Ton im Grubenbrand

Vom Tongewicht für den Gewichtswebstuhl über den Tonwirtel für die eigene Spindel bis zum Kugeltopf - hier wird getöpfert!

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Ton im Grubenbrand

Beitragvon Tara » 02.04.2013, 15:46

Hallo ihr Lieben.

Ich würde gerne ein paar Becher, Schüsseln und Co. aus Ton im Grubenbrand herstellen.
Hat hier einer von euch schon Erfahrung gesammelt?
Welchen Ton verwendete man damals im Mittelalter (9. Jhd.)?
Wie bereite ich den Ton vor um ihn zu brennen.
Wie brenne ich den Ton in der Grube und auf was muss ich dabei noch achten?

Würde mich über Tipps und Anleitungen freuen.
Ich hoffe dieses Thema wurde nicht schon mal behandelt. Hab zumindest nicht wirklich was gefunden.
Wieso, weshalb, warum??? Wer nicht fragt bleibt dumm!!!
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Beitragvon Serinde » 03.04.2013, 12:53

Gemacht habe ich so etwas noch nicht (aber schon darüber nachgedacht ;-) ) und hier kann man darüber lesen: Grubenbrand
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Beitragvon Tara » 03.04.2013, 14:57

Danke für den Tipp.
Dann werd ich mich dort mal durchlesen.
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Beitragvon Sleipnir » 15.04.2013, 08:51

Ton wurde und wird i.d.R. vor Ort gefördert. D.h. aus anstehenden Tonvorkommen wird das Rohmaterial gefördert und in der allernächsten Umgebung weiterverarbeitet. Ein Transport des Rohmaterials über lange Strecken war immer schon unrentabel(Ausnahme: moderner Künstlerbedarf). Die Aufarbeitung des Tones ist sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Beschaffenheit der Ton aufweist. Ton ist ja ein Gemisch von unterschiedlichen Mineralen, Schichtsilikaten, anderen Stoffen und Wasser. Ton "frisch aus der Grube" kann zum keramischen Arbeiten nur bedingt verwendet werden, da z.b. grobe Verschmutzungen entfernt werden müssen und je nach Beschaffenheit unterschiedliche Zuschlagsstoffe beigenmengt werden müssen. Daran hat sich seit Ewigkeiten nichts geändert. Moderne Maschinen ausgenommen. Das Prinzip ist jedoch das gleiche wie vor hundert, tausend und dreitausend Jahren.
IN der freien Wildbahn anstehenden Ton zu finden ist sicherlich sehr schwierig und bedarf eines geschulten Auges. Aber vieliecht hast Du Glück und in Deiner Nähe gibt es ambitionierte Töpfer, die sich mit den Gegebenheiten vor Ort auskennen und Dir entsprechend Tipps geben können. Alternativ kannst Du auch im Kunsthandel bereits fertig aufgearbeiten Ton kaufen, mit dem Du dann gleich in die Produktionsphase einsteigen kannst, das Ergebiss wird sich dann aber wohl doch erheblich vom historischen Original unterscheiden.
Einen mittelalterlichen Brennofen kann man jedes Jahr in Fredelsloh erleben. Das Keramik-Um dort zeigt außerdem eine sehr aufschlußreiche Austellung zum Töpfereiwesen in Fredelsloh. Absolut empfehlenswert.
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Beitragvon Frettchenmutti » 21.05.2013, 14:45

Hey Tara,

Witzig wir wollten uns, sobald das Wetter mal besser ist in unserem "Garten" (so schimpft sich jedenfalls der Urwald den wir auf ner ehemaligen Obstplantage haben) mal an einem Grubenbrand versuchen, einfach um zu sehen was für Temperaturen wir hinbekommen. Ein Mitglied unserer Gruppe hat wohl eine Anleitung mit Schamottsteinen gefunden die praktisch zur Isolation und Wärmespeicherung dienen, dazu hebt man noch einen "Kanal" zur Luftzufuhr aus und so sollen wohl hohe Temperaturen erzeugt werden. Da werde ich auf jeden Fall mal versuchen Keramik zu brennen :)

Vielleicht kann man das ja auch irgendwann mal zusammen machen, falls sich das Prinzip bewährt.

LG

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Beitragvon Tara » 21.05.2013, 14:49

Sag einfach bescheid wenn ihr das macht.
Wäre gern dabei XD
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Beitragvon Frettchenmutti » 22.05.2013, 00:01

Alles Kloar XD

Sobald es in Hamburg und Umgebung aufhört zu pissen wird es wohl endlich mal losgehen.

Wäre schon schön wenn die Grube für den Brand auch ein wenig trocken ist ;-)

Aber ja ich sag dir bescheid :-)
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Beitragvon Tara » 22.05.2013, 07:05

Super.
Danke.
Dann hoffe ich mal, dass ich das We auch Zeit habe.
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Beitragvon Frettchenmutti » 26.05.2013, 14:40

XD ja irgendwas ist ja immer nä
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Beitragvon Sheela » 30.05.2013, 12:03

Wow! Das ist aber eine sehr schöne Idee! Ich glaube das ich das auch versuchen werde.
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