Dreule

Was man nicht kaufen kann, muß man sich eben selber bauen. Hier geht es darum, wie man sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte von der Dreule bis zum Gewichtswebstuhl selber bauen kann.

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Beitragvon Ingo » 11.09.2004, 19:23

Ist es vielleicht möglich, einen (alten) Bohrer mit geringem Durchmesser als Rohling einzusetzen, ihn verkehrt herum (bisheriges Bohrende nach oben) in die Dreule einzusetzen und dann (oder zuvor) das bis dahin noch glatte und runde Ende beidseitig flach zu schleifen und an der Spitze mit einer Feile zwei Kerben so anzubringen, dass die von Dir beschriebene Form "übrigbleibt" ?

Ich habe heute auf einem Markt in Berlin eine Spindel in der Hand gehabt, die bestand aus einem Buchenholzrundstab und einem (ebenfalls aus Buchenholz) großen Holzrad (im Baumarkt als Bastelteil für den Spielzeugwagenbau erhältlich) - dies könnte auch als Material für das Schwungrad dienlich sein.

Noch weiterhin viel Erfolg beim Basteln.

Gruß, Ingo
Ingo
 

Beitragvon Daniel » 12.09.2004, 11:42

Hm, so gesehen keine schlechte Idee.
ich wollte auch mal versuchen, ob ich nicht einen ordinären Holzbohrer verwenden aknn, oder ob dieser zu schwach ist.
naja, mal sehen.
Daniel
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Beitragvon Ingo » 13.09.2004, 08:43

Hallo Sethek,

hier noch zwei Quellen für eine Dreule zum kaufen:

Gebr. Ott GmbH und Ticar Design Ticar Design (dies allerdings eine moderne Ausführung ein happiger Preis)

Habe noch gefunden, dass die Dreule auch genannt wird: Dreulbohrer, Drallbohrer oder Drillbohrer.
Als Bohrer wird verwendet ein "einfacher Bohrer", der beim Drehen in beide Richtungen schneidet und keine Spanförderung besitzt.

Und hier noch ein Link zu einer Seite mit alten Bohrgeräten, wo auch Bohrer detailiert abgebildet sind: Bohrer

und hier ein Buch über die Rennspindel (incl. Bauanleitung) vertrieben vom Deutschen Museum.

Und wenn es schon die Dreule bei agil nicht zu kaufen gibt, so doch einen "Drillbohrereinsatz" (Stahl, L. ca. 5 cm, Dm. der Spitze ca 2 mm; für 0,45 €) Agil.

Noch einen schönen Tag
Dieser Beitrag wurde am 13.09.2004 - 12:52 von Ingo aktualisiert

Gruß, Ingo
Ingo
 

Beitragvon N.R.U. » 13.09.2004, 14:06

Martin hat geschrieben:Hallo,

also im Prinzip besteht die Dreule ja wirklich nur aus zwei gekreuzten Hölzern, der Schwungscheibe und dem Bohrer.

Der Bau ist also wirklich recht einfach: In das Griffholz ein Loch durch das das als Achse dienende Holz passt, die beiden mit Schnur verbinden.

Als Schwungscheibe geht eine Hartholzscheibe, ich selbst nutze Speckstein (hatte beim Bau kein Hartholz da).

Die Befestigung der Schwungscheibe und des Bohrers habe ich so gelöst: Das Ende der Achse einige Zentimeter gespalten, dort wird der Bohrer eingeklemmt, indem die Schwungscheibe daraufgeschoben wird. So hält beides.

Also Bohrer für Kreisaugen habe ich einfach einen Nagel flachgehämmert und zurechtgefeilt. Der Bohrer für die kleinen Kreisaugen (für Würfel) hat zwei Spitzen, eine in der Achsmitte für den Mittelpunkt, der ander etwas seitlich für den Kreis. Dieser äußere ist minimal kürzer als der innere, damit erst der Bohrer im Mittelpunkt fassen kann, sonst rutscht der Bohrer weg.

Irgendwann, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe gibts auch eine ausführlichere Anleitung auf meiner HP.

Grüße

Martin
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Beitragvon Ingo » 15.09.2004, 13:57

Hat jemand (hallo zu Sethek und Martin ) Erfahrungen mit dieser Bohrerform , eignet diese sich für das Bohren von Knochen (und Horn) mit der Dreule ? Den könnte man/frau doch auch nachbauen (aus einem Nagel ?) - schneidet in beide Richtungen und hat keine Spanförderung (Spirale).

Noch einen schönen Tag

Gruß, Ingo
Ingo
 

Beitragvon N.R.U. » 16.09.2004, 06:55

Martin hat geschrieben:Hallo,

die Bohrerform ist ok, einen ähnlichen hab ich mir schon aus einem Nagel gebaut. Wichtig ist dabei das er nicht zu rund vorn ist, sondern spitz wie auf dem Bild. Sonst läuft sich die Dreule durch die Reibung fest (da man ja nicht Druck arbeiten kann).

Grüße

Martin
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Beitragvon N.R.U. » 19.04.2005, 13:45

Dido hat geschrieben:Huhu,
wie groß und schwer sollte dnen die Schwungscheibe bei einem Dreuel sein?
Gruß

Ja spinnt die?
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Beitragvon Big-Bonsai » 14.10.2005, 18:40

Hallo.

Habe vor ca. 3 stunden eine Dreule von Agil in der Hand gehabt! Für 16€ pro Stück!!

Ich dachte erst auch, dass man diese einfach selbst nachbauen kann, doch würde ich am Bleigewicht und am Bohrkopf scheitern.
Das Gewicht war ca. mmhh.. würde sagen 100 - 200 Gramm schwer.. kommt das hin? Ich kann doch nix abschätzen.

Jemand eine Idee, wie man den Bohrer hinbekommt?

Das Ding wäre optimal für Nadelbinde-Nadeln oder Knochennadeln oder oder oder..

Grüßle
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Beitragvon Ingo » 15.10.2005, 08:24

Hallo Bäumchen,

also wie weiter oben schon geschrieben eine fachen Nagel in passender Länge und Stärke nehmen, den Kopf abflexen, die Spitze Lanzen(Lanzett-)-förmig zu schleifen und mit einer, zwei ider drei Spitzen versehen (durch Einkerbungen).

Viel Erfolg

Gruß, Ingo
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Beitragvon FaethorFerenczy » 17.10.2005, 10:54

Die agildreule wiegt im ganzen 157 gramm, also würde ich sagen für das bleigewicht minimum 140 gramm. Aber ich bin mit der von agil sehr zufrieden, die 16 euro war sie auf jeden fall wert.
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