" Denn Du bist, was Du isst "

Gaumenschmaus und Festgelage - was wurde aufgetafelt?

Moderator: Moderatoren

" Denn Du bist, was Du isst "

Beitragvon Kundryn » 14.09.2007, 23:13

Wer sich für das MA interessiert, sollte sich doch eigentlich ganzheitlich orientieren. Das heißt, ich schaue nicht nur wer was ist, sondern auch wie Jemand gelebt hat, was Jemand darstellte, und wie Jemand entsprechend gegessen hat: gehört Essen und Küche/Kochen nicht doch auch zum mittelalterlichen Handwerk dazu ( "denn Du bist, was Du isst" )
Frage und Anregung von Kundryn
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Beitragvon Pilz » 14.09.2007, 23:26

Hallo Kundryn

Ich verstehe jetzt nicht so ganz deine Frage. Meinst du, daß das Forum "mittelalterlich kochen" eher in die Sektion "Handwerk" als in die Sektion "Reenactment - Mittelalter erleben" gehört?

Grüße
Stefan
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Beitragvon Silvia » 15.09.2007, 07:24

Nein ich denke sie meint eher,das die Art zu essen viel über die Kultur und die Art zu leben aussagt.
Wer zB ständig Hunger schiebt hat andere Sorgen und Bestrebungen als Jemand der sich darum keine Sorgen machen muß.

Kundryn,gehts in diese Richtung?
Silvia
 

Kochbarkeiten

Beitragvon Falkenstadl » 17.09.2007, 18:47

Zufällig habe ich letzte Woche meiner mylady zum Geburtstag das Kochbuch "Keltische Kochbarkeiten" geschenkt. (ISBN 978-3-8062-2085-8)
Mir gefallen schon die Rezepte...ich bin schon auf das erste Testessen gespannt. Da ich die einfache Küche liebe, passt das zu einem einfachen Menschen wie ich einer bin. :blush:
Gruß
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Re: Kochbarkeiten

Beitragvon Andreas zu Stemberg » 18.09.2007, 10:21

Falkenstadl hat geschrieben:Zufällig habe ich letzte Woche meiner mylady zum Geburtstag das Kochbuch "Keltische Kochbarkeiten" geschenkt. (ISBN 978-3-8062-2085-8)


Und ich dachte bis jetzt, daß von den Kelten so gut wie nix wirklich überliefert wurde. Abgesehen von ein bisschen Kriegspropaganda durch die Römer
Andreas zu Stemberg
 

Beitragvon steffi241 » 18.09.2007, 10:33

Ich habe mal irgendwo gehört, dass der Ursprung userer modernen Bratwurst bei den Kelten liegt, aber dafür habe ich keine Belege :devil:
Liebe Grüße, Steffi

http://www.podol.de
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Beitragvon Beate » 18.09.2007, 13:45

Achim Werner? Der hat doch schon ein Buch mit Steinzeit-Rezepten rausgebracht. :biggrin: Jetzt sind also die Kelten dran...

*google*

http://www.keltenkoch.de/

Da steht: "wissenschaftlich fundierte, authentisch nachempfundene Kochrezepte" .

"Authentisch nachempfunden" :dizzy: ...was immer das nun heißen soll. :gruebel:
Beate
 

Beitragvon Claudia » 18.09.2007, 13:56

Beate, es gibt einen Bohneneintopf, dessen Zutaten man anhand von Sch...häufchen aus den Hallstätter Bergwerken nachweisen kann. Ganz frei erfunden werden die Rezepte nicht sein - aber sie basieren halt nicht auf schriftlicher Überlieferung.

Dann gabs da noch ein Gebäckrezept, das nachgewiesen ist (die "Keltenkringel"), aber worauf das beruht, weiß ich nicht mehr.
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Beitragvon Beate » 18.09.2007, 14:18

Hallo, Claudia.

Ja, von "Ritschert" und "Keltenkringel" habe ich gehört. Aber von Nahrungsmittelfunden bis zum Rezept mit Mengenangaben ist es eben doch ein weiter Weg. Da mag ich nicht mehr von "authentischen Rezepten" sprechen. Nachempfunden ja, aber doch nicht authentisch.

Ich halte nicht viel von solchen Kochbüchern (zur Verwendung in Reenactment/Living History). Da werden nur die Rezepte nachgekocht und keiner beschäftigt sich mehr mit den Lebensmittelfunden, nennt das aber "authentisch kochen".

Man kennt das doch schon "Wikingerkochbuch": die Rezepte stehen auch auf vielen Homepages, einer kopiert die vom anderen: "hurra, ein authentisches Wikinger-Rezept". :dizzy: Und keiner hinterfragt das.
Beate
 

Beitragvon Claudia » 18.09.2007, 14:47

Hm, "authentisch" heißt letzten Endes auch nur "glaubwürdig". Insofern stimmts schon, wenn man sich auf Funde bezieht.

Ich finde solche Zusammenstellungen gar nicht so übel, solange erklärt wird, auf welchen Funden die Rezepte basieren und auch entsprechende Zitate und Literaturangaben mitgeliefert werden. Das erspart einem ne wahnsinnige Sucherei. Daß sowas verschiedene Leute zum Nichtdenkenmüssen benutzen, läßt sich wohl kaum verhindern. Die Alternative ist halt, daß sich jeder, der neu zum Thema stößt, wieder ganz allein durch die Literaturberge wühlen muß. Und das ist auch irgendwie nicht das Wahre.
Das haben wir ja bei anderen Themen auch - die Nichtdenker und Abschreiber hat man immer und überall. Aber sollen deshalb keine zusammenfassenden Bücher mehr veröffentlicht werden?
Claudia
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