Tuch mit umlaufend angewebter Brettchenborte

Weben am Gewichtswebstuhl oder auch am Tischwebrahmen... wie man Stoff webt.

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Beitragvon Hafdis » 29.08.2012, 14:49

...auf Deine Fotos bin ich neugierig.
Vor allem, wie man die Borte am Webrahmen fixiert....

Liebe Grüße,
Hafids
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Beitragvon wetterleuchten » 30.08.2012, 07:49

Ich auch, Hafdis, ich auch ... Im Moment komme ich zu nichts als mir jeden Tag vorzunehmen "heute abend aber!" :wacky:
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Beitragvon wetterleuchten » 02.09.2012, 17:45

Ich hab's doch geschafft über Wochenende.
Beim Kircher-Rahmen wird normalerweise erst "hinten", also am Tuchbaum angeknotet, aber "vorne" gewebt. Bei über zwei Meter Kettlänge ist es denke ich utopisch, da exakt auf dem Anfangsband rauszukommen. Egal wie gewissenhaft ich geschärt habe, bei mir waren Kettfäden noch nie gleich lang.
Bei Gewichtwebrahmen wird die Anfangskante an den Kettbaum oben geknotet und dann von oben nach unten gewebt, während die Schwerkraft die Kette strafft.

Das Band vorne anknoten und das Straffen der Schwerkraft zu überlassen, erschien mir in diesem Fall am einfachsten. Das sieht dann so aus klick
Der Tuchbaum dient mit seinen Zähnchen nur dem ordnen der Kette, damit die Gewichte möglichst gleichmäßig verteilt sind.

So wirklich zufrieden bin ich nicht, weil gleichmäßiges Anknoten vorne nur theoretisch einfach ist. Mit den vielen Fäden der Brettchenborte sind die Zähnchen eh heillos überfordert, weshalb ich die extra festbinden musste und ständig nachziehen kann.
Hoffentlich bekomme ich das einigermaßen glatt, wenn das Tuch dann irgendwann mal fertig, abgenommen, gewaschen und gebügelt ist. *träum*

Die Brettchenkette läuft auch nicht durch den Kamm sondern durch extra Ösen, die ich einfach draufgeschraubt habe.

Aber es wächst und ich bin jetzt einfach mal gespannt wie es am Ende aussieht.
Tuch
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Beitragvon marled » 02.09.2012, 17:56

Das sieht ja wirklich gut aus!
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Beitragvon Silvia » 02.09.2012, 18:21

Boah - toll.
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Beitragvon Lise » 02.09.2012, 18:25

Also meinen größten Respekt vor diesem Prokejt! das ist einfach klasse :)
Bin so gespannt, wie es dann ganz fertig aussieht.
Ich drück dir weiterhin die Daumen für eine gute Spannung ;-)
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Auf das Nötigste kann ich verzichten.
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Beitragvon wetterleuchten » 03.09.2012, 08:12

Ja, spannend ist das .... :biggrin:

Danke für euren Zuspruch. Jo, vom fertigen Tuch gibts auf jeden Fall auch noch Fotos.
Und Wasserflaschen sind ja sowas von praktisch. Nachdem man das auch in allen möglichen Threads hier lesen kann, bin ich ganz schnell von der Idee abgekommen, Sandsäckchen zu basteln. Was auf einem automatisierten Transportband in der Getränkefabrik gegriffen werden kann, hält auch ganz prima in einer festgezurrten Fadenschlinge am Webrahmen :biggrin:

Allerdings noch eine kleine Warnung an der Stelle. Ich weiß nicht, wie das bei gekauften Untergestellen aussieht, meines ist Eigenbau durch GöGa. Nachdem da ein kompletter Wasserkasten plus ein paar zerquetschte am hinteren Ende hing, verlagerte sich der Schwerpunkt entsprechend. Ein kleiner Schubs und die ganze Chose wäre nach hinten umgekippt. Deshalb musste eine zusätzliche Beschwerung her. Auf dem ersten Bild kann man das zusätzliche Gewicht erkennen. Das sind noch mal fünf Kilo Alteisen, die an einer Querlatte hängen, die in das Untergestell eingelegt ist.
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Beitragvon Woelfin » 03.09.2012, 09:40

Einfach nur super. Auf ds fertige Tuch bin ich gespannt.
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Beitragvon Hafdis » 03.09.2012, 13:14

Hallo,

sieht super aus. Die Idee mit den Flaschen find ich auch gut.

Hast Du die Brettchenborte am Tuchbaum nur an ein paar Stellen mit extra Fäden festgebunden?

Viele Grüße,
Hafdis

P.S.: muss schauen, daß ich mein Tuch endlich fertig kriege - ich will das unbedingt auch ausprobieren....
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Beitragvon wetterleuchten » 03.09.2012, 15:48

Die Flaschenidee geht übrigens auf Marleds Konto, glaube ich.

Macht schon Spaß sowas auszuprobieren. Aber du wirst eine Weile damit beschäftigt sein. :devil:
Am Brettchen-Webbrett fasse ich alle Fadenenden zu einem Knoten zusammen, ziehe eine Schnur durch (bevor ich den Knoten ganz zuziehe) und binde ein Stück Rundholz dran. Das platziere ich hinter der Verschraubung. Dann kann die Kette nicht durchrutschen und die Spannung ist schön gleichmäßig.
Eigentlich fände ich das optimal, das am Webrahmen genau so zu machen, das Hölzchen dann halt festbinden. Dafür habe ich in dem ganzen Fadengewusel auf der Zahnleiste aber keinen Platz mehr gefunden. Außerdem ist das Fransenende zu kurz für einen großen Knoten. (Merke: Fransen immer großzügist bemessen :wacky: )

Statt dessen habe ich alle Kettfäden pro Brettchen einzeln verknotet, also immer vier Fäden zusammen genommen und am Ende einen Knoten reingemacht. Wenn man ab dem zweiten Fadensatz den Knoten nicht gleich ganz zuzieht, kann man die Länge der Fäden bis zum Knoten ziemlich genau aufeinander abstimmen. Ergibt bei 14 Brettchen 14 gleich lange Schlingen. Durch die habe ich eine einzige Schnur gezogen und versucht, die möglichst gleichmäßig fest an ein paar freien Zähnchen anzubinden.

Klappt aber nicht so wirklich. Aber jetzt wo ich so darüber reflektiere, vielleicht wär's am einfachsten ein kleines Rundholz durch die Schlingen zu ziehen und einfach noch ein kleines Gewicht dranzuhängen.
Muss ich gleich ausprobieren wenn ich heimkomme.
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