Rennspindel/Dreule

Hier könnt Ihr Begriffe aus dem Bereich Handwerk definieren oder erklären, die dann in ein Fachwörter-Lexikon oder auch Glossar aufgenommen werden sollen.

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Rennspindel/Dreule

Beitragvon Sleipnir » 09.03.2007, 12:43

Dann laßt uns doch endlich mal hier in der Handwerksabteilung was schreiben, ich fang da mal an. ( :hand: Melni)

Die Dreule oder Rennspindel - plakativ gesagt - die Bohrmaschine des Mittelalters.
Die Dreule besteht aus einer senkrecht stehenden Achse, einem Schwunggewicht, einer Aufnahme für Bohrer und einem Querholz. Dieses Querstück ist am oberen Ende der Bohrachse mit einer Schnur befestigt. Durch spiraliges aufdrehen der Schnur wird die Dreule "betriebsbereit" gemacht. Setzt man nun den Bohrer auf das Werkstück und beginnt mit gleichmäßigen Pumpbewegungen das Querholz zu heben und zu senken, erhält man ein - Loch. :wideeyed:

Rennspindeln werden meines Wissens nach noch heute im Goldschmiedebereich benutzt, da sie sehr langsam drehen und eine Materialerhitzung somit fast ausscheidet.

Wie sieht es aber aus mit Bohrerwechsel? Weiß jemand, ob es Rennspindeln gab, bei denen die Bohrer gewechselt wurden, oder gab es für jeden Bohrertyp eine eigen Spindel? Kennt jemand zeitlich datierbare Belege ab wann Rennspindeln in Gebrauch sind?
"Die Nacht bricht an und meine Wache beginnt. Sie wird erst mit meinem Tod enden. Ich bin das Schwert in der Dunkelheit.Ich weihe mein Leben und meine Ehre der Nachtwache, für diese Nacht und allen Nächte, die kommen werden."
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Beitragvon Claudia » 12.03.2007, 10:09

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