Eure Erfahrungen/Erfolge/Bilder mit/von Gewichtswebstühlen

Weben am Gewichtswebstuhl oder auch am Tischwebrahmen... wie man Stoff webt.

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Beitragvon Elin » 10.09.2009, 12:24

es geht mit klick aufs bild und dann in der browserzeile das flnkhand-linkzeug wegnehmen bis zum http in der mitte....

für mich sieht das aufm webstuhl wie Wolle aus.
Und die Litzen irgendwie nach maschinengemachtes Leinen/Baumwollgarn.
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Beitragvon Elster » 10.09.2009, 12:45

Okay, dann lag es mit an der Flinkhand-Weiterleitung :-)

Also Wolle? Dann war sie aber sehr kratzig, so hart und spröde kam mir noch keine Wolle unter.
Die Litzen fand ich auch etwas seltsam, die sahen sehr "un-handgemacht" aus :wacky:
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Beitragvon Elin » 10.09.2009, 14:13

Vielleicht hat die Wolle sehr viel Drall oder ist geschlichtet?

sieht zumindest haargenau so aus, wie die Wolle die ich aufm Spinnrad fabrizier.
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Schlichten/Leimen

Beitragvon Vlasta » 11.09.2009, 11:37

Vielleicht passt ja hier, was ich am letzten Wochenende im Freilichtmuseum Groß Raden (Mecklenburg) gehört habe. Ich hole mal etwas aus:
Man sprach gerade über das museumseigene "Wikingerboot" (ich hab keine Ahnung, was es für eines ist) und das man dafür seinerzeit ein Segel aus Wolle (sic!) anfertigen lassen mußte. Und weil so ein Segel ja aus einem dünnen Gewebe sein soll, sollte das Kettgarn auch nur Dochtgarn sein. Die Weberin war wohl sehr erfahren, es wurde aber kein Gewichtswebstuhl verwendet.

Aber: weil eben die Kette ständig riß, war sie auf der Suche nach Methoden, wie sich das Projekt noch retten ließe und hatte in Norwegen angefragt, weil da wohl noch Segel in überlieferter Art und Weise angefertigt würden. (Hm sehr viel Hörensagen, ich geb´s ja zu.) Jedenfalls bekam sie geraten, die Kette mit Fischtran zu schlichten.
Und nach einigem probieren - Fischtran riecht wohl sehr hm und ist nicht so leicht zu bekommen etc.pp hat sie wohl mit Rindertalg weitergearbeitet.

Fischtran, Rindertalg: k.A. ob sich das geruchsmäßig etwas nimmt und ob man aus so behandeltem Stoff jemals tragbare Kleidung machen kann - es schien mir auf jeden Fall des Merkens würdig. ;-)
Liebe Grüße,

Vlasta
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Beitragvon Elin » 11.09.2009, 12:38

Vlasta

die Schlichten, egal welcher Art, dienen nur dazu das Weben zu vereinfachen. Wenn der Stoff fertig gewebt ist, wird das ganze Schlichtzeug ausgewaschen. Dann müsste der Gestang auch weg sein.

Rindertalg ist meines Wissens nach relativ geruchlos. Das ist sowas ähnliches wie Schmalz. (Wenn ich nicht aufm Schlauch steh gerade)
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Beitragvon Serinde » 11.09.2009, 19:44

Talg = Fett vom Rind; Schmalz = Fett vom Schwein
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Beitragvon Vlasta » 13.09.2009, 17:57

Hallo Elin,

und gerade beim Fischtran hatte ich so meine Bedenken, ob man ihn auswaschen kann, ob man das bei Segeltuch überhaupt möchte usw.

War ja auch nur so ein Gedanke. Wenn ich die Arbeit am Gewichtswebstuhl je ordentlich aufnehmen sollte, werde ich auf jeden Fall mit Schlichte experimentieren. Die Wolle, die ich bis jetzt spinne, hat beim Webversuch am GW fürchterlich geklebt.
Liebe Grüße,

Vlasta
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Beitragvon Dachs » 29.11.2009, 15:12

ähm ... auch wenn es schön länger versprochen war .. hier ein Bild von meinem Rübengerät.

Bild
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Beitragvon marled » 29.11.2009, 16:33

Oh wie schön, mit Frau Malzahn!!!!!
Was hast du da für eine Wolle aufgezogen?

Marled, die auch schon wieder 5 Schüsse an ihrem Eierschneider gearbeitet hat
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Beitragvon Dachs » 29.11.2009, 18:49

Das ist Wollgarn Farö Nm 6 in Naturbraun und weiß
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