Steppstich - Un A?

Rund um die Gewandung: Wie nähe ich, was paßt in die Zeit, welche Stoffe, Schnitte usw.

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Beitragvon Sissi » 12.03.2009, 15:59

Hîdril hat geschrieben:Ob er im 15 Jh. noch "modern" war, könnte dir sicher die HoMi-Fraktion sagen. :gruebel:


Nö, die SpäMis... :biggrin:
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Beitragvon iduna » 17.03.2009, 02:01

kann das zwar jetz nicht mit quellen belegen, aber soweit ich weiß (jaja, ich weiß, hörensagen ist keine quelle... :blush: ) wurde er schon verwendet.

aber jetzt mal logisch betrachtet: der rückstich ist der einfachste stich, der sich relativ schnell nähen lässt, und im vergleich zum vorstich viel stabiler ist.
also würde es mich sehr wundern, wenn sie den dann einfach wieder `vergessen` hätten, bzw. er dass er unmodern geworden wäre.

oder nicht?
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Beitragvon Carola » 17.03.2009, 09:56

Der Rückstich verbraucht aber im Vergleich zum Vorstich fast dreimal so viel Garn und so viel fester ist er wirklich nicht.

Der einfachste und effizienteste Stich ist i.ü. der Überwindlingsstich. Geht schnell, hält prima und ist für's HoMi auch 100% A.
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Beitragvon Micha » 29.04.2009, 16:30

Stimmt mit dem Überwindlingsstich. ICh mach das eigentlich andérs. mache eine reihe den heftich und geh dann in der nächsten reihe in den "Lücken " zurück. Hält auch prima. Aber mal davon abgesehen, heißt es ja nicht nur weil man keine Quellen zu bestimmten Dingen findet, das die Menschen eine alte teschnik nicht mehr angewendet haben. Oder seh ich das falsch?

letzten endes, auch wenn man nicht"A" genäht hat, entrscheidet das ja jeder für sich. ;-)
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Beitragvon Carola » 29.04.2009, 18:15

Nein, dass es nicht gefunden wurde, heißt natürlich nicht, dass nicht wenigstens ein Mensch es irgendwann doch so gemacht hat. Nur ist "die waren doch nicht doof damals" auch kein Beleg dafür, dass irgendwer es je getan hat.
Natürlich spricht das auch nicht dagegen, jeden nach seiner Facon selig werden zu lassen und wer seine Klamotte mit dem Tacker zusammenheften mag, mags auch mögen. Es auch schön anachronistisch - aber eben nicht historisch.

Hier wurde aber gefragt, wie zu einem bestimmten Zeitpunkt genäht wurde und da kann sich die Antwort nur auf das beziehen, was gefunden wurde. Alles andere ist Spekulatius.


Bei dem von Dir beschriebenen Stich lässt sich noch hinzu fügen, dass der tatsächlich nachgewiesen ist - allerdings wesentlich später. Er erfreute sich im 16. Jahrhundert und später in der englischen Schwarzstickerei als Zierstich großer Beliebtheit (-> Holbein- oder doppelter Vorstich).
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Beitragvon Christine zu Wagenzelle » 30.04.2009, 07:45

den Stich den Micha beschrieben hat gibts schon länger, so wie er es beschrieben hat, ist das nämlich ein Sattlerstich, nur der war für Leder und nicht für Stoffe :biggrin:

Ich nähe übrigens auch nur mit Heftstich wegen der Materialersparnis bzw. mit Überwendlingstich wo es angebracht ist.
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Beitragvon Micha » 30.04.2009, 16:30

@ carola: Da hast du recht, mit dem tacker daran habe ich noch gar nicht gedacht :biggrin:
Es ist schon richtig mit der antwort die du gegeben hast ist mit dem stich zu ner bestimmten zeit gar nicht so einfach. habe mich auch erst überall durchlesen müssen, bis ich nen passenden gefunden habe. muss ja leider zu meiner schande gestehn dass ich noch kein kleidungsstück mit hand genäht habe. für andere ja aber mir fehlt wie das so nun mal ist für mich die zeit. bin aber fleißig dran. hoffe das wird innerhalb von zwei wochen fertig. sonst muss ich zum nächsten markt nackt.


also was ich eigentlich sagen will ist du hast recht...
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Beitragvon Carola » 30.04.2009, 20:15

Christine zu Wagenzelle hat geschrieben:den Stich den Micha beschrieben hat gibts schon länger, so wie er es beschrieben hat, ist das nämlich ein Sattlerstich, nur der war für Leder und nicht für Stoffe :biggrin:


Stimmt, da war was. :biggrin: Aber Leder ist bei mir im Kopf nicht abgespeichert. Bei mir gehts immer nur um Stoff ;-)
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Beitragvon Dane » 04.05.2009, 09:37

Christine zu Wagenzelle hat geschrieben:den Stich den Micha beschrieben hat gibts schon länger, so wie er es beschrieben hat, ist das nämlich ein Sattlerstich, nur der war für Leder und nicht für Stoffe


Aber der Sattlerstich wird doch parallel mit zwei Nadeln ausgeführt.
:gruebel:
Ich meine, schon alte Holzstiche gesehen zu haben, auf denen ein Schuster ganz deutlich zwei Nadeln benutzt, die an je einem Ende des gleichen Fadens befestigt sind.

So, wie Micha es beschrieben hat, sieht das Ergebnis bei sauberer Ausführung zwar gleich aus, die Technik ist aber doch eine andere. :wolltessagen:
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Beitragvon Christine zu Wagenzelle » 04.05.2009, 10:01

Ja, das mit den zwei Nadeln stimmt, es gibt auch noch eine andere Technik beim Ledernähen die auch zum selben Ergebnis führt. Die Technik ist aber in diesem Falle nicht entscheidend, sondern eigentlich nur das Ergebnis.

Wenn die Nahtform für Bekleidung im HoMi nicht nachweisbar ist (und meines Wissens ist sie das nicht) ist es relativ egal, wie ich die Naht erziele. :-)
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