Wann Was Wo

Hier geht es um Bänder nach historischen Vorlagen. Wer hat Vorlagen, aus welcher Zeit gibt es welche Funde?

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Beitragvon Rigana » 02.06.2006, 08:38

Rigana hat geschrieben:Mir würde auch das Skelett genügen mit:
Was (Band XY 1)
Wann (z.B. 12. Jahrhundert)
Wo gefunden (z.B. Kirche in YZ)
Verwendung (z.B. Bordüre an Tasche)
Quelle(n) (z.B. Spies, Ecclesiastical Pomp; Lieschen Müller, Die Textilfunde der Kirche in YZ...)


An Quellen wurde schon gedacht ;-) Das ist auch immens wichtig, weil ja nicht zu jedem erwähnten Band auch eine Reko besteht bzw. attraktiv ist. Wenn ich da an die ganzen brettchengewebten Tuchkanten denke... nicht alle haben da Thorsberg-Format...

Liebe Grüße,
Rigana
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Beitragvon Grace » 29.11.2006, 14:16

Hallo,

ich wollte mal nachfragen, was aus diesem Projekt geworden ist.
Grace
 

Beitragvon Babette » 29.11.2006, 15:03

Unter anderen Arbeiten verschüttet, aber ich werde es wieder ausgraben versprochen. :blush:
Das Leben ist nicht fair :-)
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Beitragvon Grace » 29.11.2006, 17:53

Hallo,

ist ja eigentlich nicht schlimm, nur schusselisch, wie ich bin hab ich einen eigenen tread aufgemacht und sowas ähnliches gefragt. Ich dachte, weil hier so lange nicht gepostet wurde, mach ich besser was neues auf. :undecided:


Vielen Dank babette
Grace
 

Beitragvon Rigana » 30.11.2006, 11:08

Mitnichten!

Hier gibt es - im Gegensatz zu anderen Bereichen - kein Pruning, bei dem nach einiger Zeit Inaktivität gelöscht wird.
Nur weil ein Thread älter ist oder länger nicht beantwortet wurde, bedeutet das nicht, dass das Thema durch ist. Es ergeben sich immer noch neue Fragen oder die Forschung ist weiter oder man findet jetzt erst die Zeit, sich dem zu widmen etc...
Das ist doch das schöne, dass das Geschriebene stehen bleibt und man so auch ein Thema wieder aufgreifen kann, wenn es akut wird. Es erspart nicht nur eine Wiederholung des bereits (ggf. mehrfach) Gesagten, sondern sorgt auch für eine bessere Übersichtlichkeit in den Themenbereichen. Gleichartige Threads irgendwann beim Forenputzen zusammensuchen und zusammenfügen bedeutet ja auch Arbeit (und ich bin faul! :biggrin: )
Außerdem wäre ja dann unsere wunderbare Suchfunktion unnötig. Sie soll ja dabei helfen, auch alte Sachen wiederzufinden.
Alt bedeutet nicht immer unnütz!

Das ist wie ältere Bücher... du kaufst dir einen Roman doch auch nicht neu, nur weil der olle jetzt schon 3 Jahre im Regal steht ;-)

So... jetzt bin ich genug abgeschweift...

Es wäre toll, wenn das Projekt irgendwann starten würde, aber ich denke, so ein Mammutding braucht seine Zeit und auch Menschen, denen es möglich ist, Zeit hinein zu investieren.

Liebe Grüße,
Rigana
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Beitragvon Sturmkuchen » 30.11.2006, 12:20

Juhuu!
Ich habe mir allen Ernstes vorgenommen zwischen den Tagen mal in unsere Uni- und Stadtbibliothek in Köln zu gehen und dort zu forschen. Welche Stichworte gibt es denn?

Hochdorf
Birka
Thorsberg
Mammen
Oseberg
....

Im Internet habe ich schon mal im Katalog nachgeschaut und unter "Brettchenweben" oder "Brettchengewebe" war nix zu finden. Unter "Hochdorf" hat er dann was ausgespuckt.

Liebe Grüße
Sturmkuchen
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Beitragvon Grace » 30.11.2006, 20:57

Ich bin derzeit international auf der Fahndung nach einer Dipl.-Arbeit über Kleidung, Weben, usw. bei der evtl. was über Brettchenweben enthalten ist. Eine Bekannte meint sich an soetwas aus ihrem Studienjahr in Wales zu erinnern, aber ihr fällt der Name nicht ein... also such ich mal wild drauf los

Jetzt bin ich zwar mit meinem eigentlichen problem nicht weitergekommen, aber zumindest hab ich leben in dieses Topic gebracht.... auch was wert :biggrin:
Grace
 

Beitragvon Dachs » 04.12.2006, 09:03

Hallo Grace, hallo Sturmkuchen,
soweit braucht ihr garnicht suchen.
Ein großer Teil der Info´s läßt sich hier im Forum finden.
Z.B. die Literaturangaben zur den Hochdorffunden oder die Angaben zu den Birka Funden.
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Beitragvon Grace » 04.12.2006, 09:59

Hallo Dachs,

mir ging es nicht in erster Linie um Birka oder Hochdorf, denn da sind die Infos wirklich wesentlich breiter gestreut, als z.B. über *originale* Muster aus dem 13. Jahrhundert (wofür ich gerade etwas suche).

Das Forum bietet hier wirklich einen idealen Ausgangspunkt und viele Infos, aber trotzdem halte ich die Idee nach wie vor für gut, alles mal zusammenzufügen, und so eine Art Katalog herzustellen, in dem den Benutzern hier das Suchen nach zeitlichen Funden etwas erleichtert wird.

Beim duchstöbern der Beiträge ist mir aufgefallen, dass dann zwar der Hinweis kommt: 'ja gibt es, aber nur im clerikalen Bereich', oder 'ja schon, aber broschiert' oder auch: 'die Bänder waren meist mit Seide gearbeitet'. Nur die ursprüngliche Frage nach dem Muster ist damit nicht beantwortet.

Mir macht es z.B. Spass, Borten zu weben, auch wenn ich die jetzt nicht gerade für ein Kleidungsstück brauche. Das 'wilde weben' :wacky: frei nach dem Motto, gib mir ein Muster und ich webe es, macht mir nicht mehr so viel Spass. Ich möchte jetzt Originale weben, wobei ich noch nicht so gut bin, ein Bild zu sehen und davon dann einen Webbrief erstellen zu können. Das kommt dann danach irgendwann :-) .

Den Staudigel hab ich jetzt endlich, aber da hats eigentlich nur orientalische Muster drin. In anderen Büchern, die ich habe, sind zwar Muster drin, aber ohne Zeitangabe. Für den Collingwood stehe ich für eine fernleihe auf einer Warteliste. Da komm ich in frühestens 8 Wochen dran. Aber, Ungeduld lässt grüssen, solange will ich halt nciht warten.... :devil:
Grace
 

Beitragvon Rigana » 04.12.2006, 11:02

Wenns dir wirklich so sehr um historische Muster geht, kommst du um das Buch von Spies gar nicht herum (gekauft oder geliehen). Da ist ja mehr drin als die broschierten Dinge, zu denen es auch nur teilweise die nachwebbaren Muster gibt. Die Literatur- und Fundstückliste im hinteren Teil ist sehr groß. Manchmal ists aber auch so, dass sich nicht mehr sagen lässt zu einem Teil :wacky: Wenn es schlichte mittelalterliche Bänder gibt ohne Broschur ist mit z.B.
Material: Seide
Farbe: vermutlich rot, heute rotbraun
Breite: 0,8cm
erhaltene Länge: 25cm
meistens alles gesagt... Mit Glück bekommst du noch eine vermutete Fadenzahl (aus der du dann die Brettchenzahl errechnen oder erahnen könntest) und es hat sich tatsächlich noch einer die Mühe gemacht, genauer hinzuschauen, um evtl. noch Musterungen zu erkennen und erwähnt noch, wo sich der Bändel befand :wacky:

Und nach diesen Angaben durchkämmt man womöglich noch den dicksten Schinken zum Domschatz XY und findet das Ganze in einer Fußnote :-( Oder bei weltlichen Dingen den Ausgrabungskatalog mit den Fundstücken (ohne Register *seufz*).
Recherche ist grausam und um so mehr schätze ich die Arbeit von Collingwood und Spies. Ebenso freue ich mich über textilbezogene Arbeiten wie z.B. die zu Hochdorf oder Birka.

Achja: das Band da oben entspringt leider meiner Fantasie und nicht irgendeinem Grab, sollte nur als Beispiel dienen...

Liebe Grüße,
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