Seifenrezepte und Zutaten

Wie man Seife selber macht und wie man gute Düfte da hineinbekommt.

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Beitragvon Tjorven » 17.04.2006, 07:33

Guten Morgen, dragon!

Ich habe gestern mal die Seifen kontrolliert, die Rosenseife ist noch ziemlich weich, sollte ich sie besser noch ein bißchen offen hinlegen, bringt das was? Bis jetzt war sie in dem Butterbrotpapier eingewickelt, eben, wegen der Sodaascheschicht... Hast Du schon mal den pH getestet? Ich finde mein Papier nicht mehr wieder, aber ich geh gleich nochmal suchen.

Die Tage will ich mal eine reine Schweineschmalzseife ausprobieren, die soll sehr schön werden aber etwas fettig riechen - da müssen wohl erstmal ätherische Öle her :biggrin: , wo hattest Du denn dieses Nag Champa her?!
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Beitragvon Jolande » 13.07.2006, 20:44

Da ich mich grad mal informieren wollte, wie das denn so geht mit dem Seifenmachen: Wer hat denn schon seine Seifen ausprobiert? *kräftig das Thema nach oben schiebt*
Gehabt Euch wohl und Gott zum Gruße!
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Beitragvon Tjorven » 14.07.2006, 11:00

Jau, haben wir, guck´mal hier:

Seife vom FHT
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Zuhause Sieden?

Beitragvon Jan8456 » 04.07.2008, 22:19

Hallo alle zusamen,
ich bin wie man vileicht merkt neu hier im Forum weil ich auch Seifensieden möchte.
Aber meine Mutter meint das das nicht so einfach ginge weil das beim Sieden
zu doll "stinkt" :dizzy: :undecided: :sauer: :patsch: :nixweiss: :motz: !
Nun wollte ich mal wissen ob das mit dem "stark richen" während der herstellung wirklich so ist. ? :gruebel: :lesen:

Ich hoffe das ich bald eine Antwort auf meine Frage bekomme.

Nette grüße Jan8456
Es ist nicht so wenn du denks was ich denke was du denks, denn das denken der gedanken ist ein gedankenloses denken, darum denke nicht gedacht zu haben! :)
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Beitragvon Tjorven » 05.07.2008, 07:34

Bevor du dich jetzt ans Seife sieden machst - da wird mir sehr starker (ätzender) Lauge hantiert, auch die Rohseife ist immer noch ätzend und mit Vorsicht zu genießen. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, Spritzer in die Augen können zur Erblindung führen und ich kann verstehen, wenn dir deine Mutter DAS verbietet.

Naja, stinken tut bei der Herstellung von "moderner" Seife aus Pflanzenölen eigentlich gar nix - nur eben die Dämpfe von der Natronlauge sind gesundheitsschädlich und sollten nicht eingeatmet werden - also besser nach draußen gehen damit!

Gestunken hat es sicherlich früher, wenn Tierkadaver und Schlachtabfälle ausgekocht wurden, um an das Fett zur Verseifung zu gelangen - mit Olivenöl und Co. hat man da zum Glück keine derartigen Nebenwirkungen :biggrin: .
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Doofe Frage

Beitragvon Schneiderschneck » 23.03.2009, 19:15

Moin,
ich habe jetzt diverse Seifenanleitungen gelesen, und in vielen wurde geraten, das Werkzeug, das man zum Seifesieden verwendet, nur noch für Seife zu verwenden.
Mir will das nicht einleuchten - die meisten verwendeten Öle (jedenfalls die, die ich verwenden will) sind Speisefette, und Lauge sollte doch eigentlich schön sauber machen, oder?
Ich würde also meine "normalen" Utensilien zum Seifesieden nehmen und anschließend in der Spülmaschine wieder kochtauglich machen. Warum sollte das nicht gehen?
Lg,
Hanna
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Beitragvon Lawzina » 23.03.2009, 19:59

Würd ich auf keinen Fall machen.
Geräte die in Kontakt mit der Seife bekommen sind sollte man wirklich nicht mehr für Essen benutzen.
Ich benutze die Sachen auch nur noch für Seife oder zum Beizen/färben.

Die Becher die man zum Abmessen der Öle und Fette verwendet, kann man auch für anderes nehmen, aber ich nehme da eh meistens alte Joghurtbecher/Eimer und sowas
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Beitragvon Radegunde » 24.03.2009, 09:33

Hallo zusammen,
Folgendes Zitat ist zwar schon 'ne Weile her:

Man kann übrigens statt der Natronlauge auch Soda (Natriumcarbonat) verwenden, ein Verfahren, das schon bei den alten Ägyptern bekannt war.


aber weiss jemand, wieviel Natriumcarbonat welche Menge an Natronlauge ersetzt? Oder ist es schlicht die gleiche Menge?
ich möchte Natronlauge nicht bei mir herumstehen haben, aber mit Natriumcarbonat würde auch ich mich ans Seifesieden wagen!

Grüssle
Radegunde
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Beitragvon dragon » 24.03.2009, 10:08

Hallo Radegunde !
Natriumcarbonat ist NICHT dasselbe wie Natronlauge ! Man kann Natronlauge ( chemisch: NaOH) nicht durch Natriumcarbonat bzw. Soda ersetzten (chemisch: Na2CO3) !!! Beim Verseifungsprozess braucht man die OH-Gruppen von der Natronlauge, mit Soda funktionier das ganze nicht. Ein leider sehr verbreiteter Denkfehler. Wenn du mit der Natronlauge vorsichtig umgehst, Schutzbrille und Schutzhanschuhe nimmst, und zum anrühren nach draußen gehst ist das auch nicht gefährlich. Hast du z.B. Kloreiniger oder Abflussfrei im Bad oder ein Bleichmittel ? Die sind in etwa genauso gefährlich. Also trau dich und mach deine erste Seife mit Natronlauge.

Gruß, Nadine
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Beitragvon Radegunde » 24.03.2009, 18:47

Liebe Nadine,
danke für die schnelle Antwort!
Nee, so scharfe Kloreiniger und Abflussfrei hab' ich nicht (wir sind nicht an ein öffentliches Abwassersystem angeschlossen, sondern haben ein individuelles Abwasserentsorgungssystem auf Bakterienbasis - daher muss alles, was ins Klo oder Spülbecken kommt bio und öko sein, damit die zarten Bakterien keinen Schaden nehmen!)
Und alles, was nach ätzender oder giftiger Chemie aussieht, kommt mir nicht ins Haus! Irgendwo habe ich gelesen, dass beim Seifesieden mit Natronlauge immer alles pikobello sauber und aufgeräumt sein muss, damit nicht auch die kleinsten heruntergefallenen Krümelchen von NaOH irgendwelchen Schaden anrichten können. Und ein solches Ideal ist bei mir leider vollkommen illusorisch (ja ja ich schäme mich ja schon :blush: )

Viele Grüsse
Radegunde
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