Gewichte für einen Gewichtswebstuhl

Was man nicht kaufen kann, muß man sich eben selber bauen. Hier geht es darum, wie man sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte von der Dreule bis zum Gewichtswebstuhl selber bauen kann.

Moderator: Moderatoren

Beitragvon N.R.U. » 20.06.2005, 12:55

Dido hat geschrieben:Huhu,
also Sandsäckchen sind sicher nicht belegbar. Auch wenn es sie gegeben haben sollte, wären sie vergangen...
Naja, Tongewichte hat man gefunden.
Hier herum sind ein paar Leute, die mit Sandsäckchen weben, ich kann nix dazu sagen.
Ich hab ja noch keinen Webstuhl (er kommt aber näher )

Danke für den netten Link! Ich hab nach sowas gegoogelt aber nix gefunden gehabt

Ja spinnt die?
www.die-fliegende-spindel.de
Dieser Beitrag ist ein Zitat eines Users aus dem alten Flinkhand Forum, der sich im neuen Forum noch nicht registriert hat (N.R.U. = nicht registrierter User). Diese alten Beiträge wurden hier übernommen. Eine Zuordnung ist derzeit nicht möglich.
Benutzeravatar
N.R.U.
nicht registrierter User
 
Beiträge: 2092
Registriert: 22.04.2006, 19:30

Beitragvon Rigana » 20.06.2005, 16:51

Sandsäckchen finde ich - auch wenn nicht belegt - gut, um überhaupt erst einmal heraus zu finden, wieviel die Gewichte denn wiegen sollen.
Ist das geklärt, kann es an die Fertigung von "richtigen" Webgewichten gehen.

Ton wird tatsächlich schwerer beim Brennen? Hätt' ich nicht gedacht, wegen Feuchtigkeitsverlust etc...
Schön, dass man immer wieder dazulernt

Liebe Grüße,
Rigana

www.wirweben.de
Benutzeravatar
Rigana
Moderatorin
Moderatorin
 
Beiträge: 3700
Registriert: 23.12.2005, 20:11
Wohnort: Bad Kreuznach

Beitragvon N.R.U. » 20.06.2005, 17:14

Dido hat geschrieben:Naja, Ton oxydiert bzw reduziert beim Brennen. Da wird Sauerstoff bzw Kohlenstoff eingelagert, deshalb wird er schwerer. War mir auch neu.
Mit schwerer meine ich, im Vergleich zum durchgetrockneten Ton. Also kurz vorm Brand zu kurz nach dem Brand.

Ich denke, wenn man den frisch geformten Ton vergleicht, ist er wohl nach dem Brand leichter.


Ich würde ja auch Sandsäckchen zum Versuch nehmen. Aber da ich die Gewichte unbedingt vor dem Webstuhl haben muss ...

Ja spinnt die?
www.die-fliegende-spindel.de
Dieser Beitrag ist ein Zitat eines Users aus dem alten Flinkhand Forum, der sich im neuen Forum noch nicht registriert hat (N.R.U. = nicht registrierter User). Diese alten Beiträge wurden hier übernommen. Eine Zuordnung ist derzeit nicht möglich.
Benutzeravatar
N.R.U.
nicht registrierter User
 
Beiträge: 2092
Registriert: 22.04.2006, 19:30

Beitragvon wurm » 04.05.2006, 20:38

als ich letztens einen Gewichtswebstuhl bauen sollte, habe ich mir für die Gewichte etwas Ton aus dem Bastelladen gekauft, auf dem Backblech eine etwa 3 cm dicke Schicht geformt und aus dieser Platte dann mit einer Blechdose ohne Boden und Deckel runde Formen ausgestochen, wie Weihnachtskekse.
Diese Lehmkekse bekamen in der Mitte noch ein Loch und wurden dann getrocknet, aber nicht gebrannt.
Nach drei Wochen waren sie durchgetrocknet und durch das Loch kam ein Faden, der wiederum an die Kettfäden gebunden wird. Also nicht Kettfäden und Gewicht direkt verbinden, das zerstört zu sehr die Kettfäden und macht sie schmutzig, wenn der Ton nicht gebrannt ist.
Benutzeravatar
wurm
Gräfin / Graf
Gräfin / Graf
 
Beiträge: 540
Registriert: 04.05.2006, 09:04
Wohnort: Berlin, Prenzlauer Berg

Beitragvon Wasmunt » 28.01.2007, 17:48

Nachdem ich auch schon mal einen Gewichtswebstuhl gebaut habe, hier einige Erfahrungswerte von mir: Die Donutform ist sehr sinnvoll, da man ja noch Reserven in der Kettenlänge braucht, die um diese Gewichte gewickelt werden müssen. Dies funktioniert damit sehr gut, allerdings gibt es zwei Punkte zu beachten, die sich leider nicht gut vereinbaren lassen: Einerseits müssen die Gewichte einen runden Querschnitt und eine möglichst glatte Oberfläche haben um ein Aufrauhen des Garnes zu vermeiden. andererseits sollte man einen recht grob schamottierten Ton verwenden um ein zerspringen der massiven Gewichte beim Brand zu verhindern. Eine Glasur der Gewichte als Ideallösung schließt ja die Zeitstellung des Gewichtswebstuhles leider weitgehend aus. Die Gewichte sind ziemlich robust, denn weder beim Brennen noch im Betrieb ist uns bisher auch nur eines kaputt gegangen. Die Masse der Einzelgewichte hängt natürlich in erster Linie von der Garnstärke und Webdichte, also vom Flächengewicht des fertigen Gewebes ab und kann in einem bestimmten Rahmen sehr gut durch das Zusammenfassen von mehr oder weniger Kettfäden an einem Gewicht bzw. einem Gewichtpaar ausgeglichen werden.
Wasmunt
Magd / Knecht
Magd / Knecht
 
Beiträge: 5
Registriert: 26.08.2006, 15:48
Wohnort: Widdern, BW

Beitragvon Loreen » 22.03.2009, 12:45

Hallo,

ich weiß jetzt nicht, ob das Thema noch aktuell ist, aber ich habe mir für meine Tongewichte einen Klotz Ton gekauft, Lochscheiben in ca. 2cm Stärke und ca. 500gr. Gewicht geformt und die zum Bastelladen meines Vertrauens zum Brennen gegeben. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind nun schon zwei Jahre auf Tour gewesen und nicht eine ist gebrochen. Und das Gewicht reguliert man einfach mit der Anzahl der Fäden, die man daran knotet. Wenn man also dünneres Garn verwendet, knotet man mehr Fäden an ein einzelnes Gewicht, als mit Dickerem.
Ich kann Tongewichte sehr empfehlen.

Gruß Loreen
Benutzeravatar
Loreen
Magd / Knecht
Magd / Knecht
 
Beiträge: 17
Registriert: 02.06.2006, 20:17
Wohnort: Schleswig- Holstein

Vorherige

Zurück zu Werkzeuge und Gerätschaften

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast