Otto der Große ab 27 August in Magdeburg

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Otto der Große ab 27 August in Magdeburg

Beitragvon blue » 25.06.2012, 14:03

OTTO DER GROSSE UND DAS RÖMISCHE REICH. KAISERTUM VON DER ANTIKE ZUM MITTELALTER

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg lädt in der Zeit vom 27. August bis zum 9. Dezember 2012 zur Landesausstellung Sachsen-Anhalt in die Ottostadt Magdeburg ein.

http://www.otto2012.de/
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Beitragvon blue » 03.09.2012, 12:27

So wir waren da. Da wir uns gegen den Knopf im Ohr entschieden hatten, muß ich sagen fehlte mir der "rote Faden" in der Ausstellung. Schaut euch doch bitte zuerst den Film an und geht dann in die Ausstellung. Der ist zu finden hinter dem Cafe, gut versteckt. Auch wichtig, in den Austellungshallen ist es verdammt kalt.
Ansonsten gab es sehr viel für mich bekanntes. Aber auch ein paar echte Leckereien. Super schöne Bücher mit Goldtinte geschrieben. Überhaupt waren viele alte Bücher zu sehen. Leider wenig Stoff. Aber das kennt man ja.
Ich werde kein Urteil über die Ausstellung abgeben. Für mich war sie gut aber ich hätte etwas mehr Otto und etwas weniger Rom erwartet.
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Beitragvon Britta » 03.09.2012, 14:40

Dankeschön, Blue für Deinen Kurzbericht. Also warm anziehen - ich fahre erst Ende November hin. Es würde mich noch interessieren, wie es mit dem Andrang aussah - konnte man vor einer Vitrine auch mal stehenbleiben und schauen oder wurde man unfreiwillig weitergeschoben?

Gruß
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Beitragvon blue » 03.09.2012, 15:14

Also wir waren am Donnerstag da. Am Anfang war es recht gedrängt. Später hat es sich verlaufen. Vor den Büchern hatte man immer viel Platz. Dabei waren da sooooooo tolle Sachen dabei. Aber ich habe wieder gemerkt das Papier und Stoff nicht so Interessant für Besucher sind wie Gold und Edelsteine :devil:
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Beitragvon Silvia » 03.09.2012, 16:44

blue hat geschrieben: Aber ich habe wieder gemerkt das Papier und Stoff nicht so Interessant für Besucher sind wie Gold und Edelsteine :devil:



Oder Schwerter und Rüstung :wacky:
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Beitragvon blue » 03.09.2012, 17:28

Genau!
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Beitragvon Sleipnir » 07.09.2012, 14:29

So, wir waren gestern auch da.
Ich bin ziemlich angetan, es war doch eine recht erlesene Zusammenstellung an beeindruckenden Exponaten, aus der ganzen Welt zusammengetragen, die man so wohl nicht wieder in einem Rahmen sehen wird. Besonders fazinierend fand ich die byzantinischen Goldschmiedearbeiten. Vor einer Kette habe ich bestimmt 20 Minuten gekniet. Hinterher mußte dann gleich die Putzfrau antreten, um meinen Sabber wegzuwischen.
Theophanus Hochzeitsurkunde war auch toll.
Beruhigt war ich aber angesichts der Tatsache das auch die alten Meister nicht frei von Fehlern waren, eine elfenbeinerne Diptychontafel zeigt u.a. zwei Bewaffnete mit Rundschilden. Bei der Dekoration hat sich der Beinschnitzer dann vertan, hat einmal den ornamentalen Bogen genau in die falsche Richtung geschwungen.
Zur Ausstellung generell: Ich fand es teilweise sehr unruhig, vorallem durch die lauten Klimaanlagen. Dann war zeitweise sehr viel los so daß immer wieder jemand zwischen Vitrine und Betrachter durchdrängelte, ohne sich darum zu scheren.
Am schlimmsten war das Lichtkonzept. Man hat sich sehr oft selbst im Licht gestanden, da die Strahler mittig unter der Decke hingen.
Ansonsten gab es keine großen Störfaktoren.
Mir hat die Ausstellung sehr gefallen, ich überlege auch, ob ich nochmal hinfahre.

Das Beste kam dann aber noch zum Schluß, ganz zum Schluß. Auf der Suche nach einem Restaurant sind wir in einer Seitenstraße über einen Britanien-Shop gestolpert. Darum sitze ich jetzt auch mit nem leckeren Tetley Tea und Fudge hier am Rechner. :-)
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Beitragvon Tjorven » 08.09.2012, 10:28

Also ich muß sagen, die Exponate waren toll, aber die Ausstellung selbst wirkte auf mich ein bißchen lieblos und nicht gut durchdacht. Ich habe vielleicht durch meinen Job im Museum auch andere Maßstäbe. Aber die Beleuchtung war grottig und das nicht nur, um die Exponate zu schützen... meine Augen sind zwar noch ganz gut, aber ich hatte sowohl beim Lesen der Vitrinentexte als auch beim Anschauen der Detalis Schwierigkeiten.

Dazu kam, dass mir die nötige Ruhe fehlte, es war ziemlich voll (was ja für die Ausstellung schön ist) und ich hatte das Gefühl, mir stand ständig jemand mit Audioguide auf den Füßen. Und so leise die Dinger auch sind, wenn man selber keinen hat, hört man trotzdem ständig als Hintergrundgeräusch die Erklärungen mit - entweder brauche ich nächstes Mal auch einen oder ich nehm Ohropax mit!

Meine Konzentrationsfähigkeit ist im Moment nicht die beste, mir waren zum Ende hin definitiv zu viele Bücher da - alle toll, keine Frage, aber ich konnte mir nicht mehr alles genau angucken. Ich hätte mir ein bißchen mehr Sachkultur und etwas weniger Literatur gewünscht, aber das ist bei der Kaiserthematik ein bißchen schwierig. Und es hätten natürlich ein paar mehr Textilien sein dürfen ;-).

Insgesamt aber auf jeden Fall eine lohnenswerte Ausstellung - auch für die nicht ganz preiswerten 12,- € Eintritt - und auf jeden Fall den Katalog kaufen! Da sind so ziemlich alle Exponate drin (ich hab mir das Teil auf den Fuß geschmissen, das tut echt weh!) und den werde ich mir in Ruhe auf dem Sofa nochmal zu Gemüte führen.
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Beitragvon Britta » 10.09.2012, 10:14

Danke auch an Tjorven (werde an Oropax denken) und Sleipnir für die Berichte - bitte, wie sah es denn mit den Warteschlangen aus? Bedauerlicherweise kann man sich keine Tickets vorab kaufen wie z.Bsp. für die Dürerausstellung in Nürnberg.

Gruß
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Beitragvon Tjorven » 10.09.2012, 12:26

So schlimm voll war es nicht, bei uns gab´s keine Schlangen und es gibt auch genug Parkplätze in der Nähe. Wir haben etwa 200 m vom Eingang entfernt in der Joseph-Metzger-Straße (oder so ähnlich) geparkt, kostet 1 € die Stunde und es gibt auch Parkhäuser.
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