Bäumen

Weben am Gewichtswebstuhl oder auch am Tischwebrahmen... wie man Stoff webt.

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Beitragvon Lis » 20.11.2007, 18:40

Sturmkuchen hat geschrieben:So einfach ist die gute Technik. Sorry, wenn's nicht magischer ist. :biggrin:


Och menno! :biggrin: Aber danke für den Tipp! Ich hatte immer gedacht, dass das Papier-Dazwischenlegen dazu da ist, dass sich die Kettfäden nicht verhakeln. Und da ich damit bislang keine Probleme hatte, hab ich's nie ausprobiert.
Also werd ich jetzt das übriggebliebene Plotterpapier aussm Büro endlich zu etwas Sinnvollem verwenden können! Oder ist so dünnes Schnittmusterpapier besser? :gruebel:
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Beitragvon Sandra » 20.11.2007, 18:50

Ich würde eher zu was steiferem raten, Bäumleisten sind ja aus Holz und auch nicht flexibel.
Und es muss eben seitlich schön rausstehen können.
Liebe Grüße, Sandra

Geschichte besteht aus einem Haufen Lügen über Ereignisse, die niemals stattfanden, erzählt von Menschen, die nicht dabei waren. (George Santayana)
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Beitragvon Cerid » 21.11.2007, 07:26

Ich kenne es auch so... am Anfang Papier (Packpapier oder so) und dann immer mal wieder ne dünne Holzleiste mit eindrehen.
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Beitragvon Lis » 21.11.2007, 07:44

... und die Holzleisten haben den gleichen Zweck wie das Papier?
(Ja, ich geb's ja zu, ich hab noch nie ein richtiges Webbuch gelesen. :blush: )
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Beitragvon Sturmkuchen » 21.11.2007, 07:49

Jepp. Die halten die Kettfäden im einheitlichen Abstand übereinander. Seitlich rutscht dann auch nichts, wenn's übersteht. Ich habe festes Papier, wie Sandra geraten hat. Funktioniert am Tischwebrahmen gut, wenn ich die gesamten 80 cm ausgenutzt habe. Dann kann ich das Papier seitlich noch gut knicken.
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Bäumen

Beitragvon Buetti » 24.02.2010, 10:56

Hallo alle
Ich hab noch immer das Problem das ich alleine Bäumen muss. Das ging bis zu letzten mal soweit immer gut. Ich hatte einen Sack im fertigen Gewebe. Die Randfäden waren wiedermal viel zu fest. Wenn ich mir einen Bäumknecht kaufe oder baue. Wie viel Gewicht hängt man denn dann an den Kettzopf?
Mir ist klar dass das von der Fadenmenge und Material unterschiedlich ist. Oder muss ich soviel dran hängen das ich den Kettbaum gerade noch drehen kann?
Grüße aus Frankfurt
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Beitragvon Klara » 24.02.2010, 11:20

Was das Scheren am Scherrahmen angeht: Ich habe immer als selbstverständlich angenommen, dass man die Fäden dabei NICHT übereinanderlegt. Sondern einen neben den anderen, und wenn der Zapfen voll ist, bindet man ab, nimmt die Kette runter und fängt von neuem an. Laut Betty Davenport (Hands On Rigid Heddle Weaving) ist es einfacher, eine gleichmässige Spannung zu bekommen, wenn man die Kette in schmale Abschnitte aufteilt.

Statt Holzleisten nehme ich feste Pappstreifen (von grossen Jahres-Kalendern abgeschnitten). Oder Papier, wenn die Pappe zu dick ist...

Ciao, Klara
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Beitragvon Sanja » 24.02.2010, 11:38

Ich mache auch immer mehrere Kettzöpfe, aus genau dem Grund. Beim Bäumen ziehe ich dann auch immer wieder die Einzelzöpfe straff, bevor ich das nächste Stück aufwickele. Durch die Reibung der Fäden aneinander und auf den Geleseleisten ergibt sich zumindest soviel Spannung, dass nichts schlabbert und es sich recht regelmäßig aufwickeln lässt. Aber es funktio9niert immer nur etappenweise: Ein bisschen aufwickeln, dann wieder alles zurechtzihen, das nächste Stück aufwickeln, usw.
Ich benutze ebenfalls dickes Papier von Kalendern oder Plakaten (oder Malerpapier von der Rolle). Holzleisten würden zu dick auftragen, ohne Brustbaum (und wie heißt das hintere Gegenstück dazu?! :gruebel: ) verzerrt sich sonst die Webebene zu sehr.

Liebe Grüße,
Sanja
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Beitragvon Rigana » 24.02.2010, 16:55

@Sanja Streichbaum?

Ich habe das Glück, dass mir der Barde beim Bäumen hilft :-) Allerdings sind meine Bäumleisten bei langen schnell aufgebraucht, so dass ich mit Papier weitermache. Da die Stücke bisher eher schmal waren, reichten z.B. die Supermarkt-Werbeblättchen, die wir immer im Übermaß erhalten.
In einem Buch habe ich jetzt gesehen, dass jemand Wellpappe mit einrollt.

Für Gleichmäßigkeit in der Breite sorgt der Reedekamm und beim Rest wäre ich schuld, weil ich die Kette vorne halte und ordne :blush:

Liebe Grüße
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Beitragvon Kattugla » 24.02.2010, 17:29

Dann versuche ich mal, meinen Alleine-Bäum-Trick zu beschreiben...

Zunächst: ich schäre auch mit mehreren Strängen. Beim Karo macht es sich gut (zumindest auf dem 80cm-Webstuhl), immer einen Musterrapport in einen Strang zu nehmen, das erleichtert dann auch die Übersichtlichkeit beim Litzeneinziehen.

Vom Brustbaum habe ich dann so 6 bis 8 Zöpfe herunterzuhängen.

Jetzt wirds spannend: so ca. 10cm über dem Fussboden kommen (gute, weil feste!) Gefrierbeutelklemmen an jeden Zopf. Oberhalb der Klemmen schiebe ich einen Besenstiel (oder vergleichbar Stabiles) durch die Zöpfe (einmal quer durch jeden einzelnen), jetzt liegt der Besenstiel gerade auf den Gefrierbeutelklemmen auf.
Ich lehne mich von vorn über den Brustbaum, so kann ich gerade noch an das Sperrad hinten rechts ranlangen. Der linke Fuss wird leicht, aber konsequent auf den Besenstiel gestellt und so die Kette gespannt.
Das Aufwickeln geht so ganz passabel, auch das Einlegen der Bäumleisten zwischendurch klappt ganz gut.
Wenn die Gefrierbeutelklemmen oben am Brustbaum angekommen sind, werden sie wieder nach unten versetzt und so weiter...

Ich muss so lediglich aufpassen, dass die Klemmen +/- in gleicher Höhe sind und beim Drauftreten der Besenstiel immer waagerecht bleibt.
Ausserdem will bei zu viel Spannung der Reedekamm aufschnippen, das ist ein ganz gutes Maß für die Spannung.
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