Spinnen die Mittelfranken?

Spinnen mit der Handspindel oder mit dem Spinnrad - hier findest du Hilfe!

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Beitragvon André » 12.10.2007, 10:00

was will ich mit Kilos von Wolle?


Du glaubst gar nicht, wie schnell die bei uns weg sind.
André
 

Beitragvon Sandra » 12.10.2007, 22:44

:blush: Ja, so ein Kilo ist manchmal weniger als frau denkt....

Aber wenn du nur kleinere Mengen haben willst, dann guck mal z. B. bei
http://www.die-wollfabrik.de/
Liebe Grüße, Sandra

Geschichte besteht aus einem Haufen Lügen über Ereignisse, die niemals stattfanden, erzählt von Menschen, die nicht dabei waren. (George Santayana)
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Beitragvon w_ciossek » 10.12.2010, 18:59

Daß es an den Volkshochschulen keine Kurse fürs Spinnen gibt, kann ich mir nur so erklären, daß die Technik sehr einfach ist und in fünf bis zehn Minuten gezeigt werden kann, besonders was das Spinnen mit der Handspindel betrifft.

Ich selbst hatte schon einmal als Kind gesponnen, wo ich mal auf der Burg Gößweinstein in der fränkischen Schweiz ein Spinnrad zum erstenmal gesehen habe. Ich war sher begeistert! Da ich von Handspindeln nichts wußte, habe ich einfach von meiner Mutter die Wollfadenreste gesammelt und diese zur Vliesherstellung auseinander genommen, was ihr so ganz und gar nicht gefiel. Vielleicht hatte ich auf dieser Burg eine Abbildung gesehen, wo eine Frau spinnt, jedoch kann ich mich nicht daran erinnern, sondern nur an ein Haufen von Leinfasern. Als Kind verdrillte ich die Wolle mit meinen Fingern und zog sie aus den Faserhaufen richtig raus und wickelte den Faden auf einen Bleistift. Ich hatte immer nur kurze Fadenstücke erzeugt, die fast haardünn waren, weil ich für dicke Fäden zu schwach war!
Fünfundvierzig Jahre später, erinnerte ich mich wieder an diese Spinnerei und baute mir eine Handspindel. Ich staunte nicht schlecht, wie flott damit das Spinnen vor sich geht. Ich habe zwar niemals in meinen Leben bei den Fäden schwangere Regenwürmer produziert. Selbst beim zweiten Versuch nach einigen Jahrzehnten auch nicht. Sicherlich weil noch irgendwie diese Kindheitserfahrung im Unterbewußtsein schlummerten. Stattdessen neige ich immer noch zur Herstellung von sehr dünnen Fäden, da wenige Fasern sich leichter aus einen Kammzug ziehen lassen und dicke Fäden gelingen mir immer noch nicht so gut, weil sie nach vierhundert Metern dann wieder dünn sind.

Jedenfalls hatte ich das Spinnen völlig ohne Anleitung gelernt und erntete als Junge viel Häme!

Gruß Wolfgang
w_ciossek
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Beitragvon samaha » 11.12.2010, 06:13

Hallo Wolfgang,

Du beschreibst sehr gut, warum ein Spinnkurs durchaus Sinn macht.

Ja, die allgemeine Technik ist oft in wenigen Minuten erklärt/erlernt, aber die Variationsmöglichkeiten und die Kniffe, wie man eine gleichmässige Fadenstärke produziert, den Drall korrekt zum gewünschten Endprodukt wählt, welche Faser in welcher Technik besser gesponnen werden kann, usw.

das dauert.
Sabine
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