Teller statt Tonne - Aktion gegen Lebensmittelverschwendung

Hier könnt Ihr auf Aktionen hinweisen, die einem guten Zweck dienen und an denen sich die User des Forums beteiligen können. Es geht hier nicht unbedingt ums Mittelalter sondern darum, im weitesten Sinne gemeinnützige Aktionen zu unterstützen.

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Beitragvon Janka » 11.09.2011, 22:34

Ich finde das traurig das wenn die Bäume/ Büsche auf einer öffentlichen Fläche stehen das man dann nicht sammeln darf. Nein dann läßt man es lieber verfaulen, und zeigt die Leute an.
Kann ja verstehen wenn das Privat Grundstücke sind, da kann man ja dann mal lieb nachfragen ob man für einen kleinen Obulus sammeln darf und oft sagen die auch dann nicht nein, wenn man nicht übertreibt.
LG
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Beitragvon Silvia » 12.09.2011, 06:10

Das viele Lebensmittel weggeworfen werden ist traurig, ohne Frage.
Ich bin da immer ein wenig zwichen den Stühlen.
Einerseits ärger ich mich schwarz, wenn ich sehe, das im Lebensmittelladen Obst und Gemüse geworfen wird, andererseits bin ich aber auch nicht bereit für den vollen Preis, Angedetschtes zu kaufen.
So wie mir gehts es vielen und so wandert nun mal viel in die Tonnen. :wacky:

Anders herum , welches Ansehen haben die Menschen die die Lebensmittel für uns produzieren ?
Welchen Wert haben für uns Lebensmitel ?

Das Spiel geht ja noch weiter. Wie gehen wir generell mit unseren Rohstoffen um ? Textilien ? Produkte die unglaubliche Wege hinter sich haben.
Blumen die in Afrika auf Feldern wachsen und mit Trinkwasser versorgt werden, während die Menschen aus Pfützen trinken, damit wir beim Diskounter ein Bündchen Rosen zu 1,99 bekommen...
Schokolade aus Kinderarbeit.
Wo landen all die Dinge die wir so schnell leid geworden sind ?

Denke ich über all das nach, möchte ich aus meinem Gemüsegarten gar nicht mehr raus kommen, sondern mich dort verkriechen.
Dennoch danke Susanna für diesn Beitrag.
Silvia
 

Beitragvon blue » 12.09.2011, 08:12

Janka, kennst du schon diese Seite http://www.mundraub.org/

Ansonsten möchte ich mich der Meinung von Silvia anschließen, nur mit einem Unterschied.... ich hab leider keinen Garten :buhaeh:
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Beitragvon Tjorven » 12.09.2011, 08:36

Ich glaube, dass gerade unsere handarbeitende Fraktion doch anders mit solchen Ressourcen umgeht - eben weil wir wissen, wie viel Arbeit im Herstellen von Dingen steckt. Hoffe ich zumindest.

Das einen der Förster oder die Polizei vom Aufsammeln von Obst abhält, finde ich hinreichend albern! Es sollten sich doch alle freuen, wenn jemand noch was damit anfangen möchte und bitte, wieviele Äpfel schleppt man für einen Kuchen dort schon weg?! Neee, dieser Futterneid, auch wenn man selber eigentlich gar nichts mit dem Zeug anfangen kann, ist ätzend. So geht es mir allerdings auch gerade mit unserer Vemieterin, die auf ihren Äpfeln eigentlich sitzt - auch wenn sie damit nichts macht, sie möchte auch keine abgeben...

Was das "Schätzen" von Lebensmitteln angeht: wie soll jemand etwas schätzen lernen, wenn er nicht weiß, wo es herkommt oder so zu akzeptieren, wie es eigentlich natürlicherweise wächst? Mir kann niemand erzählen, dass jemand normal mit Lebensmitteln umgeht, der ein gegrilltes Hähnchenbein eklig findet und dafür lieber ChickenNuggets ißt... oder obwohl er Obst im Garten hat, lieber die eingeschweißten Äpfel aus dem Supermarkt kauft und sich über das eklige Fallobst zu Hause ärgert.
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Beitragvon Hîdril » 12.09.2011, 09:37

Und was ich an der Sache noch viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass das nicht etwa nur meine Generation oder die noch jüngeren sind, sondern vielfach auch die Generation meiner Eltern und Großeltern, die wirklich Hunger gelitten haben und den Wert von Lebensmitteln kennen sollten.
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Beitragvon Regilla » 12.09.2011, 09:53

Hm, ich habe eine Baumwiese und die Äste brechen momentan fast ab, so voll sind die Bäume.
Mein Problem ist, dass so innerhalb einer oder zwei Wochen ein paar Zentner Äpfel anfallen und wer will?
Da muss man recht kurzfristig Zeit haben und bereit sein, da hinzufahren und zu ernten.
Und dann muss man sich nochmal Zeit nehmen und das Zeug verarbeiten, von einem Keller, in dem man Obst lagern kann und den kaum jemand hat, mal abgesehen.
Irgendwie will jeder Äpfel, aber Zeit hat dann doch keiner.
Ich für meinen Teil habe es gelernt, zuschauen zu können, wie viel zuviel verfault. Es gibt viele Leute, die das nicht können, das Obst ernten und den Leuten anbieten und keiner will, weil es Arbeit macht.
Wer von mir Obst will, kann jederzeit sich zeigen lassen, wo was und wieviel geerntet werden kann. Da hat sich noch nie jemand gefunden und ich glaube auch jetzt dürfte Schweigen im Forum herrschen.
Momentan sind Jakob-Fischer-Äpfel reif und Gute Luise-Birnen am reif werden, demnächst werden Oldenburg-Äpfel reif.
Liebe Grüße,
Regilla
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Beitragvon Silvia » 12.09.2011, 11:43

Hallo Regilla,
auch in der Nähe Deiner Obstwiese gibt es evtl ne Tafel ? Oder im nächstgrößeren Ort ? Kann man dort nicht anbieten damit Jemand Obst hohlen kommt ? Ich weiß das die Tafeln bei uns die Läden per Transporter anfahren, da müßte das doch machbar sein, einmalig zu einer Obstwiese zu düsen.
Bei uns in der Umgebung, gibt es ein paar städtische Zwetschgenbäume die immer schon leer sind bevor die Früchte wirklich reif sind, auch Haselnüsse sind meist keine zu finden.
Ich hätte gerne von Deinen Äpfeln/Birnen, wenn die vielen Kilometer nicht wären.

Und mal ganz OT. Regilla ich denke gerade täglich an Dich, wenn ich Pfirsiche ernte. :biggrin: Ich mußte das Bäumchen schon stützen weil die Äste unter Last bis zum Boden hängen.
Silvia
 

Beitragvon Janka » 12.09.2011, 14:02

@Blue Hatte schon mal versucht drauf zugehen und mir sind die Seiten zusammen gebrochen. Mal schauen werde es noch mal versuchen.

@Regilla Würdest du um die Ecke wohnen dann hätte ich erstmal einen Birnen Vorrat für meinen Mann. :-) Aber knappe 5 Stunden fahren ist doch ein bißchen weit.
LG
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Beitragvon Tjorven » 12.09.2011, 19:17

Bei uns gibt es mehrere Mostereien, davon eine Mosterei, wo man den Saft von den eigenen Äpfeln bekommt - und in Flaschen lassen sich Äpfel prima lagern ;-), das wäre doch vielleicht auch noch eine Variante?
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Beitragvon Dachs » 13.09.2011, 05:52

Bei uns im Ruhrgebiet kommt einiges an krummen Gurken, Paprika etc. auf den Markt. In erste Linie über die (vielen) Wochenmärkte und über die türkischen Supermärkte. Ich kaufe immer dort ein - schlicht weil es billiger ist.

Große Mengen (eine ganze Kiste Pilze etc.) lassen sich mit etwas Planung gut verarbeiten und einfrieren.

Bei REWE gibt es z.B. eine Kiste mit Milchprodukten die am Haltbarkeitsdatum kratzen für den halben Preis, und an der Wurst- und Käseteke die Abschnitte in Beuteln (Wurstüberraschungspaket, kurz WüPa).

Allerdings muß man sich schief ansehen lassen, wenn man so einkauft. Hier weniger aber früher in Heiligenhaus und Ratingen schon. Da braucht es schon einen graden Rücken und einen schmutzigen Humor.

Ich kann mir gut verstellen, dass das nicht jedermanns Sache ist.
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