ich aber auch auf folgende Seite gestoßen von einer Amerikanerin namens Carol James:

http://sashweaver.com/videos.html

Sie hat auch ein Buch herausgebracht "Sprang Unsprung" was ich jetzt bei ihr direkt bestellt habe. Es soll schon auf dem Weg sein und sobald es da ist, werde ich Euch berichten. :-) :lesen:
Viele Grüße,

Medusa (alias Svenja G.)

www.ludus-nemesis.eu
http://medusagladiatrix.blogspot.de/
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