Codex Egberti- Trier

Welche Museen sind sehenswert, wo finden wann interessante Ausstellungen statt? Hier könnt Ihr alles zusammentragen.

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Codex Egberti- Trier

Beitragvon steffi241 » 27.12.2005, 17:09

Sethek erstellt am 09.08.2005 - 21:11

Für alle die es interessiert: Der Codex Egberti wird ja in Trier ausgestellt und die Ausstellung ist wirklich interessant. Sehr klein, aber sehenswert für alle Interessierten an Handschriften.

Sollte man eventuell mit einem Besuch des Landesmuseums und so kombinieren, weil sehr nah.

Aber Achtung, die Ausstellung ist sehr fachlich und kein normales Museum, wo man tolle Dinge gezeigt bekommt. Eben nur das Buch und ein paar andere noch zur Ergänzung.


Rigana erstellt am 10.08.2005 - 11:27

Ist das Landesmuseum denn schon wieder eröffnet? Ich dachte, das würde renoviert (ebenso wie das Museum Simeonstift)...

Bis wann läuft die Ausstellung denn noch? Ich werde voraussichtlich in einer bis zwei Wochen wieder in Trier sein.

Wenn ich den Codex anschauen gehe, werde ich nochmal im Domschatz vorbeischauen, um dort hoffentlich eine nadelgebundene Mütze zu sehen. Desweiteren lohnen sich ja die zahlreichen Römerbauten und das bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum zum Anschauen

Liebe Grüße,
Rigana


Xiabeau erstellt am 10.08.2005 - 12:05

Ich war schon sooft in Trier und wenn mein Herr Gemahl sich mal aufraffen könnte, Sonntags um Gottes Willen um 9 Uhr aufzustehn und konsequent nach dem Duschen mit mir nach Trier zu fahren, dann könnte man auch mal die ganzen Museen, in denen ich nicht einmal war, abklappern. Ein Wunder, das ich mal den schwarzen Dom von innen gesehn habe ... *grumbl* Aber neeeee ...


Sethek erstellt am 10.08.2005 - 14:43

nene, ist nicht im Landesmuseum, sondern im Nebenraum der Weberbach Stadtbibliothek.

Liegt direkt an der Straße bei den Kaiserthermen.

Ist eine sehr kleine Ausstellung, aber es lohnt sich(und wenn man da war bekommt man verbilligten Eintritt in den Domschatz).


Rigana erstellt am 10.08.2005 - 15:56

Dass die Ausstellung in der Stadtbibliothek ist, weiß ich Nur kann man leider grad nicht ins Landesmuseum.
Direkt hinter der Bibliothek liegt aber der wunderschöne Palastgarten des Kurfürstlichen Palais, der sich zwischen Konstantin-Basilika und Kaiserthermen erstreckt.
Hach... das war vor langer Zeit mal mein Schulweg *versonnenseufz*

Liebe Grüße,
Rigana


Sethek erstellt am 11.08.2005 - 15:10

teilweise kann man das landesmuseum besichtigen, aber eben nur gewisse Teile(ich glaub z.B. die Römischen Gräber usw. gehören dazu(Münzkabinett).


Rigana erstellt am 10.12.2005 - 11:29

So, gestern hab ich's endlich geschafft die Ausstellung zu besuchen

Ja, sie ist nicht groß, aber wirklich sehenswert und in ihrer Art wohl einzigartig. In einem Raum werden umlaufend an einer Wand sämtliche Seiten als Faksimile gezeigt, z.T. auch nochmals stark vergrößert wegen der Details.
Interessierte der alten Buchmaltechnik sowie der modernen Reproduktion kommen ebenfalls auf ihre Kosten: in einer Vitrine sind Farbpigmente und Bindemittel ausgestellt, die zur Herstellung des Original-Codex verwendet wurden.
Eine Schautafel erläutert die Herstellung der Faksimiles: Moderne Analyse- und Drucktechnik.
An zwei Pulten kann man in Faksimile-Ausgaben blättern und an Tischen den wirklich guten Museumskatalog durchblättern und an Bildschirmen die Bild-CD-Rom's betrachten.
Nebenan ist dann die eigentliche Schatzkammer. Neben den farbenprächtigen Originalblättern sind auch Faksimiles gegenübergestellt sowie andere alte Handschriften und Drucke rund um den Codex und weitere (fast) zeitgenössische Werke, wie der rund hundert Jahre ältere Prunkeinband des karolingischen Ada-Evangeliars. Was die Einzigartigkeit der Ausstellung ausmacht, ist, dass der Egbert-Codex wegen kürzlicher Restaurationsarbeiten noch nicht wieder gebunden ist. So sieht man nicht ein aufgeklapptes Buch, sondern kommt wirklich in den Genuss von mehreren Originalseiten, die nebeneinander liegen.

Insgesamt ist man mit aufmerksamen Lesen in etwas mehr als einer Stunde durch, daher empfiehlt sich ein Rundgang durch Trier, damit man den weiten Weg nicht nur dafür auf sich genommen hat. Die Domschatzkammer kann man mit der Eintrittskarte ermäßigt besuchen. Es ist allerdings nur ein einzelner Raum mit netten kleinen geistlichen Dingen (Monstranzen, Reliquienkästen, aber auch einem bestickten Kasten aus dem 14. Jh.!). St. Simeons Mütze ist leider nicht ausgestellt
Ein Besuch im Diözesanmuseum und - aktuell - dem Weihnachtsmarkt ist ergiebiger.

Alles Gute,
Rigana
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