Wachsfaden und Pechdraht

Was man nicht kaufen kann, muß man sich eben selber bauen. Hier geht es darum, wie man sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte von der Dreule bis zum Gewichtswebstuhl selber bauen kann.

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Beitragvon André » 12.10.2007, 06:42

Hm danke. Das bestätigt zwar meine Erfahrungen, beantwortet meine Frage aber nicht. Moderne Metallborsten sind ganz nett, um daheim damit zu nähen, aber für Veranstaltungen taugen sie - wenn man es eng sieht - nichts.
André
 

Beitragvon David » 12.10.2007, 09:04

Hallo,

ich persönlich habe auch schon beides probiert, und bin eindeutig der Meinung, daß Schweineborsten viel besser sind.
Ich nähe, egal ob daheim oder nicht, nur mit den Naturborsten. Wenn man erstmal den Dreh raus, hat ist es auch überhaupt kein Problem mehr einen echten Pechdraht zu bauen. Ausserdem macht es mir so einfach mehr Spaß. Und irgendwer muß ja auch die alten Techniken bewahren :biggrin:

Auch meinen Dank nochmal an den Gnom, auch wenn ich es mittlerweile etwas anders mache (habe da ein nettes altes Schuhmacherbuch ergattert...).

Gruß,
David
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Beitragvon André » 12.10.2007, 10:01

David, dann an dich noch mal explizit die Frage: Was für ein Garn benutzt du? Wie gesagt, ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es mit gezwirntem geht.
André
 

Beitragvon David » 12.10.2007, 12:25

Ich benutze ungezwirntes. Anfangs habe ich auch mal mit gezwirnten Sachen rumgefummelt, geht aber nicht ansatzweise so gut an der Borste zu befestigen.
Da gibt es ja spezielles Schuhmachergarn, welches man aufdrehen und dann wunderbar auseinanderzupfen kann. So bekommst du superfeine und gleichmäßige Spitzen nach dem Zwirnen.
Da habe ich auch mal mit Gnom unterhalten, der kennt sich da gut aus.

Ich benutze zur Zeit Restbestände von altem Garn, was ich noch zu einem Webstuhl dazubekam. Ist zwar nicht speziell für Schuhmacher, lässt sich aber auch sehr gut zupfen.

Gruß,
David
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Beitragvon moser1501 » 12.10.2007, 13:37

André hat geschrieben:Wie gesagt, ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es mit gezwirntem geht.


Ebenso :-) - man muss das Garn nur gut "entzwirnen" und ausduennen.
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Beitragvon Gnom » 22.10.2007, 19:01

Hallo,

ich habe sogar schon einmal einen fetig gepechten Draht aufgemacht, die Enden sorgfältig ausgespitzt und damit genäht. Auch das geht, nur ist es halt ziemlich mühsam. Ich kann mir auch vorstellen, dass es mit einem trockenen verzwirnten Faden ganz gut zu machen ist.

Mit unverzwirntem Garn gehts aber glaub ich am besten. Ich habs jetzt einmal mit der Stopuhr probiert: Zuspitzen (und Abtrennen in einem Arbeitsgang gemacht) pro Faden 4 Sekunden. Mit dem anschließenden Zwirnen ist man zwar insgesamt bestimmt langsamer, dafür kann man auch die Einzelfäden gut pechen und der Draht ist dann sehr schön "a".

Im Übrigen danke ich für eure netten Worte und freue mich sehr, wenn meine kleine Anleitung dem einen oder anderen ein bisschen geholfen hat. (Und ganz besonders, wenn ich die Bilder von euren Schuh-Kunstwerken sehe!)

Liebe Grüße aus Wien,
Norbert
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