Corvus Albus

Hier könnt Ihr posten, wenn Ihr einen Verein vorstellen möchtet oder Fragen zu Vereinen und Organisationen habt.

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Corvus Albus

Beitragvon alina » 29.12.2005, 09:56

Roland...
...Erstellt am 27.07.2005 - 19:58

Hallo verehrte Leser,

es ist mir eine große Ehre und Freude, Euch hier meinen Verein vorstellen zu dürfen.

Der Verein "Corvus Albus" - Die weißen Raben

Der Mittelalter-Verein "Corvus-Albus e.V." hat sich das Ziel gesetzt, die Welt des frühen 13. Jahrhunderts möglichst authentisch nachzuleben. Dargestellt wird eine Gruppe westfälischer Landadeliger. Dabei ist bewußt darauf verzichtet worden, historische Persönlichkeiten oder hohe Adelige darzustellen, da dies nur unter großen Schwierigkeiten möglich wäre. Dennoch wird großen Wert auf eine stimmige und möglichst authentische Darstellung des Mittelalters gelegt. Dies beginnt mit einer korrekten Rekonstruktion der damaligen Kleidung. Die Gewänder werden mit Hilfe mittelalterlicher Quellen recherchiert und dann möglichst originalgetreu mit der Hand genäht. Die gleiche Sorgfalt wird auf die zeitlich korrekte Ernährung gelegt. Die Köchin der Raben kann auf einen riesigen Rezeptefundus von rund 600 Rezepten zugreifen und ist ständig auf der Suche nach neuen zeitgemäßen Kochideen. Für moderne Zutaten wie etwa Kartoffeln oder Tomaten ist da kein Platz. Statt dessen erfreut die Raben-Köchin die tapferen Ritter und edlen Damen mit schmackhaften Gerichten wie etwa Rotkohleintopf, Knoblauchsuppe mit Mandeln oder Eier in gelber Sauce, wobei die Sauce u.a. aus Bitterorangenmarmelade mit scharfem Senf besteht.
Gerne ist man auch bereit, das gesammelte Wissen anderen zu vermitteln. Auftritte in Schulen oder Kindergärten sind keine Seltenheit. Ein Rabe leitet sogar mehrmals im Jahr sehr gefragte Bühnenkampfkurse mit internationaler Beteiligung. Trotz allem verstehen sich die Raben nicht als "Brachialauthentiker". Moderne Errungenschaften wie etwa Brillen werden selbstverständlich akzeptiert.
Die Gruppe verfügt derzeit über 7 Zelte und trainiert regelmäßig das Kämpfen mit den verschiedenen Waffen des Hochmittelalters, Schwert und Schild, Axt, Speer, Kampfstab, Pfeil und Bogen. Dabei tragen die Raben dann mitunter bis zu 16 kg schwere Kettenhemden.
Der Verein besteht zur Zeit aus 15 Mitgliedern. Altersmäßig ist alles vertreten von 4 bis 40 Jahren. Auch berufsmäßig bilden die Weißen Raben ein buntes Gemisch, da tummeln sich Studenten, Hausfrauen, Angestellte, Beamte, Historiker und sogar eine Ärztin. Gegründet hat sich die illustre Gruppe 2001, vereinsmäßig organisiert ist sie seit 2004, eine Internetseite wird gerade erstellt. Kommuniziert miteinander wird ganz unmittelalterlich mit Hilfe eines Internetforums und per Handy. Dies ist auch nötig, da die Raben aus verschiedenen Städten wie Essen, Hagen, Lüdenscheid und Münster kommen. Interessenten an der Welt des Mittelalters und des frühen 13. Jahrhunderts sind gerne willkommen.

Roland von Hagen



Ingo...
...Erstellt am 27.07.2005 - 22:21

Das klingt alles ganz interessant, leider ist nicht Westfalen, sondern die Britanie meine Ecke - die Zeit ist aber dahe an meiner und Euer Konzept schein auch sehr stimmig zu sein - gibt es schon eine Internetpräsens, wo von Euren Aktivitäten Bilder zu sehen sind?

Gruß, Ingo



Erdnul...
...Erstellt am 27.07.2005 - 23:24

Hallo Roland,

mich hat in deiner Vereinsvorstellung die Bitterorangenmarmelade total fasziniert. Wo kam die her, anno 1225 oder so?
Versteh mich recht, ich habe keine Ahnung vom Mittelalter und lerne dank Flinkhand-Forum ständig dazu

Gab es da Handelswege für Orangen und sowas? Und welche? Wie muß man sich das praktisch vorstellen? Kam die fertige Marmelade? Wahrscheinlich, denn Orangen halten wohl nicht "zu Fuß" vom Mittelmeerraum bis nach Westfalen, oder doch? Oder kam die Ware vielleicht per Schiff und dann von Norden her, oder auf dem Rhein? Und wie teuer war das wohl? Wer konnte sich sowas leisten? Und wo konnte man das kaufen? Auf dem Markt, war es so verbreitet?

Fragen über Fragen an den weißen Raben von einer an den praktischen Dingen sehr interessierten
erdnul-Sabine



david...

...Erstellt am 28.07.2005 - 09:57

Hallo Roland,

danke für deine ausführliche Gruppenvorstellung.
Da ich auch versuche das -wenn auch späte- 13.Jhd. darzustellen und mich dabei möglichst nah an den historischen Vorlagen bewegen möchte ( siehe hier : http://www.familia-ministerialis.de/ ), interessiert mich der Beleg für die Orangenmarmelade ebenfalls brennend.
Meine Frau würde sich weiterhin für einen Tipp wo es die vielen überlieferten Rezepte aus dem 13. Jhd. gibt interessieren.
Danke.

Liebe Grüße,
David



Knappe...
...Erstellt am 28.07.2005 - 17:06

Noch ein 13. Jahrhündertler!! Scheint eine gute Gruppe zu sein, freue mich schon brennend auf eure Internetseite!!

Orangenmarmalade - nicht schlecht für Landadlige. Ich bin zwar skeptisch, dass solch eine exotische und leicht verderbliche Ware zu dieser Zeit in diesen Kreisen Verwendung fand (selbst meine Mutter kannte in ihrer Kindheit kaum Orangen), lasse mich aber gern eines Besseren belehren - Aber das gehört glaube ich nicht hierher, sondern eher in den "Essen"- Thread

Gruß, Michael.



Xiabeau...
...Erstellt am 28.07.2005 - 17:18

Hallo,

schön von euch zu lesen. Habt ihr denn auch Knechte und Mägde und andere Bedienstete? Oder besteht ihr nur aus Adeligen?

Liebe Grüsse, Xia



Roland...
...Erstellt am 28.07.2005 - 20:32

Hallo zusammen,

erst einmal vielen lieben Dank für die nette Begrüßung hier.
Eine Homepage haben wir noch nicht, sie ist aber in Arbeit. Ich hoffe, dass wir nach den Sommerferien Ende August erste Ergebnisse präsentieren können.
Zu den Rezepten: meine Frau, gleichzeitig unsere Lager- und Vereinsköchin besitzt eine große Sammlung von Kochbüchern mit mittelalterlichen Rezepten, weitere Rezepte stammen aus dem Internet. Wenn jemand die Titel interessieren, der möge sich einfach bei uns melden.
Zu den Fragen zur Orangenmarmelade: Bereits die Römer kannten eine bitter schmeckende Zitrusfrucht. Im 10. Jahrhundert n. Chr. brachten die Mauren die Pomeranzen ( eine saure Orange ) nach Europa, insbesondere nach Sizilien und Südspanien. Modernere Zucht- und Ausleseerfolge fanden im Mittelalter in den Klostergärten Europas statt.
Also ist es durchaus möglich, bei hochmittelalterlichen gerichten bittere Orangenmarmelade zu verwenden. Sie war zwar teuer und schwierig zu beschaffen, aber es war möglich, sie zu beschaffen. In unsere Gefilde kam sie wahrscheinlich über den Rhein.

Liebe Grüße

Roland von Hagen



David...
..Erstellt am 29.07.2005 - 09:51

Hallo Roland,

ich wäre sehr an den Titeln der Kochbücher mit Rezepten aus dem 13. Jhd. interessiert.
Vielleicht kannst du sie ja hier irgendwo in einem passenden Thema einstellen? Ich denke das interessiert hier nicht nur mich.
Für mich wäre es das erste mal, daß ich etwas von überlieferten Rezepten aus dem 13. Jhd. höre. Aber man lernt ja nie aus...

Gut, das mit der Marmelade ist recht weit hergeholt (im wahrsten Wortsinn ), aber es ist ja eure Sache.


Gruß,
David



Schoferin...
...Erstellt am 09.08.2005 - 09:04

Bitte, stelle die Kochbücher doch in die Literatur-Liste, ich brauche immer Nachschub vor allem an lagertauglichen Rezepten.



alina
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