Schärfen

Was man nicht kaufen kann, muß man sich eben selber bauen. Hier geht es darum, wie man sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte von der Dreule bis zum Gewichtswebstuhl selber bauen kann.

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Beitragvon Susanna » 25.09.2009, 06:35

Ich hab ein Problemchen, das einigermaßen in diesen Thread hier reinpasst.

Und zwar haben wir ein paar alte Hobel vom Oppa meines Mannes. Ich möchte mir ja eine Frontstollentruhe bauen, habe eine Menge alte Bretter aus Tannenholz, sägerauh, und möchte mir die Mühe machen, diese von Hand zu hobeln.

Tja die Hobel sind halt ziemlich stumpf (bis auf einen, der geht so einigermaßen).

1. Wie bekommt man die Klinge aus dem Hobel? Sie scheint mit so einem keilähnlichen Dings eingeklemmt zu sein :gruebel:

2. Wie schärft man die Klinge? Ich wäre da rangegangen wie bei meinen großen Küchenmessern, aber stimmt das so?

Ich hab keine Ahnung, möchte die alten Klingen nicht ruinieren.
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Beitragvon Elfichris » 25.09.2009, 06:58

Wenn Du ganz sicher gehen willst und wirklich keine Ahnung hast dann würde ich mir einen Schreiner in der Nähe suchen der Dir dabei hilft.

Ansonsten hast Du Recht, mit dem Keil wird die Klinge im Hobel fixiert. Also wenn der Keil raus ist fällt auch die Klinge raus. Deshalb immer nur so halten, dass die Klinge am besten auf dem Tisch bleibt und nicht auf den Boden fällt.

Schleifen ist so eine Sache. Da gibt es unterschiedliche Schleifarten für das was man halt gerade mit dem Hobel machen will.

Gib am Besten in Google ein: Hobelmesser schleifen

Da findest Du die unterschiedlichsten Methoden. Vor allem auch bebildert und dadurch weisst Du auch am Besten was gemeint ist. Viele haben da so ihre eigene Ausdrucksweise.

Hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben und wünsche Dir viel Spaß beim Schärfen und Hobeln.
Grüße
Christoph
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Beitragvon Arnulf22 » 25.09.2009, 07:45

Normalerweise hat ein Hobel an der Vorder-bzw. Hinterseite einen Metallknauf.
Dieser Metallknauf dient dazu, das Hobelmesser auf die richtige Höhe einzustellen. Und zwar geht das so:

Schlägst du mit dem Hammer von oben auf die breite Kante des Hobelmessers, bewegt sich das Messer nach unten und die Hobelspähne werden dicker.
Wenn du den Hobel feiner einstellen willst, musst du das Messer wieder nach oben bekommen.
Das macht man natürlich nicht, indem man von unten auf die scharfe Kante schlägt. Ein paar Hammerschläge auf den Metallknauf und du wirst sehen, dass das Messer nach oben rutscht. Dabei lockert es sich auch. Also kannst du es irgendwann mal rausnehmen.

Schärfen würde ich aber auch nur einem Fachmann überlassen, denn man kann da viel kaputt machen.
Jedes Messer und jede Klinge ist genau für ihren Einsatz gefertigt, gehärtet und geschliffen.


[Edit] habe gerade gesehen, dass Wikipedia am Anfang eine schöne Beschreibung hat: Wikikedia: Hobel
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Beitragvon Susanna » 25.09.2009, 10:24

Hey, das ging ja fix! Danke vielmals!

Vielleicht sollte ich tatsächlich einen Schreiner fragen (sofern die sowas noch wissen und nicht nur mit E-Hobeln arbeiten ...).
Hab mal gegoogelt, ich habe wohl einen Putzhobel http://www.feinewerkzeuge.de/putzh.htm, zwei Schrupphobel http://www.feinewerkzeuge.de/schrup.htm und so ein schmales Teil, evt. ein Grathobel. Der Putzhobel hat tatsächlich einen Metallknopf hinten, die anderen drei nicht. Diese haben an der Stelle allerdings deutliche Schlagspuren.

Ich habe nach den üblichen Verkaufsanzeigen auch tatsächlich eine brauchbare Anleitung gefunden, diese hier: http://www.selbst.de/bau-ideen/konny-reimann-auf-selbstde/konnys-tipp-hobel-richtig-schaerfen-140829
Ich werde es einfach mal versuchen ...
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Beitragvon Ruby » 07.10.2009, 11:44

Eine Frage zum Schleifen an feinem Ton bzw feiner Keramik. Woran erkenne ich als Nichttöpferin, wie fein eine Keramik ist?
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Beitragvon Niterl » 07.10.2009, 19:54

Susanna!!! :meld: Sorry, hab des vorher ned gelesen...
Bisserl blöd, dass das am 16. nicht klappt - äh... weil... *hüstel* i bin doch Schreiner... i müsst auch (wenn ich in den 150 Umzugskisten fündig werd...) auch irgendwo noch nen Schleifstein haben... eine Maschine wär zwar besser, aber i kann wenigstens mal gucken, wie schlecht die beieinander sind und dir die auch einstellen...

Liebe Grüße,
Niterl

@Ruby: Der Archäologe (!) schaut sich die Bruchkanten an... normalerweise sieht man aber schon von außen, ob viele Körnchen drin sind oder nicht...
lächeln und winken!!!
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