Art Yarn spinnen: Spin Art von Jacey Boggs (engl.)

Welche Fachliteratur kennt Ihr, was könnt Ihr empfehlen, was nicht? Und wo kann man diese Bücher beziehen oder einsehen?

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Art Yarn spinnen: Spin Art von Jacey Boggs (engl.)

Beitragvon Flinkhand » 29.02.2012, 12:59

Leider nur auf Englisch, dafür aber ein enormer Fundus an Wissen rund um das Spinnen von Art Yarns und vielen vielen Tipps. Vor allem die beiliegende DVD ist super.

Spin Art von Jacey Boggs

Gefunden auf http://www.insubordiknit.com/

Also wenn du englisch kannst und gern am Spinnrad sitzt, dann hol dir das Buch ;-)
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Beitragvon Lise » 28.12.2012, 13:35

Ich bin deinem Ruf gefolgt und habe dieses Buch gekauft.
Die Anleitungen sind echt gut verständlich, sinnvoll bebildert und man kann gut danach arbeiten.
Unschlagbar ist natürlich die DVD in der alles nochmal verständlichlicher (weil bewegtes Bils) gezeigt wird.

Aber eine Frage habe ich: sie arbeitet ihre Garne alle ohne Haspel, oder? Bei ihr sind die immer schon ausgeglichen. Ist das notwendig, oder kann ich auch wie gewohnt hinterher haspeln?

Liebe Grüße!
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Beitragvon Klara » 28.12.2012, 21:39

Lise hat geschrieben:...

Aber eine Frage habe ich: sie arbeitet ihre Garne alle ohne Haspel, oder? Bei ihr sind die immer schon ausgeglichen. Ist das notwendig, oder kann ich auch wie gewohnt hinterher haspeln?

...


Haspeln ist dazu da, das Garn von der Spule runter und in Strangform zu bringen (ziemlich sicher auch bei Jacey Boggs - ich kann mir nicht vorstellen, dass sie über den Ellenbogen oder Stuhlbeine wickelt).

Dann wird der Strang von der Haspel runtergenommen und kommt in warmes bis heisses Wasser (gerne mit ein bisschen Spüli, wenn das Garn noch ein bisschen Reinigung vertragen kann - bei industriell verarbeiteter Faser immer) - dabei wacht eventuell seit dem Spinnen eingeschlafener Drall wieder auf und der Zwirn bekommt seine endgültige Form. Dann hängt man den Strang zum Trocknen auf - und Jacey Boggs besteht darauf, dass man ihn auf KEINEN Fall, NIE nicht beschwert.

Ich weiss schon nicht, woher die Bezeichnung "haspeln" für "auf die Haspel wickeln, mit Wasser besprühen und auf der Haspel trocknen lassen kommt". (Wir sind uns einig, dass dabei vom Inhalt einiges verloren geht?) Und ich weiss noch weniger, wer auf die Idee gekommen ist, so zu arbeiten - oder warum's Nachahmer gibt.

Beim Anfeuchten auf der Haspel wird das Garn weder sauberer, noch kann es richtig "aufblühen". Ich habe Garne, die nach dem Waschen 30 % kürzer sind als vorher (und entsprechend dicker) - was sollen die unter Spannung auf der Haspel machen? Die grosse Überraschung kommt dann beim ersten Waschen des fertigen Strickstücks. Muss ich nicht haben... (und Jacey Boggs auch nicht - daher das Verbot, den Strang beim Trocknen zu beschweren. Was in etwa aufs Gleiche rauskommen würde, wie ihn auf der Haspel trocknen zu lassen.)

"Anfilzen" zum Stabilisieren von Singles oder Angoragarnen geht auch nicht. Die Überraschung kommt dann beim Tragen des Angorateils...

Aber grundsätzlich kannst du natürlich machen, was du willst - es ist DEINE Wolle!

Ciao, Klara
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Beitragvon Ragnhild » 28.12.2012, 23:59

Meines Halbwissens nach haspelte man die Wolle früher, indem man sie auf eine Haspel wickelte und diese dann über Nacht draußen liegen ließ. Der Tau benetzte die Wolle dann, am nächsten Tag trocknete sie wieder. Leider kann ich nicht mehr sagen, woher ich das habe, aber ist das völlig verkehrt?

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Beitragvon Flinkhand » 29.12.2012, 08:47

Ich arbeite auch mit der Haspel zum Abwickeln der Wolle von der Spule auf einen Strang. Dann Entspannungsbad und ohne Spannung trocknen lassen.
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Beitragvon socke » 29.12.2012, 10:22

Bei den alten Haspeln war ein Mechanismus vorhanden, welcher in gleichen Abständen "klickte".

Durch dieses Klicken konnte man eine gewünschte Länge bestimmen.
Es wurden zwei oder mehr Fäden auf der Haspel aufgezogen und von dort aus verzwirnt.
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Beitragvon Lise » 29.12.2012, 10:35

Naja was haspeln ist und warum man das macht weiß ich ja...
Ich wickele meine Wolle von der Spule auf dieHaspel, mach die nass und lass alles unter Spannung trocknen. Es sei denn ich verzwirne noch, dass Haspel ich nicht.
Ich habe mich nur gefärbt, ob sie überhaupt sowas in der Art macht, weil sie immer von der Balance spricht und dass man darauf achten soll beim Spinnen...

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Beitragvon Klara » 29.12.2012, 13:58

Lise hat geschrieben:Naja was haspeln ist und warum man das macht weiß ich ja...

...


Ja? Könntest du mir das warum dann bitte erklären? Denn wie schon gesagt, ich sehe da bei heutigen Verhältnissen und Spinnpraxis absolut keinen Sinn drin.

Ragnhild, wenn ich jeden Eimer Wasser vom Ziehbrunnen holen müsste, würde ich wahrscheinlich auch Tau und Regen die Arbeit machen lassen. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass das auf die Haspel wickeln, befeuchten und auf der Haspel, also unter Spannung, trocknen lassen, ganz günstig ist um (vermutlich dünne und fest gedrehte) Singles zu "zähmen", bevor man sie verwebt.

Nur - wer von uns spinnt denn Einfachgarne, aus denen man Leintücher (und Handtücher etc.) webt? Mir graut schon bei dem Gedanken dran (und erst recht der Gedanke ans Schären, Bäumen, etc... Unsere Vorfahren hatten uns - oder zumindest mir - einiges voraus...)

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Beitragvon Verry » 29.12.2012, 15:51

Seit sich mir letztens ein Strickstück aus Single total verzogen hat, da nicht gespannt, wird bei mir je nach Verwendungszweck vorgegangen: Zum Weben wird gespannt, zum Stricken auch (bzw. Singles). Zwirne oder Garne, wo der Verwendungszweck noch unklar ist, werden nur gehaspelt und nach dem Duschen ins feuchte Bad gestellt. Trotzdem stecke ich die meisten Strickstücke nach der Fertigstellung noch mal.
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Beitragvon Lise » 29.12.2012, 20:45

Also bei mir wird prinzipiell jedes Garn auf der Haspel geduscht und dann auf der Haspel getrocknet. Das ist meine Verfahrensweise und ich komme gut damit zurecht.
Ob man Garn gespannt, beschwert oder unbehelligt trocknen, sich entspannen oder entspannen lässt ist ja eh "Glaubenssache".

und eigentlich hat das ja auch eh nichts mehr mit Boggs zu tun :-) Also zurück zum Thema.

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