Herr der Ringe vs. Nebel von Avalon

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Herr der Ringe vs. Nebel von Avalon

Beitragvon alina » 26.12.2005, 19:38

Mithfenien
Erstellt am 28.07.2004 - 12:30

Hi!

Den Anfang dieser Diskussion gibt's hier:

www.foren.de/system/morethread-nebelvon ... 64-10.html

Da sich die Diskussion doch sehr von Film zu Buch gewandelt hat, hab ich mal einfach hier einen neuen Thread aufgemacht.

Also, telly schrieb, dass sich für sie die Tiefe eines Buchs entscheidend durch die Athmosphäre und Erzählkunst des Autoren geprägt wird...

Ich würde sagen, ja, zum Teil hast Du natürlich recht, kommt einfach ein bischen auf die Definition von Tiefe an... man kann schriftlich so unheimlich gut aneinander vorbei 'reden'
Tiefe ist für mich im Herrn der Ringe diese mit fundierten Kenntnissen in Sprachwissenschaft und Mythologie begründete 'Superwelt', eine komplette Historie eines fiktiven Universums zu erschaffen, mitsamt ganzer Sprachen...Mythologien und Geschichte... ich glaube, das erschließt sich einem aber erst richtig, wenn man zu HdR noch den Hobbit und das Silmarillion gelesen hat.
Ich geb allerdings auch zu, dass der HdR so seine Längen hat.
Allerdings kann ich eine 10seitige Brotsuche durchaus schätzen, denn ich finde Brot sehr wichtig. Da geht es schließlich um Überlebenswichtiges, konkret und metaphorisch. Leider hab ich die Stelle nicht mehr im Kopf...
Vielleicht magst Du ja mal eine Seitenangabe / Kapitelangabe posten?

Liebe Grüße,
Mithfenien, die



Melnibone
Erstellt am 30.07.2004 - 07:13

Und du vergaßt zu erwähnen das Tolkien als Vater der Fantasie im allgemeinen gilt.

Ohne ihn, wer weiß wo die Fantasy literarisch heute wäre.

Liebe Grüße ..
[Dieser Beitrag wurde am 30.07.2004 - 07:14 von Melnibone aktualisiert]
Melnibone
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fugam victoriam nescit / quod optimum, idem jucundissimum



telly
Erstellt am 30.07.2004 - 10:19

Du... Brot find ich auch wichtig, aber deshalb eine 10 Seiten lange - zugegeben zache - Schilderung zu geben...?

Müsst die Stelle nochmal suchen, aber vor nächster Woche schaff ichs nicht, weil ich in ein paar Stunden nach Friesach fahr und noch packen muss *hilfe*
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Vergnügen bringt das Leben, wenn die Weisheit fehlt



mithfenien
Erstellt am 30.07.2004 - 12:40

Da hast Du natürlich recht, Melnibone...
Allerdings gab es wohl auch ein paar Co-Mütter...

Nur mal so, damit Hope Mirlees nicht ganz in Vergessenheit gerät:

www.epilog.de/PersData/M/Misc/Mirrlees_ ... nd_kAC.htm

Sie hat ihren einzigen, aber recht erstaunlichen Fantasyroman 1926 veröffentlicht, also ungefähr zur gleichen Zeit, in der Tolkiens Werke entstanden.

Ist natürlich nicht mit Tolkiens Weltentwurf zu vergleichen, aber dieser Entwurf von Mirlees hat erstaunliches Potential!

Telly - wär schön, falls Du die Seitenangabe irgendwann noch mal posten könntest, aber eilt ja nicht...

Liebe Grüße,
Mithfenien



Rigana
Erstellt am 30.07.2004 - 16:47

Mir ist gar nicht aufgefallen, dass im HdR 10 Seiten lang nach Brot gesucht wird. Und ich hab ihn schon mehrere Male gelesen.

Ich hab nochmal den 2. Band (also Buch 3 und 4) überflogen, aber eine zehnseitige Brotsuche ist mir nicht untergekommen. Werde mich auch mal überflugsmäßig den übrigen Büchern widmen... Vielleicht bin ich ja ein bissl blind

Wieauchimmer: Brot ist wichtig, Hochzeiten sind schön
Aber der HdR ist gerade in dieser romantischen Liebesschiene nicht so verfahren. Es gibt zwar Rumschmachterei, aber die ist nicht elementar wichtig für die Handlung. Also warum näher auf Hochzeiten eingehen? So etwas würde das Buch wirklich noch unnötig längen...

Alles Gute,
Rigana
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Mutig ist der Löwenbezwinger, mutiger der Weltbezwinger am mutigsten aber ist, wer sich selbst bezwingt.
www.wirweben.de



telly
Erstellt am 02.08.2004 - 12:51

Es gibt zwar Rumschmachterei, aber die ist nicht elementar wichtig für die Handlung. Also warum näher auf Hochzeiten eingehen? So etwas würde das Buch wirklich noch unnötig längen...
--> in diesem Buch ist mir aber öfter aufgefallen, dass elendslang für die Handlung unwichtige Dinge geschildert werden, und sowas kann ich nicht leiden, das nimmt dem Buch den Schwung

Memo an mich selbst - Brotsuchstelle suchen
[Dieser Beitrag wurde am 02.08.2004 - 12:52 von telly aktualisiert]
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knick
Erstellt am 24.09.2004 - 13:01

Spannende Diskussion.

Jetzt will ich auch mal meinen (sinnlosen) Senf abgeben:
Natürlich hat der HdR seine Längen - und wirklich verstehen kann man das meiste wirklich erts, wenn man das Silmarillion gelesen hat (nur das Ding - so sagen viele - ist zäh!)
Schließlich ist der HdR laut Tolkien ja nur ein kleiner Teil seiner Gesamterzählung und er hat damals einfach nur mal einen Teil ausformuliert (ohne einen echten Gedanken daran zu verschwenden, dass das mal jemand toll finden könnte).
Aber Tolkien nur wegen seiner Perfektionsliebe und seines - zugegebenermaßen großes - Wissen über Mythen (und deren gnadenlose Verwendung - was im Sinne der Schaffung eines neuzeitlichen Mythos vollkommen o.k. is) als Vater der Fantasy zu bezeichnen?
Ich denke das ist zu viel der Ehre. Es gab schon einige davor (z.B. ETH Hoffmann, um auch mal einen Deutschen mit ins Geschehen einzubeziehen, oder Jules Verne).
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Ich möchte einfach nur hier sitzen!


alina
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