Fadenhalter selbst gebaut

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Fadenhalter selbst gebaut

Beitragvon Faramir » 09.01.2014, 19:51

Liebe Fories!

Ich weiß nicht wieviele von euch sich schon verhedert habem beim Schären der Brettchen. Ich habe mich jedenfalls immer gründlich dabei verhedert und so dachte ich mir etwas aus damit dies nicht mehr so leicht passiert. Ein Fädenhalter musste her.

Mein Fadenhalter sieht so aus:

Auf einer Gewindestange werden - für jeden Faden einen - große Kunststoffscheiben eingefädelt. Als Abstand (Fadenbreite) zwischen den Scheiben genügen 1 bis mehrere Ring-Aufkleber - welche die man benutzt um gelochte Papiere zu verstärken. Dann das Ganze an beiden Enden mit einer Mutter bespannen und mittels Winkel auf ein schweres Holzbrett montieren. Benötigt werden zwei davon. Fertig ...

Damit kann ich erstmal schön die Kettfäden leicht gespannt einhängen und nichts verhedert sich. Zum anschliessenden Schären nehme ich einfach den jeweiligen Faden wieder ab und danach hänge ich ihn wieder ein. Wenn alles geschärt ist dann spanne ich das Ganze zwischen zwei Holzleisten damit ich Zug geben kann und hänge das Ganze in den Brettchenwebstuhl ein.

LG
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Beitragvon Rigana » 10.01.2014, 11:45

Sorry, ich brauche ein Bild.... :dizzy: Hab zwar versucht, es mir vorzustellen, aber so ganz klappts nicht.
Ist dieser Fadenhalter nun für das Brettchen-für-Brettchen-Einziehen oder für den Endloseinzug?

Fürs Einziehen verwende ich einen simplen Abroller, auf den ich meine Garnrollen platziere. Dann wird endlos eingezogen. Dabei verdrehen sich die Fäden zwar auch, aber das wird mit der Routine weniger. Dennoch wäre der Fadensortierer evtl. ein schönes Hilfsmittel, wenn man sehr viele Brettchen mit ein und demselben Einzug hat. Da verdrillt sichs nunmal oft so sehr, dass ich zwischendurch zum Aufdrillen die Fäden trenne und neu festknote.

LG Rigana
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Beitragvon WickedWeaver » 10.01.2014, 15:18

Bild wär echt toll, bin immer neugierig auf improvisierte Hilfsmittel und ungewöhnliche Problemlösungen! (*auf ihren momentan verwaisten WebSTUHL guckt* :blush: )

Viele Grüße und willkommen im Wahnsinn! :devil:

Marion
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Beitragvon Faramir » 10.01.2014, 20:10

Tip: Für ungewöhnliche Lösungen bietet sich oft den Blick in die Spielkiste der Kinder an ... Technik-Lego! Damit kann man schnell irgendwelche Hilfsmittel ausdenken und ausprobieren. :devil: (naja, manchmal ist es nicht mehr als Spielzeug verwendbar nachdem ich solches in Konstruktionen "eingeleimt" hatte ...) :wacky:

Da ich gerade mein Fadenhalter umbaue (verlängere) kann ich davon erst später ein Bild rein stellen. Aber ich montiere gerne mal auf die Schnelle ein Mini-Provisorium damit ihr euch vorstellen könnt was das sein soll:

http://abload.de/img/fadenhalter1f0u7u.jpg

Auf dem Foto sind einige Möglichkeiten. Kunststoffringe sind am besten weil diese keine scharfe Ausstanzkanten haben und beim Ein- und Ausspannen der Fäden besser gleiten. Kleinere Ringe zwischen den großen Scheiben geben den Abstand vor. Was man hierfür als kleine Ringe am besten verwendet das muss man einfach ausprobieren oder was gerade passt. (Federscheiben, O-Ringe, Pass-Scheiben oder auch mehrere Ringverstärker für gelochte Papiere). Auf jeden Fall sollte der Faden sich schon leicht straff spannen lassen ohne dass er raus geht.
Der Zwischenabstand muss so bemessen sein dass der Faden gut hält aber denoch auf Zug noch rutschen kann.

Sind die Fäden sehr dünn dann wirds wohl nur mit Ringverstärker gehen. Es ist nicht ganz so leicht diese zentriert auf die Scheiben zu kleben aber diese zuvor auf eine Bleistiftspitze gesteckt und dann auf die Scheibe gedrückt - damit gehts ganz gut.

Dann alle Scheiben auf eine lange Schraube oder Gewindestange auffädeln und mit einer Mutter zusammen spannen. Diese Konstruktion auf einen Winkel befestigen oder wie auf dem Bild in ein Loch in einer Holzleiste kleben damit das Ganze einen festen Halt hat.

Es ist als Hilfe gedacht das die Fäden schön in einer Reihe hält und man gut sowohl die Fäden vorbereiten wie auch schären kann ohne dass die Gefahr besteht dass alles dabei verhedert. Ein weiterer Vorteil ist auch - dass wenn man die beiden Fadenhalter leicht auseinander zieht - auf allen Kettfäden ein und dieselbe Spannung liegt. Es ist weniger als Umlenkrolle gedacht ... wäre aber mit Abwandlung ebenfalls denkbar ...

Nach dem Schären lege ich unten und oben jeweils eine kleine Leiste (mit Gummibelag) quer über alle Kettfäden, verschraube das fest zusammen. Dann einen festen Papierstreifen von 1 cm Breite in das erste Fach legen, mehrere Male mit Schussfaden verweben so dass sich die Kettfäden eng aneinander legen. Jetzt noch eine zweite (kürzere) Leiste (wie zuvor mit der längeren Leiste) festspannen. (An der kleineren Leiste kann man z.B. einen Haken einschrauben um damit ein Gewicht oder Gummizug befestigen zu können). Alles andere dann wieder entfernen. Alle 50 cm flache Gefrierbeutelklips über den Strang klipsen. Jetzt kann (fast) nix mehr passieren.

Ich hänge dann das Ganze über einen einfachen Webstuhl. Einmal rauf und einmal runter. Am Ende (an der kleinen Spannleiste) hänge ich dann ein Gewicht dran.

Fertig ...

Ich hoffe der Sinn ist jetzt verständlicher. :-)

LG
Faramir
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