Hallstatt Borte II

Hier geht es um Bänder nach historischen Vorlagen. Wer hat Vorlagen, aus welcher Zeit gibt es welche Funde?

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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon Brettchenweber » 12.11.2016, 18:14

Hallo miteinander!

Ich hab das mal getestet, in ein C5 Kuvert bringt man ca. 60 lfm Garn unter, um die zulässige Dicke von 5 mm nicht zu überschreiten. Die Menge reicht sicher für ein nettes Bändchen. Bitte mir also Eure Postadressen per PN mitzuteilen. Bitte etwas Geduld, da Economy Brief von Österreich nach Deutschland bis zu 10 Tage dauern kann.
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon marled » 22.11.2016, 16:14

Mal rein interessehalber: Warum nimmst du Einfachgarn?
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon Brettchenweber » 22.11.2016, 18:15

Hallo Marled!

Also grundsätzlich war ich eigentlich nur auf der Suche nach feiner Wolle zum Färben und Verweben. Bei uns im Handel, aber auch im Internet fand ich selten passendes Material (Lace Garne waren häufig Mischfasern, ich hab dann aber reines Wollgarn gefunden das aber 2-fach gezwirnt war). Der von mir gefundene Betrieb produziert dieses Single Garn auf Lager es ist daher immer verfügbar, man hatte mir auch ein 2-fach gezwirntes in der gleichen Stärke angeboten (dieses hätte aber in der Spinnerei extra hergestellt werden müssen, und über den Preis oder die Mindestabnahmemengen haben wir nicht mehr gesprochen). Grundsätzlich bin ich Kunsthandwerker und kein Archäologe, wollte aber auch für die Hallstattborten (oder auch für Bänder aus Anatolien von denen ich eine Reihe rekonstruiert habe --> Sammlung Foitl) eben auch mal Wolle verwenden. Soweit ich glaube zu wissen, wurden für die Hallstatt Borten und Hochdorf Borten auch Single Garne verwendet. Lediglich für die Borte aus Hallein wurde auch gezwirntes Garn verwendet. Ich hatte außerdem gehofft ev. S und Z Garn zu ergattern um Spinnrichtungsmuster mit Brettchen zu erzeugen.
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon marled » 22.11.2016, 20:27

Laut meiner Literatur sind alle Hallstattborten mit Zwirn gewebt worden, mit wenigen Ausnahmen bei Einzelbrettchen die mit Singlegarn bezogen waren. Hatte mich halt über deine Aussage gewundert, weil bei den meisten Brettchenborten, die ich kenne, Zwirn verwendet wurde, auch aus späterer Zeit. Sogar bei den Seidenborten aus dem Hochmittelalter wurde Zwirn verwendet.

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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon Brettchenweber » 23.11.2016, 07:39

Hallo Marled!
Danke für die Info, in meinen Unterlagen ist immer nur die Rede von S und Z gedrehtem Garn, dass es sich dabei um verzwirnte Garne handelt ist nicht explizit angegeben. Muss ich halt doch noch auf das Angebot des Garnerzeugers zurück kommen und ein verzwirntes Garn fettigen lassen um noch näher an das Original zu kommen.
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon marled » 23.11.2016, 09:35

Ja, und wenn das denen nicht zuviel wird, kannst du auch nach s- und z-GEZWIRNTEM Garn fragen, das wurde nämlich auch verwendet!
Lieben Gruß

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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon Brettchenweber » 03.12.2017, 19:06

Hallo miteinander!

Aus Lust am experimentieren - altes Muster in neuem Gewand - Hallstatt trifft auf Seide und Kupfer-metallicgarn. Leider bringt das Foto den Glanz des Garns nicht so zur Geltung.
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon blue » 03.12.2017, 19:37

Schön wie immer. Was hast du für ein Garn genommen?
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon Brettchenweber » 03.12.2017, 20:27

Hallo Blue!
Die Seide war von Schmetz und das metallic Garn von der Fa. Gründl "Glitter Uni" kupferfarben (85% Viskose mit metallisiertem Polyestergarn, 25 g/110 lfm). Wurden gerade neue Einfärbungen bei uns angeliefert u.a. auch dabei ein polychromes metallic Garn, das sehr stylisch aussieht.
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Re: Hallstatt Borte II

Beitragvon WickedWeaver » 03.12.2017, 20:36

Uiiii... schick! Ein Augenschmaus wie immer bei dir, sehr schön geworden :anbet:
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