Schärfen

Was man nicht kaufen kann, muß man sich eben selber bauen. Hier geht es darum, wie man sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte von der Dreule bis zum Gewichtswebstuhl selber bauen kann.

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Schärfen

Beitragvon N.R.U. » 29.11.2004, 17:38

Muenze hat geschrieben:Grüß' euch,

Ich habe vor mir ein Messer zu bauen, weiß aber nicht genau wie es am besten geschärft wird. Ich weiß zwar, dass es verschiedenen Schärfsteine gibt, aber eben nichts genaues. Was benutze ich also am besten um die Klinge (aus Kohlenstoffstahl) zu schärfen, was gibt es zu beachten und wo bekomme ich das geeignete Material her? Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen.

Dieser Beitrag wurde am 29.11.2004 - 18:39 von Muenze aktualisiert
Viele Grüße,
Münze
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Beitragvon Ingo » 29.11.2004, 19:11

Hallo Münze,

schön, wieder mal ein neues "Gesicht" im Forum zu "sehen"

Zu Deiner Frage:

Es kommt darauf an, welche Geräte Dir zum Schleifen zur Verfügung stehen. Mit einer Schleifscheibe schärft es sich am schnellsten. Dabei ist das Messer in einem sehr flachen Winkel dicht an die Schleifscheibe so zu halten, dass die Drehrichtung auf die Schneide zu läuft. Wenn Du mit einem Schleifstein (quasi per Hand) schleifst, dann mit dem Stein von der dickeren Stelle der Schneide zum schmalen Rand (also genau andersrum).
Beim elektrischen Schleifen (mit der Maschine) empfielt sich das Nassschleifen (so wird eine Überhitzung des Messerstahl verhindert - könnte dem Härtegrad schaden).

Für´s erste war es das, frage ruhig noch weiter wenn etwas unklar ist.

Gutes Gelingen und noch einen schönen Tag wünsche ich

Gruß, Ingo
Ingo
 

Beitragvon N.R.U. » 29.11.2004, 21:19

Sabine hat geschrieben:Hallo Muenze,
auf das mich mein Mann erschlägt, weil er alles schärft, was unser Hobby angeht!!!

Ich, jetzt als Hausfrau sprechend, schärfe meine Klingen oft genug an der Unterseite von guter Keramik (feiner Ton!!!). Bin durchaus zufrieden, gerade was Kohlenstoffstahl angeht!!!!!!!

Christian hat diverse Schleifsteine (nass). (ich frage ihn gerne, welche), wenn er denn mal aktiv war.......dann stelle ich mir immer den 1. Hilfe Koffer in die Küche. Ich habe mich zwar noch nie an seinen Klingen geschnitten (ich verbrenne mich eher an meinem Ofen....) aber seine Mutter hat mich eingehend gewarnt!!! Er benutzt 1. Güte Schleifsteine, aber welche.....das weiss ich nicht. Wie gesagt, ich benutze feine Keramik, just for info

grinsende Sabine, deren Brandspuren am Arm gerade verheilen

P.S. schreibe doch wirklich was bei den "Neuen Mitgliedern". Dann ist es für uns wesentlich leichter individuell zu antworten!!!! HoMi, FrühMi, SpäMi oder Handwerklich interessiert usw... Umso genauer sind die Antworten----

Dieser Beitrag wurde am 29.11.2004 - 22:20 von Sabine aktualisiert
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Beitragvon N.R.U. » 30.11.2004, 16:48

Muenze hat geschrieben:
Ingo schrieb

Es kommt darauf an, welche Geräte Dir zum Schleifen zur Verfügung stehen. Mit einer Schleifscheibe schärft es sich am schnellsten. Dabei ist das Messer in einem sehr flachen Winkel dicht an die Schleifscheibe so zu halten, dass die Drehrichtung auf die Schneide zu läuft. Wenn Du mit einem Schleifstein (quasi per Hand) schleifst, dann mit dem Stein von der dickeren Stelle der Schneide zum schmalen Rand (also genau andersrum).
Beim elektrischen Schleifen (mit der Maschine) empfielt sich das Nassschleifen (so wird eine Überhitzung des Messerstahl verhindert - könnte dem Härtegrad schaden).


Alles klar, danke. Mir kommt's nur darauf an, dass die Klinge beim Schärfen möglichst keinen Schaden nimmt, insofern danke für deine Tipps, eine Schleifscheibe hab ich.

Sabine schrieb

Christian hat diverse Schleifsteine (nass). (ich frage ihn gerne, welche), wenn er denn mal aktiv war.......dann stelle ich mir immer den 1. Hilfe Koffer in die Küche. Ich habe mich zwar noch nie an seinen Klingen geschnitten (ich verbrenne mich eher an meinem Ofen....) aber seine Mutter hat mich eingehend gewarnt!!! Er benutzt 1. Güte Schleifsteine, aber welche.....das weiss ich nicht. Wie gesagt, ich benutze feine Keramik, just for info


Auf Keramik wär ich jetzt erstmal nicht gekommen. ^^ Wäre aber sehr nett wenn du nachfragen könntest, was für Steine das sind, interessiert mich mal.

Und für die "Neue Mitglieder"-Ecke denk ich mir mal 'nen Text aus.
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Beitragvon N.R.U. » 09.12.2004, 13:33

MacAlpine hat geschrieben:Hallo Muenze,

ich benutze zum Schärfen gewöhnlich japanische Wassersteine, gibts bei der Firma Dick von preisgünstig bis superteuer, oft auch mit einer Grundanleitung.

Für grobe Arbeiten (z. Bsp. Scharten entfernen) nehme ich eine Körnung von 80 - 100, zum normalen Schärfen eine Körnung von 1.000 und zum Abziehen eine Körnung von 6.000. Damit ist fast alles abgedeckt. Viele der Steine sind als Kombi-steine zu haben (2 verschiedene Körnungen).
Preisgünstig sind synthetische Steine, teuer wird es bei Natursteinen (belgischer Brocken, Arkansasstein u. ä.) da die meisten Vorkommen fast erschöpft sind.
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Beitragvon N.R.U. » 10.12.2004, 13:56

Sabine hat geschrieben:Hallo Muenze, sorry, hatte Dich glatt vergessen. Aber da war der Stein (Danke MacAlpine!): Arkansasstein.

Grüßles
Sabine
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Beitragvon N.R.U. » 30.09.2005, 21:51

Leonardo75 hat geschrieben:Wenn Du das Messer das erste Mal schärfst, dann macht es Sinn auf einem groben Stein zu beginnen, da Du normalerweise erstmal viel Material abtragen musst. Wenn Du es shcon ein paar mal geschärft hast, dann kannst Du direkt mit einem feinene Stein beginnen.

Für den Anfänger würde ich eher europäische Schleifsteine empfehlen, die sind härter gebunden. Japanische Wassersteine sind zwar gut, aber auch recht weich, da macht man als Anfänger schnell Scharten rein. Probier mal einen Siliziumkarbidstein in 80 Körnung zum Vorschleifen und einen 240 bis 400'er Korundstein zum Nachschleifen.

Und GANZ WICHTIG:

Das ABZIEHEN AUF DEM LEDER MIT POLIERPASTE NICHT VERGESSEN, das bringt wirklich nochmal was für die Endschärfe.

Arkansassteine sind relativ hart und eignen sich nur für den Endschliff. Wenn Du bisher noch wenig Schleiferfahrung hast, würde ich mindestens zwei gröbere Schleifstufen vorschalten.

Da Kohlenstoffstähle relativ niedrige Anlasstemperaturen haben würde ich auf das trockene Schleifen komplett verzichten, da wie Ingo schon schreibt die Härte sonst ein wenig leidet.

Viel Erfolg wünscht Dir der Leo.

P.s.: Kannst ja bei weiteren Fragen mal auf meiner Homepage nachschauen, vielleicht klärt sich da ja schon einiges.
Möge Deine Klinge immer scharf sein!
Leos Messerschärfseite
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Beitragvon Silvia » 23.03.2009, 08:55

Hallo,
nach dem mir die Jungs auf dem FHT bestätigt haben,das mein Werzeug einfach nur stumpf ist,würde ich als erstes gern mal meine Axt gangbar machen. Ich hab eine Preiswerte aus dem Baumarkt,die ich hauptsächlich für den Hausgebrauch angeschafft habe.Das Ding ist von Werk aus glaub ich nur dazu da um einen Eimer Wasser durch zu schneiden. :-(
Mir wurde gesagt ich solle die Axt erst mal mit der Eisenfeile zu Leibe rücken und dann schleifen.Leider hab ich verpasst mir die funktionierenden Äxte beim FHT anzusehen...
Hätte bitte mal jemand ein Bildchen für mich,wie die Axt im Profil aussehen sollte ? Ich weiß einfach nicht wie ich anfangen soll.

Nächste Frage : Literaturtip zum Thema Werzeuge schleifen ?

Ich möchte doch auch mal
:holzhacker: :hacken: :schwitz: :hurrah:

Ratlose Grüße Silvia - die nun weiß das sie mit dem Schleifding von Tupper nicht weit kommt. ;-)
Silvia
 

Beitragvon Elfichris » 25.03.2009, 07:42

Moin,

als Literatur kann ich Dir empfehlen: "Alles was scharf macht" von (weiss nicht mehr - einfach mal in Amazon eingeben)

Sehr empfehlenswert ist der Katalog von DICK - da stehen viele Tipps drin und Du kriegst alles was Du brauchst.

Mit der Feile habe ich noch nie was geschliffen - das gibt doch nur Riefen. Die schleife ich lieber an der Maschine mit wassergekühltem Stein.
Grüße
Christoph
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Beitragvon Klara » 26.03.2009, 18:52

Ich hab' mal in irgendeiner amerikanischen Zeitschrift einen Artikel übers Schleifen gelesen, da stand schon was von mit der Feile schleifen drin - aber für Spaten! Die wurden als erste Schleifarbeit, zum Eingewöhnen, empfohlen...

Und meiner Baumarktaxt bin ich ganz brutal zuerst mit dem Winkelschleifer zuleibe gerückt und habe dann mit dem Schleifstein (theoretisch gibt es zwar verschiedene, aber praktisch habe nehme ich den, den ich hier im Laden kriegen kann - für mein Werkzeug braucht's nichts allzu edles) die Feinarbeit gemacht. Für den Hühnerhals hat's gereicht...

Ciao, Klara
Klara
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