Experiment Gewichtswebstuhl

Weben am Gewichtswebstuhl oder auch am Tischwebrahmen... wie man Stoff webt.

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Beitragvon Silvia » 16.09.2012, 09:09

Das weben am Gewichtswebstuhl ist auch körperlich anstrengender als das Weben am Flachwebstuhl. Ist es doch mit mehr recken,strecken,in die Hocke gehen und langem Stehen verbunden. Auch das umhängen des Litzenstabes auf dem das Gewicht der Gewichte lastet, geht auf die Arme.
Man könnte es mit Fahrrad und Mofa fahren vergleichen.
Silvia
 

Beitragvon Ragnhild » 16.09.2012, 17:25

Ich kann die Aussage von Silvia nur bestätigen:

Nach einem Nachmittag am Gewichtswebstuhl waren meine Schultern völlig verspannt. Du musst halt ständig die Arme hochheben.

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Beitragvon Lise » 16.09.2012, 17:34

Klingt nach einer echten Alternative zum fitnessstudio :)
Kann man denn auf so einem Ding irgendwo mal Probeweben? Nur um die Erfahrung mal zu machen ist mir das anschaffen eines solchen Webstuhls doch zu aufwendig
Man umgebe mich mit Luxus.
Auf das Nötigste kann ich verzichten.
(Oscar Wilde)
;-)

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Beitragvon Regilla » 17.09.2012, 07:21

Es hat also seinen Grund, dass man diese Webstühle vor allem zum Schauweben verwendet. Schade, denn es wäre eine weniger kosteninensive Möglichkeit zu weben.

Grüßle,
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Beitragvon wetterleuchten » 17.09.2012, 08:05

Kosten sind so ne Sache, nicht?
Selbst wenn Zeit nicht gleich Geld ist, ist es trotzdem Zeit in der ich nichts anderes tun kann. Zeit ist ein Wert.
Ich habe mich mit meinem Kircher-Gewichtsexperiment in letzter Zeit jedenfalls öfter gefragt, was zur Hölle ich da eigentlich tu. Gefühlte alle paar Zentimeter Kette nachlassen, Gewichte umhängen ... Ok, man kann die Gewichte so anordnen, dass sie ziemlich lange mit "nach oben wandern", aber irgenwann ist Schluss, abknoten, neu anknoten :dizzy:

Wenn die Geschichte nicht einen "emotionalen" Wert an sich hätte, wär sie womöglich schon durchs Fenster geflogen ;)

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Beitragvon Tjorven » 17.09.2012, 09:08

Also, ich hatte nach dem Tag am Webstuhl echte Rückenschmerzen, obwohl ich nur ganz wenig gewebt habe. Das lag wahrscheinlich aber auch daran, dass ich die ganze Zeit in den Bundschuhen rumgestanden habe, also quasi barfuß und ich bin dermaßen zivilisationsgeschädigt, dass ich ohne Fußbett auf Dauer Knieschmerzen kriege und dann durch die Schonhaltung Rückenschmerzen... ich habe jedenfalls einen Riesenrepekt vor meinen Vorfahren!

Billiger ist so ein Gewichtswebstuhl wahrscheinlich schon - meiner hat ja gar nix gekostet und selbst wenn man Bretter kauft, ist das nicht so wild, aber auf Dauer würd ich nicht tauschen wollen. Da lohnt sich auf jeden Fall die Anschaffung eines Webstuhls oder wenigstens Webrahmens, vor allem wenn man einigen Anspruch an die Gleichmäßigkeit des Gewebes hat!
Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen. J.R.R. Tolkien
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Beitragvon moosline » 07.10.2012, 23:20

Guten Morgen

Ich hab hier noch einen Gewichtswebstuhl aus Kanthölzern. Kann entweder abgeholt werden oder gegen Erstattung der Versandkosten zugesandtwerden.

Was fehlt sind die Astgabelungen für die Fachbildung und der Litzenstab sowie die gewichte.

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Beitragvon Pia » 11.10.2012, 16:15

Ich habe noch eine Frage.
Meint ihr, es würde Sinn machen das Gewicht für die einzelnen äußeren Kettfäden zu erhöhen, um zu verhindern, dass die Kanten krumm werden?

Ich selber hab keinen blassen Schimmer vom Tuchweben, aber wo ich gerade das Heftchen Nr. 5 lese, schoss mir das so durch den Kopf.
Ich könnte mir auch vorstellen dass die Auswirkung auf das fertige Tuch dann ziemlich ka..ke ist, sollten die Ränder dann ohne Gewichte "zusammenschnorren".

:lesen: :gruebel: :question:
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ketzerische Frage

Beitragvon Solà » 23.01.2013, 16:07

Hallo zusammen!

Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken, mir einen Gewichtswebstuhl zu bauen. Ich habe mich dazu mal mit einem Webmeister auf dem Cave Gladium unterhalten. Er hat viele Webstühle ausprobiert (der Herr war bstimmt Mitte 60) und er ist der Überzeugung, dass in den Museen und Rekonstruktionen der Gewichtswebstuhl falsch herum aufgezogen wird.
Seiner Meinung nach sollten die GEwichte hinten hängen, über den oben Baum gezogen, und das fertige Material vorne unten gewickelt werden.

Die Vorteile sind für mich nachvollziehbar:
- die Strecke zum weben ist länger, da die Gewichte über die gesamte Höhe des Gewichtwebstuhles "wandern" können ohne neu geknotet zu werden
- das Überlegen über den oberen Baum verteilt die Spannung auf die Fäden gleichmäßig
- beim Anschlagen nutzt man die natürliche Schwerkraft
- man könnte im Sitzen arbeiten

Mal so in den Raum geworfen - könnt ihr euch das vorstellen? Gibts nen Grund, der diese Annahme ad absurdum führt?

Freu mich auf eure Antworten! :-)
liebe Grüße,
die Sonnige
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Der Tag ist zu kurz um all das zu tun, was ich tun möchte.... :-(
Solà
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Beitragvon marled » 23.01.2013, 16:49

Bei den Abbildungen in der Antike und den letzten in Gebrauch stehenden GWSs in den nordischen Ländern wurde stets! von oben nach unten gewebt.
Mit dem Weben von unten nach oben hast du auch kein natürliches Fach mehr und ich stelle mir eine gute Spannung auch sehr schwer von, weil die Fäden über die Umlenkung oben ja aneinander kleben oder sich ineinander schieben können.
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