socken stricken aus "einfädiger" selbstgesponnener

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socken stricken aus "einfädiger" selbstgesponnener

Beitragvon morgaine7000 » 16.03.2012, 13:33

hallo
ich hab jetzt mit der handspindel zwei knäuel gesponnen, die als knäuel gefärbt und jetzt zum trocknen auf einen backofen-gitterrost gewickelt ...

eigentlich wollte ich noch zwei knäuel spinnen und jeweils zwei miteinander verzwirnen aber eigentlich ist die wolle mit relativ viel drall (das hoffe ich benimmt sich jetzt nach dem "gitterrost-haspeln" trotzdem relativ artig) -und sie ist relativ gleichmässig etwa in der stärke von 4-fach sockenwolle... wird also vermutlich schon SEHR dick wenn ich da jetzt nochmal nen faden dazuzwirne .
und mir würde der farbverlauf so wie es etz gehaspelt aussieht auch recht gut gefallen

WIE SIND EURE ERFAHRUNGEN MIT EINFÄDIGER WOLLE UND SOCKEN ?
geht das einigermassen oder ist davon komplett abzuraten??
ich stricke socken mit bumerangferse, muss also schon auch ein bissl anziehen für die doppelten randmaschen aber habe nicht das gefühl dass die wolle recht schnell reisst so wie sie ist ..

völlig unentschlossen gerade *seuuufz


grüssle
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Beitragvon Ragnhild » 16.03.2012, 19:31

Wir nadeln unsere Socken ja fast alle aus einfädigem Garn. Dieses ist ziemlich dick und bestimmt nicht so reißfest wie deines. Und trotzdem geht das ganz gut. Ich wäre, was dein Vorhaben angeht, also recht zuversichtlich.

Letztes Jahr habe ich mir Handschuhe aus dünner einfädiger Wolle genadelt. Das ging auch super gut. Ich hatte damit gerechnet, dass die Handschuhe später beim Tragen verfilzen, das tun sie aber kaum. Grundsätzlich finde ich die glattere Struktur von einfädigem Garn schön. Ich habe auch schon damit gestickt.

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Beitragvon Kattugla » 16.03.2012, 20:03

@Ragnhild: genadelt oder gestrickt? Das macht schon einen Unterschied...

@morgaine7000: prinzipiell neigt Garn, das entweder Single oder nur leicht verzwirnt ist, sehr zum Pillen an Stellen, wo's reibt. Das ist bei Socken natürlich erstmal doof.
Dazu kommt die Wollsorte, die Du verarbeitet hast. Feine glatte Merinowolle läuft sich am Fuss schneller durch als robuste Landschafwolle.
Meine Socken aus Pommernschaf haben zwei Winter Dauertragen durchgehalten, bevor sie dünne Stellen bekommen haben. Meine Alpakasocken waren da wesentlich schneller an der Grenze der Belastbarkeit.

Was aber auf jeden Fall hilft (und ich auch schon erfolgreich praktiziert habe) ist, das Garn etwas anzufilzen. Also den Garnstrang abwechselnd heiss und kalt zu baden und gefühlvoll durchzukneten und danach nochmal zu haspeln, am besten noch feucht (um die zusammengeklebten Fäden wieder zu lösen, geht ganz leicht). Das stoppt den Gegedrall dadrin und die einzelnen Fasern haften im Faden besser zusammen. Dann gibt das auch stabile Socken. Und ausserdem neigen die Sohlen bei ansonsten leichtfilzender Wolle nicht mehr so dolle zum Zusammenschnurren.

Wobei auch nach dem Anfilzen der Beständigkeit gegen Durchlaufen Grenzen gesetzt sind - aus Merino wird beim besten Willen kein Pommernschaf... ;-)
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Beitragvon Ragnhild » 17.03.2012, 17:25

@Kattugla

Was denkst du denn, ist das gestrickte oder das genadelte Gewirk empfindlicher?
Ich hatte die Beispiele angeführt, weil ich eher den Eindruck hatte, dass morgaine befürchtet, die Wolle könnte bei der Verarbeitung reißen. Das würde ich beim Nadeln und Sticken aber eher annehmen, weil doch der ganze Faden ständig durch die Schlaufen bzw. den Stoff gezogen wird. Wie es sich anschließend mit dem Verfilzen verhält kann ich im Vergleich nicht sagen.

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Beitragvon Kattugla » 17.03.2012, 18:04

Ich denke, Genadeltes ist wirklich robuster. Das Gewirk ist dicker, die Fäden haben nicht so viele Möglichkeiten, im Gewirk gegeneinander zu verrutschen und es kann sich nichts aufribbeln. Bei Gestricktem ist das schon anders.

Meine Markt-Socken (die Sandra genadelt hat), sind aus Alafoss Lopi-Wolle, die filzt noch nichtmal besonders, aber dünngelaufen hat sich da noch nix. Und auf'm Markt hab ich die in Holzpantinen an.

Gestrickten Socken aus Single-Garn würde ich das nicht zumuten wollen. Oder wie gesagt - das Garn wurde vorher angefilzt. ;-)
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Beitragvon morgaine7000 » 17.03.2012, 18:17

hallo
tatsächlich gingen meine befürchtungen erstmal dahin, ob das einfädige garn STABIL genug ist um meine fersen-strick-attacken heil zu überstehen ...
jetzt beim stricken (ich konnts natürlich nicht abwarten und musste unbedingt heut noch ein bissl anfangen) merke ich erst, wie ungleichmässig mein "relativ gleichmässiges" garn doch tatsächlich ist *zerknirschtschau
aber den normalen strickanfang und die ersten eineinhalb sockenzentimeter hat alles gut überlebt, ICH BIN ZUVERSICHTLICH :-)
was sich schwierig gestaltet hat war das maschen-anschlagen, da war doch die ein oder andere faser dabei die bissl wegstand und sich a bissl gespreizt hat, stelle mir das bei techniken wie nadelbinden (noch nie gemacht) oder sticken schon SEHR heftig und hinderlich vor
reissfest scheint mein garn zu sein aber es stehen viele kleine fasern weg und es fühlt sich etwas "unkuschlig" an, werde also nach dem stricken doch lieber noch ein lanolin-bad anberaumen oder so..
achja: ich hab die wolle vom wollknoll, "kardiert im vlies" aber leider vergessen, welche es war und find den bestellzettel auch nicht mehr :-(

grüssle
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Beitragvon Sandra » 17.03.2012, 19:21

Beim Nadelbinden sind Unregelmäßigkeiten im Garn deutlich weniger störend als beim Stricken.
Durch die Struktur liegt das Garn fester beisammen und wird etwas weniger strapaziert.
Ich denke, das Stricken an sich wird das Garn schon überleben, allerdings denke ich nicht, dass es sehr strapazierfähig ist.
Liebe Grüße, Sandra

Geschichte besteht aus einem Haufen Lügen über Ereignisse, die niemals stattfanden, erzählt von Menschen, die nicht dabei waren. (George Santayana)
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Beitragvon Lise » 17.03.2012, 20:35

Ich hatte Sokcen aus eifädeiger Handgesponnener wolle, die ebenfalls so ihre Unbeneheiten hatte. die Strickerin meines Vertrauens meinte aber, dass wohl beim arbeiten selbst das garn ein-zwei Mal auseinander gerutscht sei, sie konnte das aber problemlos wieder ansetzten.
Beim Tragen waren die Socken dann toll, und auch turnschuhe und ganze Unitage haben ihnen nix ausgemacht.

... dann haben sie allerdings Bekanntschaft mit meinem 40°-Pflegelicht-Programm an der Waschmaschiene gemacht udn schon waren aus schönen warmen Socken in der 38, sehr warme Lodensocken in der 34 geworden. Jetzt trägt sie ein kleines Mädchen in meiner bekanntschaft... jetzt hat sie meine warmen Füße.
das passiert, wenn man beim Wäschemachen träumt...

Aber lange Rede kurzer Sinn:
@Morgaine: das wrid schon! Mach dir keine Sorgen :egypt:
Man umgebe mich mit Luxus.
Auf das Nötigste kann ich verzichten.
(Oscar Wilde)
;-)

Achtung: neuer Blog!!
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