Wikinger Frauenkleidung

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Beitragvon Ramis » 21.09.2006, 19:22

@ Beate
vielen Dank, ích schau mal ob ich mir die Bücher irgendwo besorgen kann.
Ich hab mich mit Haithabu bisher nur recht oberflächlich beschäftigt, da unser Darstellung eher nach Südschweden geht (Birka).
Also hallo Nachbarin :-) ...
Ist aber bestimmt interessant, da ich jetzt schon 2x oben in Haithabu war und ich es super spannend fand, mehr darüber herauszufinden, bin also für jede Hilfe dankbar. Du glückliche hast es ja nicht so weit wie wir :buhaeh:
Hab das mit dem plissierten Unterkleid jetzt auch in einem anderen Buch gefunden und da steht es war definitiv aus Leinen. War also mein Fehler, frag mich was ich da wohl wieder durcheinandergebracht hab. :gruebel: wahrscheinlich das mit der gekreppten Wolle.
Das mit den Abnähern scheint aber zu stimmen, das hab ich mittlerweile nämlich aus mehreren Quellen... Vielleicht finde ich dazu ja nochmal was.
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Beitragvon Beate » 21.09.2006, 19:47

Ramis hat geschrieben:Ich hab mich mit Haithabu bisher nur recht oberflächlich beschäftigt, da unser Darstellung eher nach Südschweden geht (Birka).



Über Birka gibt es ja auch interessante Bücher. :-)

Trotzdem sollte man die Fundberichte über andere Ausgrabungsstätten nicht unbeachtet beiseite legen. Nicht nur, dass es interessante Querverweise gibt, der Vergleich mit den anderen Funden macht oft auch erst das Besondere und Typische des anvisierten Darstellungsortes deutlich.
Beate
 

Beitragvon Kraeuterengel » 19.12.2006, 22:00

Nachdem hier so viel über plissierte Kleider steht...
Wie macht man das?!?
Einfach größer nähen und dann eine Art "Gummizug" dadurch ? (ohne Gummi versteht sich ;-) ) Hab über die Suchfunktion nichts gefunden.Oder einfach zerknautschen...dann sind wohl all meine Klamotten plissiert... :wacky:
Die Zierflechten der Trägerrock-Rekonstruktion der Lodur-Sippe sehen auch sehr interessant aus,ist das Fingerloopbraiding?Hab da so gar keine Ahnung von...Werde mir diesen von mir unerforschten Teil des Forums gleich mal näher ansehen...
Will doch mal was "anständiges " nähen... :biggrin:

Liebe Grüße
Nadine
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Beitragvon steffi241 » 19.12.2006, 23:17

Hallo,

Plissee wird in sogenannten Plisieranstalten gemacht. Der Stoff (Leinen, Seide,...) wird zwischen wellige Formen gelegt (davon gibt es heutzutage unzähligen verschiedenen Formen) und mittels feuchter Hitze in diese "Wellenform" gepresst.

Das was du kennst mit den Gummibändchen nennt man "gesmokt" oder auch "gesmockt".

Hier mal was Plissiertes ----> http://www.cultura.mecd.es/museos/museodeltraje/galeria/img_46/MT88434.jpg
Liebe Grüße, Steffi

http://www.podol.de
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Beitragvon Beate » 20.12.2006, 12:19

Kraeuterengel hat geschrieben:Nachdem hier so viel über plissierte Kleider steht...
Wie macht man das?!?


Plissee sind kurz gesagt eingebügelte Falten.

Ist leider nicht sehr haltbar, also in einem plissierten Leinenkleid kannst du nur zu "Repräsentationszwecken" rumstehen. :biggrin: Ich bezweifle, dass so ein Kleid im Alltag getragen wurde.

Du könntest so ein Kleid dann wohl nur zu einer Modenschau tragen. Oder willst du nach jeder Veranstaltung die Falten neu machen? Sklaven, denen man so eine Arbeit aufbürden kann, hat man ja heutzutage nicht mehr... :devil:
Beate
 

Beitragvon Kraeuterengel » 27.12.2006, 16:32

Das mit den Sklaven ist sooo nicht ganz richtig... ;-)
Wir haben schon diverse Sklaven "gesammelt" und verkauft,vorzugsweise hübsche Männer,nicht zu mager,mit schönen langen Haaren und guten Zähnen,da reißen sich die Frauen drum ,aber die erfüllen dann andere Dienste als Hausarbeiten...:biggrin:
Nun ja,einfach dauernd Falten ins Kleid bügeln ist wohl nicht so das Wahre.
Ob die das damals wirklich gemacht haben?Hab´in mehreren Wikinger-Büchern Rekonstruktionen bzw. Bilder von plissierten Kleidern gesehen,und das wird auch oft als die typische Unterbekleidung beschrieben.
Das wird dann wohl erstmal abgehakt,ist ein Aufwand der wohl eh net den gewünschten Effekt hat...
Trotzdem Danke für die Info!
LG
Nadine
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Beitragvon Beate » 05.01.2007, 12:26

Kraeuterengel hat geschrieben:Hab´in mehreren Wikinger-Büchern Rekonstruktionen bzw. Bilder von plissierten Kleidern gesehen,und das wird auch oft als die typische Unterbekleidung beschrieben.


Guck dir die Zahl der Funde an, und wo die gefunden wurden (welche Gräber), und dann sag mir, ob du das plissierte Unterkleid noch für das typische Untergewand hälst. ;-)
Beate
 

Webtechnik?

Beitragvon succubus » 03.02.2007, 20:43

Es gehört wahrscheinlich langsam wirklich wieder zu den Webern... aber:
hier war die Rede von einer Speziellen Webtechnik, die das Plissieren imitieren soll. Wie soll das denn gehen?
Rein intuitiv halte ich es auch für wahrscheinlicher, dass man in Fundresten eine Webart nachweisen kann, als dass man "Bügelfalten" findet.
Für jegniche Information, auch konkretere Literaturangabe bin ich dankbar.
Nur eine Vollrecherche packe ich zur Zeit einfach nicht.

Vielen Dank schon 'mal und viele Grüße,

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Beitragvon Hîdril » 05.02.2007, 14:52

Ich habe vor Jahren im Wikingermuseum in Haithabu was gelesen, dass man dort wohl eine (kurze) Hose oder einen Rock, ich erinnere mich nicht mehr genau, gefunden hat, der/die pliseeartige Falten hatte, was vom Weben mit einem überdrehten Faden herrührte.

Damals fand ich Wikinger zwar schon sehr interessant, aber weiter auch nicht. Leider habe ich es seit dem ich "aktive" Wikingerin bin, nicht wieder geschafft, nach Haithabu ins Museum zu fahren. :blush:

Aber vielleicht hilft der Hinweis auf den überdrehten Faden ja weiter.
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Beitragvon marled » 05.02.2007, 15:19

Hm, genau das habe ich neulich irgendwo in einem Buch oder online-Dokument gesehen, weiß aber nicht mehr wo :gruebel:

Andere Möglichkeit Stoff zu raffen ist natürlich die Fadenziehmethode. Man kräuselt den Stoff ein, indem man einfach einen Faden aus dem Gewebe vorsichtig so anzieht, dass der Stoff sich an dieser Stelle in Falten legt.
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