Wann Was Wo

Hier geht es um Bänder nach historischen Vorlagen. Wer hat Vorlagen, aus welcher Zeit gibt es welche Funde?

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Beitragvon Flinkhand » 30.05.2006, 18:08

Das hört sich total klasse an!!! Suuuuper Idee! Ich bin hellauf begeistert!

Noch ein paar Anmerkungen dazu:

1) Bilder grundsätzlich nur von eigenen Rekos - das wurde schon gesagt und ich find's klasse!

2) Musterbriefe: Wenn sie selbst erarbeitet sind und nicht dem Copyright unterliegen --> ab in Babettes Editor damit! Und dann einfach einen Verweis dorthin machen :biggrin:

3) Eine solche Datenbank verdient eigentlich internationalen Status (die Literatur dazu ist eh meist in Englisch). Also wenn schon denn schon englisch!

4) Anzahl der Brettchen (Muster und Rand) - wäre prima, wenn man das so eintragen könnte.

5) "Verwendung" ist relativ schwierig zu selektieren bzw. danach zu suchen. Der eine sagt "Ärmel", der nächste "Bund", wieder einer "Gewandungszier" ... also relativ schwammig. Das sollten wir vielleicht dem Freitextfeld überlassen, oder?

6) Autor: Wenn wir eine DB aufsetzen, sollte sichergestellt sein, daß man nachvollziehen kann, von wem der Beitrag stammt - so anonymes Wirrwar ist nicht sehr verläßlich, finde ich. Schließlich soll es ja ansatzweise wissenschaftlich sein.

Was meint Ihr?
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Beitragvon Babette » 31.05.2006, 08:01

Zu Punkt 6:

Das entscheidet die Person auf dessen Webspace das landet. Sollten die Daten bei mir liegen, pflege ich sie entweder selbst oder gebe höchstens ausgewählten Leuten den Zugriff. Ich bin halt was sowas angeht nicht sehr riskiofreudig, habe aber kein Problem damit wenn ich nur das Tool erstelle und es dann in treue Hände weitergebe.
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Beitragvon Flinkhand » 31.05.2006, 20:01

Also ich wäre ja total happy, wenn ich mich nicht darum kümmern müßte - ich weiß zwischen Arbeit, Forum, Flinkhand-Shop und ach ja, nebenbei mache ich ja auch noch Handarbeiten, wenn ich dazu komme ( :wacky: ), langsam eh nicht mehr, was ich zuerst machen soll... :blush:
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Beitragvon blue » 01.06.2006, 12:15

Flinkhand und wie sieht es mit Freunden, Bekannten und Familie aus.
Ich kann mich nur immer wieder wundern, wie du das alles machst. Und was für ein super toller liebenswerter Mensch du dabei bist!
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Beitragvon Rigana » 01.06.2006, 12:31

International finde ich eine gute Idee, aber da wir uns nunmal aus größtenteils deutschsprachigen Leuten zusammensetzen, könnten wir englisch und deutsch zusammenwerfen.

Ich würde diese Datenbank auch nicht als ein Objekt einstufen, das wir nun mal schnell in ein paar Wochen vollpumpen und dann stehen lassen, sondern als etwas, in das immer wieder neue Dinge einfließen könnten. Beispiel: irgendwer stößt in 2 Jahren auf eine Publikation, in der ein vorderasiatisches Spruchband abgebildet ist und teilt die erforderlichen Daten dann dem Verantwortlichen mit.

Wie machen wir das mit Katalogisierungen anderer Leute? Nancy Spies hat in ihrer Publikation einen Riesenkatalog von broschierten Bändern - die Muster sind ja nur ein Ausschnitt des gesamten Komplexes. Wenn wir daraus schnöd die Angaben kopieren, fände ich das nicht so gut - zumindest nicht ohne Absprache mit ihr!

Alleine die bibliographischen Angaben im Collingwood und bei der Spies geben lange Arbeit auf.

Wie soll der Datenzulauf erfolgen? Ist das hier nur ein Aufruf an alle Flinkhänder, ihr bibliographisches Wissen über Bandfunde einzugeben (bzw. per Mail an den Verantwortlichen zu schicken, der sie dann eingibt) oder soll das noch übergreifender gemacht werden? Dabei denke ich beispielsweise an die diversen Brettchenweber-Mailinglisten weltweit.

@Flinkhand
Brettchenzahl finde ich bei einer Datenbank erstmal nicht allzu wichtig. 1. ists oft sehr spekulativ und Interpretation des Autors, wieviele Brettchen in einem erhaltenen Gewebefetzen tatsächlich verwendet wurden und 2. für die Hauptfrage des Suchenden (z.B. Gibt es broschierte Brettchengewebe aus dem 6. Jahrhundert in Süddeutschland?) auch nicht so relevant. Oft ist man froh, überhaupt etwas zu haben.

Autor? Wen meinst du damit? Der Autor der Publikation oder der Typ, der das Band für die Datenbank freigibt? Als Autor würde ich jetzt den Menschen bezeichnen, der die Publikation verfasst hat, in der das Band beschrieben/erwähnt (meist ja leider nur erwähnt) wird.

Verwendung ist wirklich schwierig. Einmal kann man ja schon zwischen weltlicher und geistlicher Verwendung unterscheiden (zumindest in unsererm Kulturkreis), dann auch noch weitere Dinge.. Mir ging es bei Verwendung um Grobunterscheidungen wie z.B. Bordüre (an was, nur wenn eindeutig feststellbar!), Gürtel, Pferdehalfter, Wickelband etc.

Man kann ja schon froh sein, wenn man mehr über ein Stück erfährt als dass es ein Band war, das in Grab XY gefunden wurde :wacky:

Liebe Grüße,
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Beitragvon steffi241 » 01.06.2006, 13:50

Rigana hat geschrieben:Beispiel: irgendwer stößt in 2 Jahren auf eine Publikation, in der ein vorderasiatisches Spruchband abgebildet ist und teilt die erforderlichen Daten dann dem Verantwortlichen mit.


Das wäre ja dann sowas wie eine Literaturliste. Sowas gibt es schon und zwar bei Carolyn Priest- Dorman

Ich dachte bei der Idee eher an Sachen, die man nachgewebt hat. Mit denen man Erfahrung hat. Oder an denen man arbeitet und möchte viell. Leute finden die Lust haben sich an der Arbeit zu beteiligen :gruebel:

So, dass man auch ein Bild zeigen kann. Oder habe ich das Konzept nicht verstanden??? Bin mir gerade unsicher, was genau jetzt eigentlich geplant ist :wacky:
Oder geht es rein um das erfassen von Bändern, so nach dem Motto, wo wurde was gefunden, wie alt , da und da gibt es Infos darüber. Also quasi eine Sammlung aller Bänder die man findet?
Denn das würde ja bedeuten, beispielsweise alle Bänder die in Birka gefunden wurden, mit Grabnummer und ähnlichem, einzeln aufzuführen. Ist das so gemeint?
Liebe Grüße, Steffi

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Beitragvon Babette » 01.06.2006, 14:05

@Steffi: Ja, dass ist gemeint. Nur wenn selbst erstellte Repliken und selbsterstellte Anleitungen vorhanden sind, kommen die dazu.

Auf die Idee gekommen bin ich weil ich am WE, wieder einer Wiki-Gruppe erzählen musste das Widderhorn nicht "A" ist, aber auf die Frage was denn dann erst einmal keine Antwort wusste. Nachdem ich im Collingwood befragt hatte war ich dann doch arg überrascht. Und habe mich auch spontan gefragt ob das alles ist, und ob es nicht doch noch mehr Funde gibt.
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Beitragvon Rigana » 01.06.2006, 14:41

@Steffi cool :-) Die Seite kannte ich noch gar nicht. Und dabei war ich mir sicher, ich hätte die Seiten von Carolyn Priest-Dorman durch.

Ich denke nur, dass es durch eine Datenbank evtl. leichter wäre, etwas zu finden als durch eine Literaturliste.
So könnte man z.B. nach Jahrhunderten sortieren und dann schauen, wer das publiziert hat anstatt sich durch Publikationen zu wühlen, um z.B. was zum 12. Jh. zu finden.
Desweiteren wäre ich auch nicht abgeneigt, Brettchengewebe nach 1600 und auch aus aller Welt zu erfassen. Wenigstens irgendwann mal :wacky:

@Babette jaja, die Widderhörner :biggrin:

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Beitragvon steffi241 » 01.06.2006, 18:16

Ja, auf der Seite von Frau Priest- Dorman habe ich glaub ich auch immer noch nicht alles gefunden, weil sie keine richtige Navigation hat :dizzy:
Naja, so bin ich dann glücklich, wenn ich mal wieder was Neues entdecke :-)

Aber die Literaturliste ist Gold wert. Ich habe mir schon wieder eins dieser Bücher über die Fernleihe bestellt und warte schon ganz gespannt. Aber du hast recht, es steht zwar unter jedem Buch, welche Borten sich darin befinden, aber sie durchzusehen ist bisweilen mühsam.

Man könnte ja zu den Borten noch die Publikationen (Quellen) hinzufügen.
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Beitragvon Babette » 02.06.2006, 07:32

steffi241 hat geschrieben:Man könnte ja zu den Borten noch die Publikationen (Quellen) hinzufügen.


Das muss man schon aus rein rechtilichen Gründen ;-) Und nützlich ist es ausserdem.
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