Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Rund um die Gewandung: Wie nähe ich, was paßt in die Zeit, welche Stoffe, Schnitte usw.

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Beitragvon Cpt.BillyStinkwater » 02.05.2014, 20:05

Hehe, find ich gut, dass wir etwas Licht ins dunkel bringen konnten, danke. :-)

Dann müssen jetzt ja nur noch die Stoffmuster kommen und am besten überzeugen.
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon nordlicht » 05.04.2015, 17:46

Hallo,
ich wollte das Rechteckumhang-Thema noch mal aufgreifen, da ich mir selber gerade einen angefertigt habe. Ich habe sehr viel gegoogelt und gelesen, was die Maße, Dicke, Beschaffenheit etc... anging. Aber letztendlich war es ganz einfach.
Zur Größe:Eigentlich ist es ja nur ein rechteckiger Wollstoff. Maß genommen habe ich mit meiner Sofadecke: Umgehängt und so lange zurecht gefaltet, bis ich die für mich ideale Größe hatte. Dann wurde die Decke so ausgemessen und die erste Hürde war genommen.
Zur Stoffauswahl: Je schwerer, desto besser, würde ich sagen. Es sei denn, man will seinen Umhang noch füttern, was für mich nicht in Frage kam. Nach viel Googelei bin ich letztlich wieder bei naturtuche fündig geworden. Mein Stoff wiegt 600g/qm. Ich habe den Rand einmal eingeschlagen und von Hand gesäumt, was dem Umhang einen sehr schönen Fall beschert hat. Ich schließe meinen Umhang mit einer Ringfiebel, an der ich sehr hänge.
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon Assija » 21.05.2015, 09:34

Hallo!

Darf ich hier bitte kurz mitmischen? Ich plane nämlich auch einen Rechteckmantel.

Ich habe bei einem Bekannten, der eigentlich im Grunde Wert auf "A" legt,(was er darstellt, weiß ich aber nicht, er ist Spielmann) einen solchen probieren dürfen. Er hatte da, wo das Loch für den Mantel ist, noch eine rechteckige Kapuze drangenäht. Er sagte, der Mantel ist "A". Wurde so ein Mantel auch mit Kapuze gemacht? Hab gegoogelt, aber kein Bild gefunden. Er hat auch den Stoff so genommen, dass er die Webkanten (Längskante vom Mantel) gleich nutzt, dass er nicht versäubern muss. Wie wurde, wenn das gemacht wwurde, eine Mantelkante versäubert, welchen Stich und Vorgangsweise hat man da genommen?

Zu mir: Meine Darstellung ist momentan noch sehr Kraut und Rüben quer durch die MA Epoche (ich mags ganz gerne "A", betreibe aber kein Reenactment, und es stört mich jetzt auch nicht, wenn ich an meiner Gewandung etwas habe, was in eine andere Zeit des Mittelalters gehört als der Rest davon :blush: ) Ich habe mich jetzt glaube ich langsam gefunden und strebe nun eine Wikinger Darstellung an. Aus figürlichen Gründen werd ich diese Saison aber noch mein Höllenfensterkleid nehmen, weil es so wunderbar versteckt *g*

Meine konkrete Frage ist jetzt eigentlich, ob ich einen Rechteckmantel ohne Kapuze nähen soll, aber noch eine Gugel nehme, wenns mal kalt ist oder regnet, oder ob ich mir die Gugel gleich sparen soll und gleich einen solchen Rechtecksmantel mit Rechteckskapuze mache, wie mein Bekannter das gemacht hat.

Zum Stoff, da würde ich wohl eine mittelschwere bis schwere Qualität von naturtuche nehmen. Aber soll ich mich für eine Köperbindung (habe gehört damit liegt man nie falsch) oder aber für eine Leinwandbindung entscheiden?

Ich danke für Eure Hilfe! :-)
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon Assija » 27.05.2015, 18:20

Ich schubs den Beitrag jetzt nochmal frech rauf, in der Hoffnung auf Antwort... :biggrin:
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon marled » 28.05.2015, 12:30

Rechteckmäntel sind eigentlich nur rechteckige Stoffstücke von unterschiedlicher Größe, die auf einer Schulter oder in der Mitte gefibteltz (mit einer Fibel geschlossen) wurden.
Die zusammengenähte Form mit/ohne Kapuze ist eine Cappa http://www.familia-ministerialis.de/oberkleider.html
oder Cuculle http://home.arcor.de/slavinsvana/MITTELALTER/GEWANDUNGEN/cuculle.htm
und schließlich noch die Paenula http://www.gentes-danubii.at/neu/handwerk/paenula.html

Was wann wo getragen wurde, solltest du recherchieren, sobald du weißt, wohin dei Reise geht.

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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon Assija » 21.06.2015, 18:41

Hi!

Dankeschön! Ich nehme mir den ersten Link her, von Familia Ministeralis.

Die Länge des Mantels scheint ja nach Vorlieb zu sein, meist bis knapp unters Knie, bzw 1,50, je nach Körpergröe (das halt jetzt nur als Richtwert)
Aber über die mögliche Breite finde ich leider nichts. Mein Stoff ist jetzt klassisch 1.45-1.50 breit. Ich habe das Gefühl, dass das ein wenig schmal ist. Oder ist das eh eine übliche Breite?

Ich hab noch ein kleines Problem. Ich hab mal probeweise den Stoff an der Kante wo ich zusammennähe, mit Stecknadeln festgesteckt. Wenn ich das Ding jetzt trage, schoppt sich der Teil, der auf den Schultern liegt, sollte das nicht auf den Schultern liegen) Das hab ich noch auf keiner Abbildung so gesehen. Aber ich habe ja nix falschgemacht, oder? (Sorry, das Foto ist schlecht :biggrin: aber man kann doch erkenne, was ich meine)

Freue mich sehr übr nochmalige Hilfe
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon Verry » 22.06.2015, 17:01

Das gleiche Problem hab ich grad an einem Tasselmantel...
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon nordlicht » 24.06.2015, 04:46

Hallo,
meinst du, dass er sich ein wenig wie ein Kragen hochwölbt?

Das macht meiner auch, je nachdem, wie ich ihn schließe. Aber ich finde das nicht schlimm, im Gegenteil: Das

as wärmt schön.
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Re: Rechteckmantel Material- und Größenberatung

Beitragvon Assija » 24.06.2015, 12:07

Okay, dann gehts also nicht nur mir so, das beruhigt, dankeschön! :) Finde ich witzig, dass dieses Stehkrägelchen bei den überlieferten Bildern nicht übernommen wurde, sondern diese Mäntel doch schön anliegen. Wohl der Grund, warum ich irritiert war :biggrin:

Ich habe mich nun jetzt aber doch für einen gefibelten Rechtecksmantel entschieden, am Schluss gefiel mir das doch besser. ;-)
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