Wickeldorn getestet!

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Wickeldorn getestet!

Beitragvon Sissi » 12.03.2009, 15:40

So, das mit den Wollsträngen find ich richtig unhandlich zum Arbeiten, darum hab ich mir einen schönen Wickeldorn angeschafft und heute mal mit einer kleineren Menge Wolle getestet:

Bild

Bild

Geht echt einfach fix und ist unwahrscheinlich praktisch. Werd ich nun mit jeder Wolle machen, die nicht gefärbt werden soll.

Eine Frage am Rande, könnte ich mir das "Duschen" der Wolle sparen und von der Haspel die getrocknete Wolle dirfekt wickeln und dann nass machen und trocknen mit dem gleichen Effekt?
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Beitragvon anjulele » 12.03.2009, 18:32

Ich bin immer wieder erstaunt, was es alles gibt :gruebel: ... Wickeldorn... Knäulewickler...

Dann bin ich wohl ein "Handarbeiter". :devil:

Die Stränge von der Haspel sind mir zu unhandlich, viel zu lang. Deshalb wickel ich immer mit der Hand.
Nachdem ich die Stränge gewaschen und ausgewrungen habe und sie einige Stunden in der Dusche getrocknet sind, wickel ich sie (von Hand) etwas fester auf´s Knäuel. Ist der Faden sehr überdreht, kannst Du ein Haarband am Knäuel festmachen und es austrudeln lassen. Mit ein bißchen Spinnübung wird das nicht oft der Fall sein, denke ich. Das Knäuel lasse ich dann einige Stunden (bis zu zwei Tage) liegen. Dann wird es wieder auf einen Strang gewickelt und kann zu Ende trocknen.

Wenn Du das Knäuel naß machst, wird es nur oberflächlich naß. Es ist sicher besser, wenn es gleichmäßig ist.
Verspinnst Du "fertige" Wolle? Gewaschen und kardiert? Dann würde ich sie auch kurz naß machen, wenn sie sehr überdreht ist. Ansonsten gut einsprühen. Und jeweils etwas warten, bis die Feuchtigkeit in die Wolle gezogen ist.

Viel Spaß!
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Beitragvon Rigana » 12.03.2009, 18:33

Ob das auch geht, kann ich nicht sagen, aber...

Ich würde kein Knäul nassmachen, weil das einfach zu lang dauert, bis es durchgetrocknet ist. Da hätte ich zu viele Bedenken, dass die mühevoll gesponnene Wolle zu müffeln anfängt :wacky:

Liebe Grüße
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Beitragvon nachteulchen007 » 12.03.2009, 20:55

Ich kenne den Wickeldorn auch unter dem Namen "Nostepinne" - habe eben eine solche und finde sie genial!!
Aber ich würde das Nassmachen und Spannen deswegen nicht auslassen. Ausserdem glaube ich nicht, dass die Wolle da richtig glatt wird und wie Rigana schon schreibt braucht ein Knäuel viel zu lange um zu trocknen....
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Beitragvon Susanne » 12.03.2009, 23:45

Ich komm mir grade ein bisschen doof vor :wacky: . Wickelt man die Wolle um Wickeldorn/Nostepinne einfach wie man das bei einem "normalen" Knäul machen würde oder braucht das eine bestimmte Technik. Und was bringt mir das? (Man merkt, ich hab noch nie sowas gesehn und wickel immer alles nur mit der Hand.)
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Beitragvon nachteulchen007 » 13.03.2009, 01:01

Mit dem Wickeldorn funktioniert es wie mit einem Wollwickler: man kann das Knäuel dann sowohl von aussen als auch von innen abwickeln beim Arbeiten.
Man wickelt halt etwas schräg und dreht dabei den Dorn immer ein kleinwenig. Auf dem Bild von Sissi kannst Du es sehen (auch das Loch in der Mitte, wo man von innen abarbeiten kann).
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Beitragvon Susanne » 13.03.2009, 10:15

Aaaah, danke schön. Jetzt hats klick gemacht.
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Beitragvon Sanja » 13.03.2009, 10:22

Ich habe in den letzten Wochen auf meiner alten Bambusflöte gewickelt (ist schön glatt und hat den passenden Durchmesser :-) ) und mir jetzt auch eine Nostepinne gekauft. Ich wickle längst nicht alles so auf, fürs Weben wickele ich oft vom Strang direkt auf Schiffchen, aber gerade für's Nadelbinden finde ich die voninnen abwickelbaren Knäule ideal, weil sie nicht rumkullern (bei meinem albernen Later ist das pure Überlebensstrategie!). Zudem beginnen meine "normalen" Knäule immer mit einem Schmetterling (kleines Fadenbündel) in der Mitte, was dazu führt, daß die Wolle zum Ende hin immer sehr krusselig ist, was mich beim Arbeiten dann oft nervt. Mit der Nostepinne sind sie am Anfang nur etwas enger "gelockt", was man kaum merkt, und liegen nach außen hin immer glatter. Also ich bin von dieser Art des Knäuelwickelns sehr angetan.
Man braucht dazu aber nicht zwingend eine Nostepinne, es tut auch ein glattes Rundholz (wie eine Bambusflöte) oder einfach ein Stück Papprohr. Meine ersten Versuche habe ich auf einer leeren Klopapierrolle gemacht, die ich aufgeschnitten und mit Tesafilm etwas enger gemacht habe - ging auch. Es hilft auf jeden Fall beim Abnehmen des fertigen Knäuels, wenn sich das zu Umwickelnde zu einer Seite hin etwas verjüngt.
Es lohnt auf jeden Fall mal 'nen Versuch!
Liebe Grüße,
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Beitragvon anjulele » 13.03.2009, 10:25

Die noch feuchten Stränge, die ich zum Knäuel wickel, können problemlos zwei Tage liegen. Das tun sie aber nur, wenn ich keine Zeit zum Wickeln habe. Meist lagen sie über Nacht hier rum.
Richtig naße Wolle kann ich nicht empfehlen zu wickeln. :wacky:
Ich habe schon lange keine so überdrehte Wolle mehr. Trotzdem wickel ich alles feucht aufs Knäuel. Und dann meist sofort wieder auf den Strang, weil die Wolle dann ordendlich liegt. Manchmal filzt sie auch etwas, das ist dann auch gleich wieder behoben.
Bei weißer Wolle, die ich noch färben will, spare ich mir das hin- und herwickeln.

LG
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Beitragvon Sissi » 13.03.2009, 13:56

Nochmal nachgefragt: Ich mach das im Moment so, dass ich meine gesponnene Wolle haspel (im Moment noch mit einem Privisorium) und mit der Sprüflasche durchfeuchte und trocknen lasse, dann nehm ich den Strang abgebunden ab, mach das Ganze so richtig nass und hänge das Ganze so auf:Bild bis es richtig trocken ist und wickel dann danach zum Knäul.

Wenn ich das richtig verstehe (daher frag ich nochmal nach) würde bei nicht stark überdrehtem Garn das "Duschen" entfallen und das Einsprühen und Trocknen auf der Haspel reichen, richtig?
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