Welche Garndicke?

Fragen zu Webstühlen, Brettchen, Garnen oder lieber am Gürtel weben usw. sind hier richtig.

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Welche Garndicke?

Beitragvon Tharisai » 01.10.2013, 11:11

Jetzt habe ich zwei Borten fertig, in die erste sicher alle Fehler eingebaut die man machen konnte. Die zweite ist schon sehr schön geworden. Nachdem ich für beide Borten frei fröhlich irgendein Baumwollgarn genommen hatte, habe ich schön sehen können wie unterschiedlich Dick die Borten geworden sind.
Jetzt will ich eine Borte mit geplanten Verwendungszweck machen: Und zwar soll sie den Saum eines noch zu nähenden Kleides zieren.

Da das Kleid aus 100% Baumwolle (Jerseystoff) bestehen wird, will ich wieder Baumwollgarn verwenden. Aber wie dick sollte die maximal sein? Bzw. was sind da eure Empfehlungen/Erfahrungen?
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Beitragvon Sandra » 01.10.2013, 18:25

Meinst du die Dicke oder die Breite? Prinzipiell ist das persönlicher Geschmack, die Breite des Bandes hängt neben der Brettchenanzahl und dem Garn auch davon ab, wieviel Spannung du auf der Kette hast und wie fest du den Schussfaden anziehst. Wenn es Baumwolle sein soll, dann hab ich gute Erfahrungen mit dem dünnen Baumwollhäkelgarn gemacht. Es gibt da so eine Standarddicke und manchmal noch etwas dünneres.
Liebe Grüße, Sandra

Geschichte besteht aus einem Haufen Lügen über Ereignisse, die niemals stattfanden, erzählt von Menschen, die nicht dabei waren. (George Santayana)
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Beitragvon blue » 02.10.2013, 06:21

Für Kleidung nehme ich gerne Baumwollzwirn von Zürcher (Schweitz) das ist wirklich schön dünn und die Borte wäre auf Jerseystoff nicht so schwer
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Beitragvon Tharisai » 02.10.2013, 08:12

Danke für die Antworten :-)

Dass die Breite variiert durch die Brettchenanzahl und durch das gewählte Garn ist mir bewusst. Mir geht es um die Dicke der Borte.

Ich schaue mal ob ich den Baumwollzwirn in München auftreiben kann. Dann probier ich das mal mit dem. Alternativ gibt es sicher dünnes Häkelgarn. :-)
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Beitragvon Raimunda » 16.01.2014, 20:42

ich benutze gerne Deckchenhäkelgarn. Dann wird die Bordüre nicht so dick, ist besser für Gewänder.
Habe aber auch schon mit dickeren Garn gewebt, dann sollte aber der Stoff (auf den die Borte genäht werden soll) nicht so leicht sein.
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Beitragvon nachteulchen007 » 17.01.2014, 00:51

Ich nehm auch das dünnste Baumwollgarn, das es für's Häkeln gibt. Da gibt's ein ganz spezielles, womit man Kunsthäkeln machen kann.
In einem guten Handarbeitsgeschäft müsste man Dir da weiterhelfen können.
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Beitragvon ate » 17.01.2014, 08:11

Da ich noch Anfänger bin, will ich für Versuche kein teures Garn nehmen. Ich habe 10er Häkelgarn genommen, da es dieses in vielen Farben gibt. Da ich auch noch uralte Reste habe, muss ich nur noch aufpassen, dass ich nicht Cable mit normaler Zwirnung mische. Auch musste ich feststellen, dass türkisches Häkelgarn aus Poli in Kombination zu BW nicht ideal ist. Mein Fazit: in einem Band nicht alle Reste mischen, sondern bei einem Garn bleiben in der Kette.

LG Ate
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Beitragvon Raimunda » 20.01.2014, 20:24

Günstige BW-Garne kann man auch mal beim Restpostenmarkt finden....
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Beitragvon Dryade » 24.01.2014, 16:59

Ich habe es auch schon mit dem "standard (=finde ich in jedem Geschäft)" Häkelgarn aus Baumwolle probiert, finde aber, dass die fertige Borte dann zwar schön dünn und fein wird - aber zu sehr glänzt... gerade für mittelalterliche Borten. (Mir geht es nicht um authentisch - da wäre Baumwolle sowieso fehl am Platz, mir geht es um "pseudo-authentische" Optik ;-) )

Deswegen bin ich davon wieder abgekommen... was eigentlich schade ist, denn das Material lies sich toll weben und die Borte wurde eben genau "nicht so dick", so dass man sie schön für einen Saum nehmen könnte.

Habt ihr da irgendeinen Tip? Oder redet ihr alle etwa von einem anderen Häkelgarn???
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Beitragvon JohannaG » 24.01.2014, 18:29

Wieso möchtest du denn den Glanz nicht? Okay Leinen und Wolle haben als Borte keinen Glanz aber Seidenborten schon. Wenn man schon Baumwolle nimmt, was ich auch oft mache, finde ich den Glanz gar nicht so schlimm.
JohannaG
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