Julfest... was wisst ihr darüber?

Welche Sitten und Gebräuche pflegte man im Mittelalter? Ob christlich oder heidnisch - hier wird es diskutiert.

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Julfest... was wisst ihr darüber?

Beitragvon Frettchenmutti » 02.11.2012, 19:46

Hallo Alle zusammen.

Mir kam gerade ne fixe Idee :devil: und mich würde einfach mal interessieren was anderen zu dem Thema einfällt. Weil jetzt bald Weihnachten vor der Tür steht würde mich mal interessieren, ob es Heiden
unter euch gibt die regelmäßig oder auch zum ersten Mal Julfest feiern?

Was ich über das Julfest weis ist, dass es ursprünglich als "Weihnachten" gefeiert wurde bevor das Christentum sich unter den Germanischen und anderen heidnischen Stämmen verbreitete, und mit der Wintersonnenwende zu tun hat. Ich habe gehört dass eigentlich davon ausgegangen wird, dass Jesus (falls es ihn dann wirklich in der Form gegeben hat) eher im Sommer geboren wurde, und dass sein "Geburtstag" von der Kirche/Christen in den Winter verschoben wurde, um das Julfest als heidnischen Feiertag zu überdecken.

So weit ich weiß soll der "Tannenbaum" auch auf einen heidnischen Brauch zum Julfest zurück zu führen sein...

Mich würde einfach mal interessieren ob es Menschen gibt die dieses fest heute noch feiern, vielleicht noch mit überlieferten Bräuchen, oder vielleicht auch mit ihren ganz eigenen modernen vorstellungen

Sorry bin einfach neugierig :biggrin: :devil: :lesen:
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Beitragvon Annie-Petit » 03.11.2012, 11:14

Ich bekenne mich mal dazu, irgendwie schon heidnisch zu sein. Eigentlich mach ich derzeit eine ganz schöne Grätsche zwischen Wicca und Heidentum. Wicca ist eher mein Ding, aber im Bekanntenkreis hat mir eine heidnische Familie angeboten, mit ihnen zusammen was zu unternehmen. So haben sie mich letztes Jahr in einen kleinen Kreis eingeführt, mit denen wir Jule gefeiert haben und sie haben mich auch zum Asatru-Stammtisch eingeladen, um mehr Kontakte zu knüpfen und mich mal auszutauschen.

Ich kann dir ja mal ein bisschen erzählen, wie das Julfest letztes Jahr ablief. Wir hatten einen schönen Versammlungsplatz im Wald. Erstmal wurde ein kleines Gestell aufgebaut und Feuer angeschmissen, damit derweil schon die Schweinekeule drüber konnte. Jeder hat eine nicht entzündete Kerze in die Hand bekommen und der "Leiter" hatte eine entzündete Laterne dabei. Weil die wenigsten etwas auswendig konnten und neben mir auch andere Neulinge dabei waren, gab's Zettel als Hilfestellung. (Ich hatte mir eigentlich den Zettel aufgehoben, aber jetzt ist er verschollen...) Zuerst hat der Leiter einen kleinen Eröffnungssatz gesprochen und seine Frau, die vier Himmelsrichtungen angerufen. Dann haben wir alle reihrum ein paar Zeilen vorgelesen, dabei ging es um den Wechsel der Jahreszeiten, wie das Licht schwindet aber in uns weiter lebt und noch ein bisschen mehr, dass ich mittlerweile vergessen hab :blush: Danach haben wir noch alle unsere Kerzen an der Laterne entzündet und jeder hat für sich leise oder stumm noch ein Gebet gesprochen bzw. seine Wünsche für das kommende Jahr an die Götter gerichtet.
Zum Schluß haben wir noch ein Horn mit Met rumgereicht, bei der Übergabe zum nächsten wurde noch ein Spruch gesagt. (Wie gesagt, ich weiß leider nicht mehr alles...) Dann wurde vom Schwein und den mitgebrachten Sachen gegessen, später wurden die Reste im Wald geopfert und dann eben noch gemütliches Beisammensein - bis es mit Regnen anfing :sauer:

Der kleine Kreis trifft sich nur zu den beiden Hauptfesten Jule und Ostara, aber dieses Jahr hatte ich für das Ostara-Treffen keine Zeit. Ich hoffe, dass ich es zu Jule wieder schaffe, denn es war echt schön!

Ich könnte dir noch maximal zu Wicca, wo ja auch die Jahreskreisfeste gelten, ein schönes Einsteigerbuch empfehlen: Wicca-Magie für Junghexen von Monika Molitor. Das bietet eben einen groben Überblick und könnte dir zumindest in Hinsicht auf die Feste, was bringen. Ansonsten gibt's ja aber auch im Netz, massigweiße Infos - man muss bloß genau hinsehen und Unsinn, Halbwissen und Wissen trennen lernen ;-) Aber auch da kann ich dir ein wenig helfen und dir auf jeden Fall die Online-Zeitschrift Damháin Alla zeigen.
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Beitragvon Frettchenmutti » 04.11.2012, 18:55

Hey erstmal danke für deine Umfangreiche Antwort :biggrin:

Ja Wicca sagt mir auch was, ich muss aber gestehen dass ich eher ein kleiner Heide bin (wenn man das dann so behaupten kann :wacky: )

Von dem Brauch einen Becher Met rum zu reichen(als Opfertrunk) und zum beispiel Verstorbenen zu gedenken & wünsche an die Götter zu richten wusste ich. Es hört sich aber wirklich nach sehr schönen Bräuchen an :) . Ich habe mir nämlich auch überlegt dieses Jahr das erste mal mit ein paar Freunden das Julfest zu feiern.
Ich meine es ist nicht so dass ich jetzt Weihnachten verschmähe, ich feier es ganz normal mit einfach der Tradition und dem netten beisammensein wegen :-) aber ich fänd es auch schön das Julfest auch als festen Feiertag ein zu führen, an dem man einfach zusammen kommt, trinkt schmaust und ein wenig Gemeinschaftsgefühl erleben kann :devil: .

Ostara ist doch das Osterfest vor der Christianisierung oder? weist du darüber auch was genaueres? Das Einzige was ich weis, ist dass der Brauch der "Osterfeuer" eigentlich aus dem Heidentum stammt.
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Beitragvon Annie-Petit » 04.11.2012, 21:50

Also ich feier auch irgendwie beides, Jule und Weihnachten. Ich bin Weihnachten einfach gewohnt, es ist DAS Treffen unserer Familie und mein Opa hatte am 24.12. Geburtstag :biggrin: Wie gesagt, hoff ich auch dieses Jahr wieder Jule zufeiern und vielleicht hat diesmal auch mein Manne Zeit. Besagte Heidenfamilie feiert deutlich mehr nach den heidnischen Festen, zu Weihnachten geht's aber bei denen trotzdem nochmal zu den Großeltern. Ich denke es ist nicht verwerflich beides zu feiern, wenn man nicht so anstandslos ist doppelt Geschenke zu machen sondern vorallem an der Bedeutung beider Feste festhält.

Zu Ostara kann ich dir nur theoretisches Wissen bieten, da saß ich bis jetzt immer nur allein am Altar und hab mich ein bisschen bewusst mit Thema, Symbolik usw. beschäftig und manchmal noch meditiert.

Du hast schon Recht, Ostara kann man als das Osterfest der Heiden bezeichnen. Im Gegensatz zu Jule geht's hierbei darum, dass das Licht wieder herrscht, die Natur zu leben beginnt, man sich selbst auch wieder viel frischer und energiegeladener fühlt. Auch Eier und Hasen gehören wie bei den Christen dazu. Der Hase ist ein Tier, das mit der Göttin Ostara in Verbindung gebracht wurde. Kennst du diese Geschichte, bei der eine Frau einem Mann ein Ei zeigte (der hielt es für einen Stein) und dann schlüpfte ein Kücken daraus? Das Ei soll auch bei den Heiden für Fruchtbarkeit und Leben stehen.

Soweit zur Theorie und die hab ich auch nur aus Büchern und Foren. Zudem muss ich sagen, dass ich eher modern mit dem Ganzen lebe und dir nicht genau sagen kann, was auch geschichtlich korrekt bzw. belegt ist.

Wenn du noch mehr Fragen hast, zöger nicht und löcher mich ruhig :biggrin: Ich teile alles, was ich weiß gern.
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Beitragvon Dane » 05.11.2012, 09:32

Das Julfest ist genau um die Zeit der Wintersonnenwende, also die längste Nacht des Jahres. Ab der Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger.
Und im Prinzip wird genau das gefeiert. Das Ende der Dunkelheit und das gaaanz langsame Wiedererwachen des Lichtes. Denn zu früheren Zeiten war man ja sehr von Wärme, Licht, Sonne abhängig. Die Arbeiten, die draußen erledigt werden mußten, waren eingeschränkt und (ganz wichtig) die Landwirtschaft war nicht möglich in der Frostperiode.
Das Tannengrün konnte die bald wieder ergrünende Natur symbolisieren. Viel anderes Grün gibt es ja im Winter nicht.
Die christliche Kirche hat, soweit ich weiß, dieses Brauchtum übernommen bzw. in ihrem Sinne etwas umgedeutet, weil sie die alten Sitten nur schwer aus der Bevölkerung austreiben konnte. Überspitzt formuliert: Hauptsache, das Volk hat ihre Feier und wir sagen ihnen, wie sie es nennen sollen. ;-)

Ostern ist ganz ähnlich.
Das alte Frühlingsfest Ostara war ein Fest der Fruchtbarkeit, das Siegen des Frühlings über den Winter, des Lichtes über die Dunkelheit.
Der Hase als besonders fruchtsames Tier sowie das Ei als direktes Symbol der Geburt sollen die Zeit der Fruchtbarkeit (die Natur erwacht zu neuem Leben) anzeigen.
Auch die Osterfeuer zeigen das erstarkte Licht der Sonne an.

Den Wiederauferstehungsmythos gibt es übrigens auch in der germanischen Mythologie:
Balder, der Gott des Lichtes, stirbt durch Verrat (das Licht verschwindet). Nach dem Fimbulwinter, einer besonders harten und langandauernden Zeit des Frostes, folgt die Götterdämmerung Ragnarök, in der sich Götter und Riesen (Naturgewalten) gegenseitig ausmerzen (Winter: alles Leben der Natur kommt zum Erliegen). Danach kann Balder aus dem Totenreich zurückkehren und die Welt erstrahlt wieder in neuem Glanz (das Licht kehrt wieder).

Diese und andere germanische Göttersagen sind ein Sinnbild dafür, daß die germanische Mythologie mit all ihren Figuren eine personifizierte Darstellung der Natur und ihres ewigen Kreislaufes ist.

Ich feiere die Sonnenwenden und die Tag-und Nachtgleiche im Frühling. Wenn es irgendwie machbar ist, entzünde ich ein Feuer, opfere etwas darin und bin ansonsten dabei lieber still in mich gekehrt.
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Beitragvon Frettchenmutti » 05.11.2012, 22:54

Danke euch beiden :-)

Da hab ich so zu sagen einmal die "Moderne" Sicht auf das Julfest, und einmal eine "traditionell-historische" erklärung.

Bin Grad echt begeistert :biggrin: . Also die Geschichte mit dem Ei kenne ich nicht, zugegeben habe ich auch gedacht dass der Hase als Symbol eher aus dem Christentum stammt... tja so kann man sich täuschen. Wie geht dann die Gesichte genau? Ja ganz ehrlich Weihnachten gehört einfach dazu... es hat für mich einfach keinerlei Religiösen Bezug, es ist einfach ein Familienfest, und eine Tradition die sich zu pflegen lohnt.

Die Gesichte mit Balder kenne ich, und klar wenn man einmal so darüber nachdenkt... muss man erstmal auf die Idee kommen diese Geschichte überhaupt mit dem Wechsel der Jahreszeiten in Verbindung zu bringen... aber das ist es wahrscheinlich, dass Menschen die heute leben, einfach die Verbindung zur Natur verloren haben :undecided: . Aber wenn man es so sieht scheint es eigentlich ganz logisch :-) Deswegen möchte ich mich mit dem Thema auch gern beschäftigen, weil ich davon übereugt bin, dass man aus der Vergangenheit einiges lernen kann, und dass es nicht immer nur der Blick in die Zukunft ist der sich lohnt.
Tja ist eigentlich gar nicht dumm von der Kirche... einfach dem altbekannten einen neuen Stempel aufdrücken :devil:

Das mit dem Feuer finde ich einen sehr schönen brauch... es ist schließlich das älteste Symbol für menschliche Gemeinschaft :wacky: .

Ich habe da so ein paar "Heiden" in meinem Bekanntenkreis, und werde sie mal fragen ob sie Lust zu einem kleinen Julfest haben, mit einem Feuer einem kleinen Opfermahl und so weiter. Ich würde gerne meinem verstorenen Onkel und meinen Großvätern& Stiefgroßvater gedenken.
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Beitragvon Annie-Petit » 06.11.2012, 09:24

Ich beschäftige mich auch mit diesen Sachen, weil es mich einfach nach den "Wurzeln" und der Vergangenheit sehnt. Einerseits ist es schön, dass man sich heute nicht mehr nach der Natur richten muss - im Winter gibt's genauso viel zu essen und es ist warm in der Wohnung etc. Auf der anderen Seite ist es auch nicht verkehrt, sich mal wieder darauf zu besinnen, wie man mit dem Naturkreislauf lebt.

Oh, wie war denn das mit dem Ei. Eigentlich schon so einfach, wie ich's geschrieben hatte. Ich glaube, die Geschichte war auch christlichen Ursprungs, die Bedeutung bleibt aber gleich. Das hatten wir mal in der 5. oder 6. Klasse... Ich meine, es war ein Kriegsherr, der das Land vor sich als tot und somit nutzlos ansah. Da kam eine dort lebende Frau und zeigte ihm ein Ei. Sie sagte, dass selbst in diesem Stein Leben liegt und in dem Moment schlüpfte dann auch ein Kücken daraus. Das überzeugte den Kriegsherr, dass dieses Land doch brauchbar war. - Das wäre die grobe Geschichte, wie gesagt, ist lang her :blush:

Zum Feuer fällt mir noch ein allgemein schöner Brauch ein: Es heißt, wenn man mit jemanden Hand in Hand über ein Feuer springt, wird die Bindung zwischen beiden intensiver und soll ewig halten. Das hab ich sowohl mit meinem Manne und mit meinem besten Freund gemacht - hat sich einfach total gut angefühlt und Spaß gemacht!
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Beitragvon Frettchenmutti » 07.11.2012, 18:39

Ja wie gesagt die Verbindung zur Natur ist bei den meisten Menschen leider ziemlich flöten geganen :undecided: ich würde auch nicht behaupten dass ich davon verschont bin... aber ich bemühe mich auf jeden Fall wieder zur Natur und den "Alten Göttern" zurück zu kehren ;-)

Nee also von der Gesichte habe ich definitiv noch nie zuvor gehört :-)

Ach das mit dem Feuer ist auch ein schöner Brauch :wacky: leider habe ich noch keinen Menne mit dem ich das machen könnte :-( ;-)
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Beitragvon Kattugla » 08.11.2012, 21:09

Darf ich mal so ganz nebenbei fragen, was Dich zu der eigentlichen Frage motiviert?

Paganer Glaube (welcher Richtung auch immer) als Stilmittel?
Als sowas wie Gewandung für innen?
Als Ausstattungsmerkmal?
Als notwendig in bestimmten Szenekreisen?

Im Moment liest es sich für mich so, als würdest Du gerne mal ein bisschen herumprobieren wollen, ohne Dich allzusehr mit den Grundlagen beschäftigen zu müssen.
Tut mir leid - aber das sehe ich so und ähnlich bei diversen Druidendarstellern und Möchtegernhexen auf diversen Märkten, die Anspruch und Wirklichkeit verwechseln und damit sowohl dem Reenactment als auch den Heiden gleich welchen Glaubens einen Bärendienst erweisen.

Ich bin bekennende Heidin, hier gibt es auch noch einige andere - mal überlegt, warum Du von denen keine Antwort auf Deine Frage bekommst?

Sorry für den Tanten-Ton, aber werd Dir erstmal klar, warum Du das alles überhaupt willst, bevor Du ohne zu wissen, was Du wirklich tust, übers Feuer springst oder Göttern opferst, von denen Du gerademal ansatzweise gehört hast oder in Dingen herumrührst, die auch mal ganz anders antworten können als geplant. Oder leb mit den Konsequenzen.
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Beitragvon Frettchenmutti » 09.11.2012, 17:43

Nun ich würde mich selbst auch als Heide bezeichnen und hätte nicht erwartet dass gleich mit dem Finger auf mich gezeigt wird nur weil ich eben NICHT alles weis und weil ich deswegen frage und mich mit dem Thema beschäftigen möchte.

Verzeih meinen vielleicht auch naiven Enthusiasmus aber ich habe mich einfach gefreut dass es Menschen gibt die auf meine Fragen antworten. Wenn du sie dir vielleicht einmal "genau" durchgelesen hättest dann wärst du auch darauf gestoßen dass ich mich auch über die Ursprünge und tratitionelle Aspekte des Julfestes erkundigt habe.

Entschuldigung aber ich kann nicht riechen wer der hier angemeldeten Mitglieder nur Heidnisch, oder christlich oder budhistisch oder sonst welcher Gesinnung ist. Ich habe gehofft das jene Heiden die sich vielleicht ein wenig besser auskennen als ich sich zu diesem Thema melden würden... wenn sie es nicht tun ist das schade... aber damit muss ich dann wohl leben.

Wenn du das Buch "Heidnisch für Dummies" für mich hättest und mir herunter beten möchtest wie man dann ein ECHTER Heide ist, und wie man RICHTIG zu glauben hat, dann können wir gleich wie die christen und muslime weiter machen und uns über ein und die selben Götter die Köpfe einschlagen.

Will mir jemand einblicke in seine Gebräuche näher bringen... NUR ZU. Ich hatte nach nichts anderem gefragt. In der Religion gibt es meiner meinung nach kein Richtig oder falsch und man kann nur lernen wenn es Menschen gibt die einem die Hand reichen.

Aber danke für deine Kritik wenn du mich persönlich kennen würdest dann hättest du vielleicht ein besseres Bild von mir ;-)
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