Bezahlung für Spinnerei

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Bezahlung für Spinnerei

Beitragvon Hermine » 22.05.2012, 13:55

Hallo zusammen,

durch einen glücklichen Zufall habe ich einen "Auftrag" an Land ziehen können und darf nun für eine Alpaka-Farm die Wolle verspinnen. Ich halte eine Bezahlung nach Gewicht für sinnvoll, hab aber keine Ahnung, was für einen Preis ich ansetzen soll. Könnt ihr mir helfen?

Liebe Grüße Hermine
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Beitragvon Bakerqueen » 22.05.2012, 14:21

Hey Hermine,

es wäre zu klären, ob das Alpaka dick oder dünn gesponnen werden soll.
Es ist ja doch ein Riesenunterschied, ob du aus 100g Alpaka 100 Meter oder 500 Meter spinnst.
lg, Silvia
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Beitragvon Sandra » 22.05.2012, 16:24

Sieh dich doch einmal bei der Flinken und anderen, die handgesponnene Wolle verkaufen, um. Ich würde es auch von der Garnstärke und der Menge abhängig machen.
Liebe Grüße, Sandra

Geschichte besteht aus einem Haufen Lügen über Ereignisse, die niemals stattfanden, erzählt von Menschen, die nicht dabei waren. (George Santayana)
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Beitragvon Klara » 22.05.2012, 16:33

Ich berechne den Preis meiner Wolle nach gesponnenem Meter, plus Materialpreis (der bei dir ja wegfallen würde).

Ciao, Klara
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Beitragvon Hermine » 22.05.2012, 17:42

Bei der Berechnung nach Meter stellt sich nur das Problem, dass das "Zählwerk" meiner Haspel kaputt ist und ich etwas umständlich abmessen müsste. Ich muss aber sowieso noch klären, wie dick das Garn nun genau werden soll, ob zwei- oder dreifach gezwirnt und so weiter (wobei ich Alpaka ohnehin nur relativ dünn verspinnen würde). Also: Garnstärke und Gewicht der Knäuel. Bleibt nur die Frage, welcher Preis. Was berechnest du, Klara?
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Beitragvon Iðunn » 22.05.2012, 19:42

Wenn das Zaehlwerk kaputt ist, musst du die Runden auf der Schirmhaspel oder dem Niddy-Noddy zaehlen und mit dem Umfang multiplizieren.

Als Referenz nimm doch mal die Angaben hier:
http://www.diehandspinnerin.com/Auftragsarbeiten.htm

oder die Preise der Flinken.

Die Staerke des Garns ist natuerlich massgebend und ob es einfach oder gezwirnt ist. Ebenso die Qualitæt der Arbeit.

Verkauf dich nicht unter Niveau! Handwerk ist teuer und soll es auch sein, sonst soll man Maschinengesponnenes kaufen.

Spinne erstmal eine Probe fuer den Auftraggeber. Wenn du die Person nicht wirklich gut kennst, wuerde ich einen schriftlichen Vertrag machen und eine Anzahlung nehmen.


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Beitragvon Iðunn » 22.05.2012, 20:03

Hier noch ein Link als Hilfe bei der Kalkulation:


http://togs-from-bogs.blogspot.com/2011 ... dspun.html


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Beitragvon Klara » 23.05.2012, 13:21

Ich rechne mit 2 cents pro gesponnenem Meter und 1 cent pro gezwirntem Meter (also 5 cents pro Meter Zweifachzwirn). Ist für die Arbeitszeit natürlich viel zu wenig, andererseits finde ich die Preise für die Stränge dann ziemlich hoch...

Der Blogartikel im obigen Link hat völlig Recht. Nur, dass ich gerade gelesen habe, dass Spinnen schon immer unter den am schlechtesten bezahlten Tätigkeiten war. Ich glaube nicht, dass wir das ändern werden...

Ciao, Klara
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Beitragvon Barde » 23.05.2012, 15:39

Ja, Meter rechnen geht flott - an einer Stelle der Hapsel zählen, wie oft der Faden da vorbeikommt; man muß ja nicht jeder Runde mit dem Finger folgen *g*
mit dem Umfang der haspel multiplizieren; dann hast du meter; zumindest ungefähr - das kannst du dann mit dem Gewicht verrechnen.

Da wohl immer ein paar Flusen verlust sind (sieht zumindest in der Wohnung hier immer so aus *g*) wird es einen kleinen Unerschied zwischen angelieferter Wolle und fertigem Garn geben ...
Dürfte aber nicht weltbewegend sein.

WICHTIG:
Auftragsarbeit, egal wie gering, gilt immer als gewerblich.
Da du Material verarbeitest, das nicht dir gehört, verkaufst du immerhin nichts; also könnte das ohne Gebühren für einen Gewerbeschein als freiberuflich durchgehen; aber auf der Einkommenssteuererklärung würde ich die Einnahme schon angeben - oder mich dafür auf minijob-Basis anstellen lassen; dann sind ja 400,-/monat steuerfrei.

NOCH WICHTIGER:
So eine Nebentätigkeit muß man sich i.d.R. vom haupt-Arbeitgeber genehmigen lassen; bzw. ihn informieren - verweigern darf er die Genehmigung m.W. (das begrenzt ist) nur mit guter Begründung; z.B. besondere Verletzungsgefahr oder wenn die Nebentätigkeit so anstrengend eingeschätzt wird, dass sie deine Leistungsfähigkeit im Hauptjob einschränken würde oder so ...
Das dürfte alles hier nicht der Fall sein; aber der Arbeitgeber muß eben bescheid wissen, damit er ggf. sagen kann, falls er doch Probleme sieht.
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