Hallo aus Süddeutschland

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Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon diespinnt » 24.01.2021, 16:36

Hallo miteinander,

Ich bin Uschi und durch einen Zornanfall hierher gekommen. Siehe Thema dickeres Dochtgarn.

Mein Spinnrad hat mir vor vielen, vielen Jahren meine Schwiegermutter geschenkt und sie hat mir auch das spinnen beigebracht. Nun stand es aber sehr lange unbenutzt im Keller und ich musste wieder sehr üben. Inzwischen gehts wieder, Spinnrad hat sich eingelaufen, Hände und Fuß sind wieder koordiniert, und wir haben wieder Freude aneinander.

Liebe Grüße
Uschi
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon romylein » 25.01.2021, 19:01

Hallo Uschi
Herzlich Willkommen im Forum.
Viele Grüße
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon diespinnt » 25.01.2021, 21:45

Danke. :-)
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon Glaskocher » 26.01.2021, 20:48

Herzlich Willkommen hier im Forum!

Egal ob nach einem Wutangall oder aus Langeweile her gefunden, Hauptsache ist, daß Du gier geholfen wirst;--)

Das mit den "dick spinnen" habe ich schon öfter gelesen. Dünn wird der Faden leichter, als daß man bewußt dick spinnt. So ist es mir mit anderen Fasern* auch gegangen. Ich mußte zuerst bewußt "fett" ausziehen, um an der Handspindel die Fadenstärke zu halten. Mit der Zeit bekommt man etwas Übung, die aber bitte nicht einrosten darf.
* = Brennnesselfasern aus eigener Ernte


Fiele Grüße vom
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon diespinnt » 26.01.2021, 21:46

Hallo Glaskocher,

ja, dünn spinnt sich leichter, auch gleichmäßiger. Das hätte ich nicht gedacht. Dabei war ich so stolz auf meine schönen dünnen Fäden, vor allem auf die Leinenfäden.

Mit Handspindel habe ich keinerlei Erfahrung. Wenn ich Videos darüber sehe, frage ich mich, wie man das überhaupt jemals lernen soll.

Wie machst Du Brennesselfasern?

LG
Uschi
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon Glaskocher » 27.01.2021, 20:41

Da verlinke ich doch mal einen Thread mit der Faseraufbereitung und einen Anderen mit einer Schnellbau-Handspindel.

Das Spinnen mit der Handspindel ist (vermutlich) kaum leichter/schwerer als das mit dem Rad. Statt Treten muß man gelegentlich anschubsen und statt den Faden im Einzugloch verschwinden zu lassen muß man nach einer "Länge" halt aufwickeln, wenn der Boden (fast) erreicht ist. Man macht je Stunde weniger Meter, kann die Spindel aber an vielen Orten aus dem Beutel ziehen. Dann kann man je Woche auf mehr Meter kommen, wenn genug "leere" Zeit am Weg liegt.

Wenn Du Flachs spinnen kannst, dann schaffst Du vermutlich auch Nessel. Allerdings ist das, was ich bisher aufbereitet habe eher wie der erste oder zweite Werg von der Stapellänge her. Das Garn wird also (trocken gesponnen) relativ fusselig. Aber da müßte ich nochmal ran und nass spinnen üben plus bessere Fasern herstellen, um extrafein spinnen zu können. Bisher habe ich noch nie mit Rocken gesponnen, sondern das Faserbündel in ein Tusch eingeschlagen, um daraus zu nehmen.
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon diespinnt » 27.01.2021, 23:11

Hallo Glaskocher,

ich fand Flachs spinnen nicht schwer, obwohl ich Bammel hatte. Überall las ich, dass Flachs so viel schwerer zu spinnen sei als Wolle. Kann ich nicht bestätigen. Einen Rocken habe ich nicht. Ich habs grad so gesponnen wie ich es in der Hand hatte, trocken. Feinen, dünnen Faden. Der weiß gebleichte Flachs war weicher als der ungebleichte Naturflachs. Der Ungebleichte ergab den gleichmäßigsten Faden ------ und der riecht so gut, ich könnte mich reinlegen.

Das Verlinkte werde ich mir anschauen, Danke.

LG
Uschi
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon Glaskocher » 28.01.2021, 09:05

Wie hältst Du denn das Faserbündel in Ordnung, während Du spinnst?

Ohne irgendeine Maßnahme verwende ich maximal halb fingerdicke Strähnen und spinne vom Blütenende her, weil das von sich aus recht dünn ist. Inzwischen spinne ich die längeren Qualitäten vom Wurzelende her, das (etwas dickere) Bündel in einen Flanelllappen lose eingewickelt. Dadurch werden die anderen Fasern etwas zurück gehalten und verwirren nicht so rasch. Außerdem ist der Auszug gleichmäßiger, weil nicht Alles zur selben Zeit mitkommen will. Bei Qualitäten mit 7-15cm langen Fasern spionne ich aud der dünnen Strähne und lege die zu kurzen Reste zur Seite für andere Projekte.
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Re: Hallo aus Süddeutschland

Beitragvon diespinnt » 28.01.2021, 21:10

Das ist Jaaaaahre her, dass ich Flachs gesponnen habe. Aber wenn ich mich recht erinnere, hatte ich immer nur wenig in der Hand, und ich habs vorher etwas ausgezogen. Aber ganz sicher weiß ich es nicht mehr. Ich hab mir jetzt Hanf liefern lassen. Wenn ich ihn dann in der Hand habe, und vor dem Spinnrad sitze, wird sich die Hand wieder erinnern. ;-)

Ich hab mir die Links angeschaut. Das scheint ja nicht so einfach zu sein mit den Brennesseln. Interessant wäre das sehr, mal eine Faser von Grund auf selber zu machen und das dann vielleicht als Tischdecke liegen zu haben.

Von einem Bekannten, der Schafe hatte, ließ ich mir mal das frischgeschorene Vlies geben. Ich habe viel, viel und sehr oft gewaschen, habe kardiert und dann direkt aus dem Vlies gesponnen. Dann habe ich mir einen Schal daraus gestrickt. Mir fehlt eigentlich nur noch die Erfahrung, das Schaf selbst zu scheren.
Bis ich mit dem Schal fertig war, und mich an die Arbeit am nächsten Sack der Wolle machen wollte, kam mir leider eine riesengroße Mottenwolke entgegengeflogen, als ich den Sack aufband. :wacky: :-(

LG
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