Kleidung für Schmetterlingskinder

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Kleidung für Schmetterlingskinder

Beitragvon Silvia » 03.11.2009, 08:05

Hallo Ihr Lieben,
ich bin gerade auf etwas gestoßen,das mich sehr berührt.
Da sucht eine "Organisation" selbstgemachtes für totgeborene oder nicht lebensfähige Babys.Diese Kinder sind oft so winzig das ihnen die normale Kleidung nicht paßt und sie deshalb nackt beerdigt werden.
Es werden deshalb fleissige Hände gesucht,die zB kleine Umschlagtücher etc.,aus was auch immer ,wie auch immer herstellen und spenden.
Ich setz Euch mal den link ein:
http://www.klinikaktion-der-schmetterli ... index.html

und geh dann mal in den Wollresten kramen.
Liebe Grüße Silvia
Silvia
 

Beitragvon Peregrina » 03.11.2009, 09:26

Ich krame auch.
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Beitragvon meirah » 03.11.2009, 11:35

ich finde eine sehr gute Aktion,
ich habe selber eine solche Geschichte erlebt und es macht mich auch heute noch, nach fast zwanzig Jahre betroffen....damals hat kein Mensch den Schmerz/ die Trauer ernstgenommen...eine Verarbeitung war deshalb sehr, sehr schwierig...
ich werd dann auch mal schauen, was sich findet um anderen Eltern diesen Weg ein bisschen leichter zu machen
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Beitragvon caly » 03.11.2009, 12:35

Blöde Frage, aber wenn in erster Linie die Größe das Problem ist: Wieso nicht Puppenkleidung? Oder müssen Umschlagtücher denn eine spezielle Größe haben?

Ich will nicht anzweifeln, dass das eine wirklich schreckliche Situation sein muss, aber nüchtern betrachtet erkenn ich eben den Sinn dieses Aufrufs nicht, vielleicht kann ihn mir wer näher bringen...
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Beitragvon Silvia » 03.11.2009, 12:51

Hallo Caly,
Du hast Recht , theroretisch kann man Puppenkleidung nemen.Praktisch sieht das so aus,das etwas unvorhergesehenes passiert,und die angehenden Eltern sich plötzlich im Krankenhaus wieder finden und ein totes winziges Baby nackt in einer Nierenschale präsentiert bekommen.
Die Eltern sind geschockt und meist nicht in der Lage zum Kaufhaus in die Spielwarenanbteilung zu gehen.
Um diesen Eltern zu helfen, werden Schmetterlingssets in Krankenhäuser gegeben,die es ermöglichen,die Babys den Eltern in einem Stoffkörbchen,
nett bekleidet zu übergeben damit sie Abschied nemen können.So kann man ein Foto machen,das man auch Verwandten zeigen kann.
Es ist wichtig,bewußt Abschied zu nemen und die Situation zu verarbeiten.
Denn oft sind alle: Ärzte,Pflegepersonal,Angehörige,und erst recht die Eltern,die vor kurzem noch voller Hoffnung und Vorfreude waren,mit dem Thema überfordert.

Ich für meinen Teil habe begonnen etwas zu stricken.Und da wäre auch noch der ein oder andere Stoffrest aus dessen Design meine Kinder rausgewachsen sind.Ist ja schnell fertig,und tut Gutes.Letzen Endes einfach weil ich dankbar bin,nie eine solche Situation erlebt zu haben,und das meine Kinder gesund sind.

:hand: Silvia

PS: um die Frage vorzubeugen,warum die Krankenhäuser nicht einfach was auf Vorrat kaufen - die haben nicht mal mehr Geld um den Kinderstationen Trostbonbons zu kaufen.Selbst so was gibt es nur noch aus Spenden.
Silvia
 

Beitragvon Hîdril » 03.11.2009, 19:46

Ich musste mir gerade ein paar Tränen aus den Augen wischen. Mir geht es wie Silvia: Ich bin dankbar, einen gesunden Sohn zur Welt gebracht zu haben und hoffe, dass ich ihn nicht überlebe.

Da wir demnächst unser Schlafzimmer umbauen, muss ich ganz radikal meine Stoffvorräte reduzieren und nun weiß ich endlich, wohin mit den Stoffresten, die zum Wegschmeißen zu groß, aber zum was draus nähen zu klein sind.

Danke, liebe Silvia, für diesen Link.
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Beitragvon nachteulchen007 » 03.11.2009, 20:43

Was meine Wollreste angeht, da sind sicher einige Umschlagtücher oder Mützchen drin.
Da werde ich mich auch mal dranmachen. Die Sachen sind ja auch schnell fertig....
Der Klügere gibt nach - und der Dumme regiert die Welt !

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Beitragvon Dachs » 04.11.2009, 09:39

Ein Blick auf Proportionen macht klar, daß Puppenkleidung nicht geeignet ist.

Ich bin nur nicht sicher, wie bundesweit die Regelung für Syntetikanteile in Bestattungskleidung ist.
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Beitragvon Peregrina » 04.11.2009, 11:21

Das ist relativ egal. Du kannst Deine Angehörigen in ihren Lieblingskleidern beerdigen. Es dürfen halt keine Metallteile dran sein oder ähnliche harte Dinge. Deshalb gibt es auch niemals Schuhe.
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Beitragvon Hîdril » 04.11.2009, 18:46

Mal ein Vorschlag zur "Kostenersparnis": Könnten wir nicht alle unsere Werke zum Flinkhand-Treffen mitbringen und dann gemeinsam in einem Paket losschicken? Bis dahin hat der eine oder andere sicherlich schon ein paar Sachen genäht / gestrickt / gehäkelt.
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