Wer weiß was über Handfastening?

Welche Sitten und Gebräuche pflegte man im Mittelalter? Ob christlich oder heidnisch - hier wird es diskutiert.

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Wer weiß was über Handfastening?

Beitragvon Flinkhand » 26.12.2005, 14:43

cecilie ...
... Erstellt am 14.11.2004 - 23:44

Hallo zusammen,

habe schon viel darüber gehört und gelesen, allerdings immer in Romanen. Hat dann auch nicht immer Handfastening geheißen aber der Sinn war immer der selbe.

Es hieß, daß ein Paar ein Dach, eine Malzeit, ein Feuer und ein Bett teilt und somit vor jedermann für ein Jahr und einen Tag verheiratet war.

Hintergrund dafür sollte sein, das nicht jedes Dorf einen Prister hatte und es unterumständen lange dauert, bist das Paar getraut werden konnte und mit dem Handfastening vermieden wurde, daß das Kind (?) ein Bastard wird.

Wer weiß, ob das so stimmt und ob es das überall gab so oder so ähnlich.

Cecilie von Pentilingin



Ingo ...
Die Nadel
... Erstellt am 15.11.2004 - 10:18

Jaja, sowas gibt es noch heute, nennt sich "one-night-stand" (glaub ich ) - aber deswegen gelten die beiden heute noch nicht offiziell als verheiratet - aber wäre schon witzig, wenn dieses Recht heute noch Gültigkeit hätte ...

Noch einen sittsamen Tag wünsche ich

Gruß, Ingo



Big-Bonsai ...
... Erstellt am 15.11.2004 - 11:52

Ich habe was davon in den Romanen von Diana Gabaldon gelesen!

Ist aber glaub ich nicht dass, was du hören wolltest...

Grüßle



ladykan ...
... Erstellt am 15.11.2004 - 14:39

lol Ingo, also der "one-night-stand" hat damit bestimmt nichts zu tun.

Aber ich habe auch schon von dieser Ehe für ein Jahr und einen Tag gehört.

Das war sicherlich auch dafür gedacht, daß die lieben Kinderlein als ehelich geboren wurden. Außerdem hatte nicht jedes Dorf oder jeder entlegene Bauernhof einen Pfarrer, der diese Ehe offiziell machen konnte. Dies wurde dann bei größeren Festen oder Zusammenkünften im nächstgrößeren Ort gemacht.

Von diesem Jahr-und-Tag wird in der Australischen Geschichte gesprochen (glaube ich jedenfalls gelesen zu haben - welches Buch war das noch *grübel*). Hier wurden Frauen nach der Ankunft mit bereits sesshaften Männern für Jahr-und-Tag verheiratet.

Grüße
Ele



cecilie ...
... Erstellt am 15.11.2004 - 19:35

Hallo Ihr,

@ big bonsai
habe nicht nur da gelesen. *gg*

@ Ingo
wäre schon lustig, vor allem die dummen Gesichter am anderen Tag. *rofl*

@ Ladykan
Stimmt, das hatte aber mit dem Frauenmangel in der (ehemaligen?) Strafkolonie zu tun. Soweit ich weiß sind die Damen danach weitergereicht worden. Auch nicht wirklich schön, aber was will man machen. *schulternzuckundfrohbinjetztzulebenirgendwie*

Alles liebe

Cecilie von Pentilingin



Touri ...
... Erstellt am 16.11.2004 - 10:54

Schönes Thema, Ehe auf Probe für ein Jahr und keine Anwaltskosten.
Soll ja auch im Heute noch passieren das Paare, in SÜNDE zusammenleben,
treffe jeden Tag welche die dieses auch 3 Jahre gemacht haben, bis sie sich vor 27 Jahren das JA gaben.
Frage doch mal bei
www.kirchenrecht.ch/
zur Zeit bei NACHGEFRAGT "Was ist ein Ehehindernis?"

Viele Grüße

Detlef aus DU



ladykan ...
... Erstellt am 16.11.2004 - 16:20

lol touri, nette Seite


Ehehindernisse: Alter, Impotenz, Eheband, Religionsverschiedenheit, Weihen, Gelübde, Entführung, Gattenmord, Blutsverwandtschaft, Schwägerschaft, öffentliche Ehrbarkeit und gesetzliche Verwandtschaft

*lautlach* Gattenmord ist wirklich ein Hindernis

Grüße
Ele



Touri ...
... Erstellt am 17.11.2004 - 18:30

Nee Ele
soll vermutlich heißen, du kannst die Vermählung mit dem Mörder des Gatten ablehnen, Gattinen konnte man mittels
Beil-Scheidung entsorgen siehe Blaubart. ,kein Hindernis

Viele Grüße

Detlef aus DU



mithfenien
... Erstellt am 18.11.2004 - 10:46

Hallo!

Zum 'Handfasting' oder 'Handfastening' -

Da hat Frau Gabaldon sich wohl auf Wicca-Quellen zu 'heidnischen' Gebräuchen gestützt... allgemein wird immer gesagt, man stützt sich auf keltische Traditionen und Gebräuche, inwieweit das wirklich stimmt, weiß ich nicht. Jedenfalls sind da zwei Geschichten vermischt, wie's scheint.

Den Brauch der Ehe für ein Jahr gibt es am Maifeiertag, dem keltischen Frühlingsfest Beltaine. Da durften sich Paare für ein Jahr zur Probe finden und sich am Ende des Jahres mit einfachen Worten wieder voneinander trennen. Allerdings durften sie wohl auch so mal schnell in den Wald zusammen... Ihr wißt schon...

Handfasting selbst wird heute viel bei Wicca-Anhängern praktiziert, und gilt als 'richtiger' Paarbund, man verspricht sich dabei, zusammenzubleiben, durchaus auch länger als ein Jahr. In der Zeremonie werden wohl wirklich die Hände des Paars symbolisch mit einem Band zusammengebunden... wie's genau weitergeht, weiß ich aber nicht. Das ist aber ein 'modern heidnischer' Brauch, inwieweit das historisch belegt ist, kann ich leider im moment auch nicht sagen...

Gruß,
Mith,



Namida ...
... Erstellt am 18.11.2004 - 12:46

Hi Mith,

Das ist ja mal interessant. Vertraust du mir auch deine Quellen an? Würde mich echt mal ganz superdoll interessieren.

Greets
Nami

P.S.: ich hab mal gelesen, dass in Irland / Shottland der Keltenzeit es überhaupt üblich war, sich an Beltane für je 4 Jahre zu verheiraten d.h. die Ehe alle vie Jahre erneuert werden musste oder geschieden war.
[Quelle: LeRoux: Die Druiden]


Ingo ...
Die Nadel
... Erstellt am 18.11.2004 - 13:00

Das ist ja interessant, statistische Erhebungen in Deutschland besagen, dass bei Ehescheidungen die meisten Ehen nach spätestens 4 Jahren kaputt waren - ein Naturgesetz?

Das fragt einer, der schon 11 Jahre verheiratet ist.

Gruß, Ingo



mithfenien
... Erstellt am 18.11.2004 - 13:16

Huhu!

Danke, Namida... meine Quelle ist zum größten Teil das www, muß ich gestehen, besonders, was Wicca angeht. Da gibt es einen schönen Link,

www.witchvox.com

eine wirklich schön gemachte Internet-Zeitung für den modernen 'Neo-Pagan' . Da finden sich auch Infos zu den keltischen Feiertagen, und, und, und.
Als Lektüre echt sehr zu empfehlen.

Gruß, Mith



cecilie ...
... Erstellt am 20.11.2004 - 23:18

Hallo Ihr,

wicca, kenn ich nicht. Kann mir einer etwas mehr darüber sagen, mein English reicht wohl nicht für die Page? Oder gibt es da einen eigenen Thread, den ich noch nicht entdeckt habe??

Schotten und Iren sollen laut hören sagen zum teil heute noch den alten keltischen Bräuchen anhängen, ob die aber noch original sind?

Das mit dem heiraten für 4 Jahre klingt ausgesprochen interessant und macht meiner Meinung nach auch Sinn. Wenn einem an dem Partner etwas liegt, tut man unter diesen Umständen vielleicht mehr für die Beziehung.

Alles liebe

Cecilie von Pentilingin



Rigana ...
... Erstellt am 21.11.2004 - 11:08

Tja, Handfasting wird heute in neo-paganistischen Religionen oder im esotherischen Bereich tierisch verbraten und oft mit dem Deckmäntelchen einer "echten" keltischen Tradition verbrämt.
Als Alternative zur christlichen (oder welcher Weltreligion auch immer) Hochzeit für naturgläubige Paare finde ich das Handfasting - das auch im Grunde nichts anderes als ein Treueschwur ist - ein schönes Ritual. Nur ist es nicht keltisch oder wasauchimmer.

Schmeiße ich dazu google an, werde ich von vielen "Heiden"-Seiten überschüttet.
Zusammen mit dem Eintrag "Scotland" fand ich dann diese Seite, die sich immerhin auch mit mittelalterlichen Handfasting-Traditionen auseinandersetzt: Marriage
Oben steht aber eröffnungsweise folgender Satz:
Medievalscotland schrieb

"Handfasting" was simply betrothal (promise of future marriage -- getting engaged to be married). It was not marriage of any kind, temporary or otherwise! These articles will tell you all about Scottish medieval handfasting and marriage, including references for further research.


Also im Groben: Handfasting ist lediglich ein Eheversprechen, aber nicht das Eingehen einer Ehe, sei es temporär oder andersweitig. Prinzipiell könnte man es Verlobung nennen.

Ansonsten sind Hochzeiten in Irland und Schottland heute genauso lange und verbindlich wie anderswo. Wenn man aus romantischer Tradition (und damit meine ich eine in der Romantik wieder ausgegrabene Tradition!) heraus ein Handfasting - in dem Fall als Eheschließung - macht, ist das ok, aber dass die Ehe nach einem oder vier oder wieviel Jahren die Gültigkeit verliert, entspricht nicht mehr den heutigen Maßstäben (schon gar nicht in Irland - da konnte man sich bis vor kurzem ja noch nichtmal scheiden lassen).
Man sollte nie vergessen, dass im 18./19. Jahrhundert eine große Traditions-Welle über Irland und Schottland rollte, in der man sich seiner "keltischen" Wurzeln besann. Das hat aber ähnliche Auswüchse wie unser romantisches Bild vom Mittelalter - siehe manche falsch wiederaufgebaute Burg im Mittelrheintal.

Zu Wicca biete ich folgende Artikel:
Wikipedia englisch
Wikipedia deutsch
An sich finde ich es merkwürdig, dass eine Naturreligion gegründet werden kann Daher kann ich eine lückenlose religiöse Tradition von den Kelten, Wikingern usw... nicht akzeptieren.

Dieses Buch von LeRoux ist in Bezug auf "keltische" Rituale nur mit Vorsicht zu genießen (zumindest das, was ich der Zusammenfassung darüber im Internet gelesen habe). Was tatsächlich über Druiden aus keltischer Zeit bekannt ist, füllt allenthalben ein kleines Heftchen und alles Literarische, das uns irgendein "original keltisches Ritual" vorgaukeln will, kann man getrost in die Ecke Autorenfantasie oder Esotherik-Massenschrott verbannen. Vom archäologischen Standpunkt her kann man nur Bruchteile des Alltagslebens der "Kelten" (die sich übrigens nicht Kelten nannten) rekonstruieren, aber diese Bücher maßen sich an, alles über deren Rituale (die nur durchs Wort verbreitet wurden) zu wissen.
Druiden konnten nicht zaubern, sie schwebten nicht und beeinflussten auch nicht das Wetter usw... (auch wenn das viele gerne hätten *seufz*). Ich sehe Druiden als die keltische Priesterkaste, die mit einem exzellenten Wissen über Natur und Naturphänomene (die den damaligen Göttern zugeschrieben wurden) den Menschen ihrer Zeit halfen und sie auf geistlicher Ebene stützten. Zu dieser geistlichen Unterstützung dienten bestimmt Rituale, so auch bestimmt Eheschließungen, "Taufen" und Bestattungen. Nur ist das Ganze mindestens 2000 Jahre her und in keinster Weise (bis auf einen Kalender) schriftlich überliefert.

Auf jeden Fall denkt immer daran: Kritisch die Quellen lesen!!!! Esotherikbücher können bestimmt wunderschöne Handfasting-Rituale liefern, aber bestimmt nie keltische.

Alles Gute,
Rigana

PS: Haut mich jetzt nicht...



Barde ...
... Erstellt am 21.11.2004 - 12:02

Hinzu kommt, dass gerade die Inseln nie keltisches Kern- sondern immer Randgebiet waren und schon für die damaligen Festlandkelten ebenso absonderlich wirkten wie die Briten und Iren heute auf uns *fg*

Man kann zwar aus der Irischen udn Walisischen Sagenwelt gemeinsame grundelemente zu kontinentalkeltischen Bilddarstellungen ziehen und so auf gemeinsamkeiten shcließen; aber dennoch - das meiste, worauf sich Iren und Schotten mit ihren 'keltischen' Wurzeln beziehen (z.B. die shcönen Knotenmuster...) ist eher Mittelalterlichen und Wikingischen Ursprungs.

Zu dem Ritual an sich:
In Ermangelung verläßlich überlieferter Rituale verwende auch ich bei keltischen Eheschließungen dieses symbolisch sehr ansprechende Element; aber eben im Bewußtsein, dass einfach KEIN Ritual gibt, bei dem wir guten Gewissens keltische Wurzeln zugrunde elgen können (bei enigen lassen sie sich vermuten, aber auch nicht mehr!)

Wer sich aleien mal die zentralistisch organisierte katholische Kirche anschaut udn dann mal genau hinsieht, wieviele regionale Sonderkulte, heilige, die nur in einer Stadt verehrt werden, verschiedene Orden mit unterschiedlichen Auffassungen (teils im Streit untereinander, teils im Streit mit Rom) und wieviele Änderungen in der offiziellen Kirchenpolitik udn Bibelauslegung es in den letzten 2000 Jahren gab (und imemr noch gibt) muß isch unweigerlich fragen, wie bunt und vielseitig wohl eine viel lebendigere, weil weder zentral noch schriftlich fixierte Religion war, die sich noch viel mehr auf regionale, historische udn gesellschaftliche Änderungen einstellen konnte - außer Beltain und Samhain als Feiertage und den Namen der 3-5 Hauptgötter dürfte da nicht mehr viel allgemeingültiges sein ...

Die Sache mit der Ehe auf 4 Jahre gab es wohl im Irland des ausgehenden Mittelalters wirklich; genau in der Zeit, als Normannen beriets die Oberschicht bildeten und irische und Normanne Traditionen recht harmonisch verschmolzen; aber VOR der englischen Eroberung.
Literarisch wiederentdeckt unter anderen durch die Geschichte der 'Piratenkönigen' Grace O'Mally (Grainne Uaile / Granuaile / Gráinne Mhaol); die eien solche Ehe mit einem andern Piratenchef eingegangen sein soll - NACH Ablauf der vier Jahre kam er voneinr Kaperfahrt zurück und stand vor verschlossener Tür.
Grace hat die Ehe nicht verlängert, aber seine Burg hat sie behalten - typisch Frau
Sie muß recht beeindruckend sein, Ein treffen zwischen Ihr, der einfachen, derben Piraten udn Queen Elizabeth I (genau, die, unter der die Armade besieht und England zur Seemacht wurde...) nannte ein höfischer Chronist ein Treffen "...der beiden wohl hervorragendsten Frauen unserer Zeit..." oder so ähnlich ...
Wie auch immer, auch hier drängt sich mir wieder eher der Gedanke an eien Normannische Tradition auf...



Beate ...
... Erstellt am 21.11.2004 - 19:42

Nein, Rigana, ich hau nicht. Meine volle Zustimmung zu deinem Beitrag!



cecilie ...
... Erstellt am 21.11.2004 - 20:32

ganz leise hallo *flüster*

Ich wollte hier keine Lawine lostreten.

Was die keltischen Traditionen und den Glauben betrifft, stimme ich Euch zu. Auch ich halte es für unwahrscheinlich, daß eine Naturreligion (?) ohne Schrift und sonstige Speichermöglichkeiten, so ins detailgehend erhalten bleiben kann. Zumal sich ja so einige sehr bemüht haben sie auszurotten.

Selbst die katholische Kirche hat es nicht geschafft sich einheitlich und vor allem nicht ihrer ursprünglichen Idee (wie immer die auch ausgesehen hat) folgend, zu erhalten. Trotz ihrer theoretisch vorhanden Möglichkeiten.

Also, hier wir niemand gehauen und schon gar nicht, weil er grundsätzlich meiner Meinung ist (dann zumindest nicht von mir). Es ist nur so, daß Ihr sehr viel mehr über die Dinge wisst und ich ein neugieriger Mensch, bin.

Ich hoffe Ihr verzeiht mir die Aufregung.

Alles liebe

Cecilie von Pentilingin



Flinkhand ...
... Erstellt am 21.11.2004 - 23:42

Das mit dem "Jahr und Tag" kenne ich jedenfalls nur vom Bürgerrecht. Wer ein Jahr und einen Tag in einer Stadt lebte, bekam das Bürgerrecht. Hmpf, ja ich weiß, das geht voll am Thema vorbei - ist mir halt gerade so eingefallen

Viele liebe Grüße,

Claudia, Die Flinke



Rigana ...
... Erstellt am 22.11.2004 - 19:26

@cecilie Du hast bestimmt keine Lawine losgetreten

Ich hab nur manchmal so meine Momente, in denen ich mich tierisch darüber aufrege, dass die Esotherikindustrie (jaja... Industrie...) so eine Bauernfängerei betreibt . Da müssen ja nicht nur die Kelten herhalten... *seufz*

Wie gesagt: Ein Handfasting ist bestimmt toll und für das Paar bestimmt romantischer als eine pure standesamtliche Trauung...

Liebe Grüße,
Rigana, die morgen als Trauzeugin im Standesamt stehen wird



erdnul ...

... Erstellt am 23.11.2004 - 00:12

Grace O'Mally, wow, never ever heard of her, ich bin tief beeindruckt! Eine irische Piratin (oder Piraten-4-Jahres-Braut?) um 1580 - 1590, wichtig genug, um ein Treffen mit Elizabeth I zu haben, stimmt das so?
Das ist kein bißchen ironisch oder sarkastisch gemeint - ich bin nur immer wieder baff, wieviel entweder bei meiner Schulbildung ausgelassen wurde oder heute in die Geschichte hineingeheimnist wird!
Klärt mich auf!



Barde ...
... Erstellt am 23.11.2004 - 15:52

naja, viel mehr gibt's da eigentlich nicht zu sagen - die Quellen sind auch zugegeben nicht immer ganz zuverlässig, wenn's um sowas geht; viel ist auch niedergeschriebene Gerüchteküche *g*

Besonders viel Einfluß auf die geschichtliche Entwicklung dürfte sie aber auch nicht gehabt haben; sondern einfach eine schillernde und ungewöhnliche Figur sein, die demzufolge einige Eindrücke hitnerlassen hat - besonders bei einem Volk, das nciht viel später von einem Cromwell gründlcih unterworfen und in den folgenden Jahrhunderten so zugrunde gerichtet wurde, dass "...nicht einmal der ärmste Bettler in London mit einem irischen Bauern getauscht hätte..."
Unter solchen Umständen werden schillernde Figuren aus der Vergangenheit regelmäßig literarisch wiederentdeckt, aufgewertet und zu Heldenepen hochstilisiert...

Und was das treffen mit Elizabeth angeht:
diehat ja ohnehin eine erlesene Schar von (auch nicht-adeligen) Freibeutern um sich geschart ...
Ich kenne jetzt die genauen Hintergründe nicht, aber in de Situation
-Protestantische Königen in England
-katholische Mary Stuart gefangen (Thronkonkurrenz)
-Erzkatholischer Philip von Spanien (Weltmacht)
-Katholisches Irland
Tut Frau wohl gut daran, sich mit den Irischen 'Aristrokraten', besonders jenen, die See- und Kampferprobe Anhänger haben, gutzustellen...
England hat Irland später nciht zuletzt deshalb erobert, weil es als 'Hintertür' für Invasionen uaf England galt ... was mich zu der Frage bringt, weshalb die Armade sich cniht geteilt und auch eine Landung an der Westküste versucht hat .. oder die Spanishcen truppen nicht gleich in Irland statt Frankreich gesammelt wurden...
Gut, ein Großteil stnad bereits in Frankreich und mußte ja verschifft werden; aber alle suaf einen schlag, mit der Riesenflotte in dieser Meerenge, statt mit der Zahlenmäßigen Überlegenheit auf mehrere Fronten zu agieren muß ja seine Gründe gehabt haben (reine Spekulation!) ...



mithfenien
... Erstellt am 25.11.2004 - 16:08

Huhu!

Granuaile ist nicht die einzige Piratin, die uns unterschlagen wurde im Geschichtsunterricht. Da gibt es eine Menge sehr interessanter Frauen zu den verschiedensten Zeiten. Zum Beispiel Anne Bonney und Mary Read, oder die chinesische Piratenkönigin Lai Cho San, Dame Ching, etc... Ein ganz guter Buchtipp dazu ist dieses Buch hier:

www.piratinnen.de/

Die Autorinnen haben zwar manchmal recht abenteuerliche Thesen feministischer Bauart, aber die Infos sind recht gut und die Geschichten ansprechend aufgeschrieben.

Gruß,
Mith



Adele ...
... Erstellt am 17.07.2005 - 10:23

Naturreligion kann man doch nur von und in der Natur lernen. Nach meiner Erfahrung sind viele dieser Bücher geschrieben für Großstädter, die keinen Kontakt mehr zur Natur haben aber sich danach sehnen (und dann Angst vor Insekten und Regen haben *lach*).
Ich muss sagen, dass meine Ansichten über die Natur sich ganz schön gewandelt haben, seit ich ins Berliner Umland gezogen bin. Muss dazu aber sagen, dass ich auf dem Land aufgewachsen und entsprechend vorbelastet bin.
Zum Thema Esotherikindustrie - und Wicca gehört unbedingt dazu - muss ich Rigana größtenteils zustimmen, viele dieser Gurus wollen sich vom Christentum abgrenzen, arbeiten aber genauso wie diese mit dem Prinzip Angst und schüren bei sensiblen Menschen richtig schlimmen Verfolgungswahn. Ich hab da leider einige sehr üble Auswüchse gesehen. Man muss wirklich alles sehr kritisch hinterfragen!!!
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