Seite 1 von 1

NM/Länge bzw. schrumpfung von pflanzengefärbten Garn

BeitragVerfasst: 20.02.2012, 08:43
von Silvia
Hallo Ihr Lieben.
Das Thema paßt in mehrer Bereiche, also frag ich es mal beim Tuch weben, wo einige cm pro Faden etliche Meter im Gesammten ausmachen.

Immer wieder, hab ich beim Kette vorbeireiten festgestellt das das Garn nicht ausreicht. *Mist, schon wieder verrechnet* dachte ich :scheisskram:
Aber bei einem besonderen Projekt, hab ich es mir ausrechnen lassen, so das ich mir sicher war - alles stimmt, um dann festzustellen, es war wieder zu wenig.
:gruebel: :gruebel: :idea:
Habt Ihr schon mal nachhalten können, um wie viel Euer Garn beim färben schrumpft ?
Anhand der fehlenden Fäden bin ich auf den siebten Teil gekommen. :wacky: Das ist viel.

Wie löst Ihr das ? Geht Euch das genau so ?
Oder errechnet Ihr das vorher ?
Wiegt und meßt Ihr nach ? Und wenn ja - wie ?

BeitragVerfasst: 20.02.2012, 11:24
von Regilla
So einfach ist das gar nicht, da gibt es DIN bzw. EN-Normen, um so etwas zu messen. Zunächst Wolle wiegen, Wolle kann viel Wasser aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen, bei hoher Luftfeuchtigkeit wiegt Wolle mehr, bei trockener Luft weniger. Die Luftfeuchtigkeit ist temperaturabhängig, für solche Messungen lässt man die Wolle zuerst in einem klimatisierten Raum liegen. Wie genau steht in der Norm. Dann hast Du das Problem, dass Wolle elastisch ist, wenn Du an Haaren oder versponnener Wolle ziehst, geht sie etwas auseinander wie ein Gummiband, nur halt nicht so stark. Du wirst mit einer bestimmten Zugspannung arbeiten müssen.
Das sind Effekte, die bei so einem Stück Wolle nicht so groß sind, aber wenn man die Wolle verwebt und ein paar hundert Meter Wolle verbraucht, machen sie sich schon bemerkbar.
Grüßle,
Regilla

BeitragVerfasst: 22.02.2012, 08:27
von Silvia
Danke Regilla, eigendlich braucht man ja "nur" die neue Länge zu ermitteln. Lassen wir die Norm mal weg. Ich suche nach einem Weg, das mein gefärbtes Garn für Projekte kalkulierbar wird.
Bei ungefärbten Garn wiege ich den Vorrat, errechne laut NM die Länge der möglichen Kette, und weiß dann, aha ein Tuch, zwei Taschen.

Aber muß man das Garn wirklich nachmessen ? So eine haargenaue Waage hab ich gar nicht.
Oder gibt es da ne Faustformel das zu errechnen ?
Oder einen Trick für Faule ?
Ob es was bringen würde,zB. 3m Garn pingelig genau abzumessen,als Probefaden mit zu färben und danach nach zu messen ? Dann könnte man den Schwund auf die Garnmenge umrechnen. :gruebel:

BeitragVerfasst: 22.02.2012, 09:13
von blanche_fleur
ich denke, an und für sich würde es schon reichen, einen abgemessenen Probefaden des geplanten Garnes einfach zu kochen - der Einsprung beim Färben entsteht ja hauptsächlich durch die Temperatur....
aber ein 7tel hört sich schon plausibel an, bei gekauftem Wolltuch sollte man ja auch mit 10-15% Einsprung beim Waschen bei hohen Temperaturen rechnen. Und wenn es wirklich so viel ist, dann musst du nicht einmal pingelig genau sein; 10% macht sich ja schon bei kleinen Mengen happig bemerkbar :(

BeitragVerfasst: 22.02.2012, 09:22
von Sandra
Wenn du eine Briefwaage hast, die wirklich genau ist, könntest du 10 oder 20 Meter des gefärbten Garn nachwiegen und daraus den Schrumpf ausrechnen. Aber das dürfte auch noch einigermaßen ungenau werden.
Ansonsten plane ich bei so etwas den Garnverbrauch sehr, sehr großzügig.
Ich hab aber auch schon Kette vom Schärbaum wieder auf Knäul gewickelt und noch einmal geschärt, weils nicht gereicht hat.

BeitragVerfasst: 22.02.2012, 12:13
von Ragnhild
@ Silvia

Wir könnten beim FHT ja mal messen. Es sind doch ausreichend Leute da, die etwas färben.

Ragnhild

BeitragVerfasst: 22.02.2012, 12:29
von Silvia
@Ragnhild - Super Idee, denn es sind auch bestimmt unterschiedliche Garnqualitäten die gefärbt werden.
Darf ich ein paar Garnreste zum färben mitgeben ? Es sind dünne Fäden, (NM12/2) die kaum wiegen.

Die Ergebnisse könnte man ja hier veröffendlichen damit die Nachwelt davon provitiert. :biggrin: