Dreule

Was man nicht kaufen kann, muß man sich eben selber bauen. Hier geht es darum, wie man sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte von der Dreule bis zum Gewichtswebstuhl selber bauen kann.

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Beitragvon Pilz » 18.05.2007, 21:25

@Silvia

Der Bohrer rutscht in der Regel dann ab, wenn er keine richtige Spitze besitzt. Das heißt, daß du die Bohrerspitze so ordentlich zufeilen musst, daß man sich damit pieksen kann. Und dabei immer noch darauf achten, daß die Spitze länger als die Flanken des Kreisaugenbohrers ist.

Probier´s mal aus, eine ordentliche Spitze macht einiges aus.

Und noch was. Befestige mal an dem waagerechten Holz (fest) der Dreule eine Halterung, welche um das senkrechte Holz drumgreift (locker). Dadurch lässt sich die Dreule auch wieder besser händeln.

Grüße
Stefan
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Beitragvon Silvia » 19.05.2007, 07:46

Danke Stefan,
das werde ich ausprobieren. :-)
Viele Grüße
Silvia
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Beitragvon Kattugla » 11.02.2010, 10:05

Ich grab den Thread hier mal aus... :cool:

Ich hab auch ein wenig herumgeschnitzt, mein Modell in Hasel und Eiche rustikal:
Bild

Das mit dem Einspannen des Bohrers habe ich simpel gelöst:
Bild

Aufgebohrt, eingesägt, mit drei Windungen Kupferdraht gesichert, damit sich der Haselzweig nicht weiter spaltet: hält. Bombenfest.

Zum Bohrer selbst: wir haben im Sommer ein paar Eisennägel im Schmiedefeuer ausglühen und dann plattklopfen lassen - schon im Hinblick auf die Bohrerproduktion.
Im Netz habe ich nach Einsätzen für die handelsüblichen Drillbohrer gegooglet. Ergebnis war: die sehen alle aus wie kleine Lanzenspitzen, ergo habe ich den hier oben abgebildeten 4mm-Nagel genauso angeschliffen. Das Ganze funktioniert auch bestens.
Allerdings nur, wenn ich die Bohrspindel mit einem Fidelbogen antreibe, mit dem Modell Rennspindelantrieb gehts nicht, weil die Reibung zu groß ist.
Das legt bei mir den Verdacht nahe, dass (mal unabhängig vom zu bohrenden Material) es einen bestimmten Maximaldurchmesser für die Bohrung gibt, damit die Rennspindel auch rundläuft. Denn mit einem probehalber eingespannten 3mm-Steinbohrer gings ganz prima.

Wie sind Eure Erfahrungen? Geht mit der Rennspindel nur Kreisaugenbohren oder das Durchlöchern von dünnerem Material? Nur kleine Bohrungen? Oder ist der Schliff ganz verkehrt und sollte eher so aussehen wie die Fräsbohrköpfe aussem Baumarkt - also mit drei Spitzen und einer verlängerten mittleren?
Wir möchten damit auch gerne mal Holz bohren, nur scheint da in der Tat der Fidelbogenantrieb sinnvoller zu sein...
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Beitragvon lucius gallus » 04.08.2010, 16:54

Nachdem ich das Thema immer wieder vor mir hergeschoben habe, habe ich mich nun ans Werk gemacht, und heraus kam dies:
Bild

Beim Bau habe ich mich an folgende Dokumentation gehalten:
Technikgeschichte, Modelle und Rekonstruktionen "Die Rennspindel", von T. Eisenblätter und K. Häuser, Eigenverlag Deutsches Museum München.

Ich habe dabei die Maße auf 60% gesetzt, das verwendete Material ist: für die Spindel VA4
für den Wirtel Messing
für den Kopf habe ich ein Futter von einem defekten Dremel verwendet;

Die Dreule hat beim ersten Bohren sofort funktioniert und das Loch ließ sich problemlos setzen.
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