Hilfe bei Malottke-Spinnrad

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Hilfe bei Malottke-Spinnrad

Beitragvon Amalie » 16.01.2013, 16:54

Jetzt bin ich also auch hier im Spinnforum gelandet... *wink*
Eigentlich hatte ich beschlossen, mir dieses eine Handwerk nicht auch noch ans Bein zu binden, aber das war bevor meine Mutter an Weihnachten mit einem funkelnagelneuen Malottke-Spinnrad um die Ecke kam. Jetzt muß ich ja wohl. *tiefseufz*

Das Spinnen an sich geht schon ganz gut, den Suchtfaktor spüre ich auch schon sehr heftig. :dizzy: Heute Abend wird es wohl erstmals ans zwirnen gehen.

Soweit habe ich das Spinnrad also schon mal kapiert. Aber das Malottke hat da noch Extras, und da laut Forensuche zwei, drei Leute hier auch so eines haben, hoffe ich, daß mir die jemand hier erklären kann.

Zum einen frage ich mich, ob es sinnvoll ist, zum zwirnen die vollen Spulen auf die beiden links angebrachten Spulenhalter zu stecken - oder sind die bloß dazu da, damit die Spulen aufgeräumt sind?

Auf dem Flügel gegenüber des verschiebbaren Hakens ist ein nicht verschiebbarer Ring, was macht man damit?

Und dann ist da noch die Haspel. Ich hoffe, daß die nicht nur für Spaß am Spinnrad befestigt ist, sondern daß man den Antrieb irgendwie auf Haspelbetrieb umrüsten kann, um nach dem zwirnen quasi halbautomatisch von der Spule auf den Strang... oder ist das sehr naiv gedacht?

Danke schon mal!
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Beitragvon Silvia » 16.01.2013, 17:15

Ich habe auch ein Malottke.
Der nicht verstelbare Ring ist um den Faden beim Haspeln an der richtigen Stelle zu halten.

Für Alles Andere muss ich länger ausholen, bin aber gerade in Eile. Darfst mich dran erinnern, falls kein Anderer hier vorbei kommt. :-)
Silvia
 

Beitragvon Sandra » 16.01.2013, 20:57

Ich nehm den Spulenhalter natürlich zum Zwirnen. das funktioniert ganz prima.
Die Haspel muss ich nur anstecken, da ich sie meis abnehme. Aufklappen und in der Mitte festschrauben und fertig.
Das Malottke ist ein sehr durchdachtes Rad, bei dessen Konstruktion viel Wert auf Funktionalität gelegt wurde.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon Amalie » 17.01.2013, 11:57

Vielen Dank, das hilft mir schon mal weiter.

@Sandra, Drehst Du die Haspel dann von Hand? Meine habe ich auch erstmal abgenommen, weil das Rad sonst so unhandlich ist.

@Silvia, wenn Du dann mal die Zeit hast, werde ich begierig alles aufsaugen! Freu mich schon!
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Beitragvon Chrissie » 17.01.2013, 12:10

Zum Drehen der Haspel hat Herr Malottke den 5. Stab angebracht an der Haspel, der, der etwas weiter innen liegt.
Den nimmst Du als "Kurbel".
Liebe Grüße,
Chris

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Beitragvon Silvia » 17.01.2013, 12:21

So heute besser. Ich mußte auch erst mal tatsächlich gucken und überlegen, weil ich so lange nicht gezwirnt habe.
Ich spinne meist nur Einband Garn zum weben.

Der Herr Malottke baut unterschiedliche Räder. Er ist ein netter Herr, der die Räder selbst konstruiert und baut, er hat mir als ich meins bestellte erzählt das er 2 Stück im Monat schafft. Es ist also ein tolles, solides Stück heimischer Qualitäsarbeit. Ich habe nur dieses Eine und will kein Anderes.

http://zeitensprung.blogspot.de/2012/02 ... llona.html
Hier sind Bilder von meinem Rad.

Also ja die Haspel wie Sandra beschrieb fest machen. Beim spinnen stört mich die Haspel auch, und auch mache sie nur dran wenn ich sie brauche.
Du läßt die volle Spule nach dem Spinnen wo sie ist. den Faden legst Du in die deste Öse. Machst das Fadenende mit einer halben Schleife an der Haspel fest. Ich mache das immer an der Stelle wo der Griff ist, dann muss ich später nicht suchen.
Dann den Griff packen und drehen.Probier mal aus ob Du das mit oder ohne Antriebsriemen machst. (also Riemen unter Spannung oder nicht) mir geht das meist sonst zu locker. Da habe ich das Patentrezept aber auch noch nicht gefunden.
Ist die Spule leer, brav die Enden miteinander verknoten (besser verschleifen) und den Strang nochmals abbinden,ich mache das so das es 4x abgebunden ist. Wie es dann weiter geht, guckst Du am besten hier im Forum nach, da gibt es viele Leute die das bessr können als ich.

Zwirnen: zwei volle Spulen,an die Seite auf die Spulenhalter stellen,mit der Hand halten und los gehts.Immer schön entegegen der Richtung in der Du die Einzelfäden gesponnen hast. Das ist wichtig.
Hier auch mal im Forum gucken, das geht genau so wie bei allen anderen Rädern.
Silvia
 

Beitragvon Amalie » 17.01.2013, 14:41

Silvia hat geschrieben:Ich habe nur dieses Eine und will kein Anderes.


Wie, du hast keine Herde? ;)
Ich sehe an den Fotos, daß Deins geringfügig anders ist. Z.B. daß die Flügel-Stange auf einer Seite kürzer ist und die Stege der Haspel sind tailliert. Das ist bestimmt hilfreich.
Das Tuch aus Deinem Link finde ich übrigens superklasse! Machst Du sowas auch im Auftrag? Daß ich auch noch mit Weben anfange, kommt gar nicht in Frage!

Silvia hat geschrieben:Dann den Griff packen und drehen.Probier mal aus ob Du das mit oder ohne Antriebsriemen machst. (also Riemen unter Spannung oder nicht) mir geht das meist sonst zu locker.


Laß mal sehen, ob ich das verstanden habe: Den Antriebsriemen an der Spule lassen, damit er quasi bremst? Klingt logisch. So völlig ohne Zug haspelt es sich bestimmt nicht gut.

Danke erstmal für die ganzen Tips! Ich glaube, jetzt weiß ich von allen Teilen, wofür sie gut sind und wie man sie bedient. :)
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Beitragvon Silvia » 17.01.2013, 15:32

Ich hatte Andere.
Die Eier-Marie ein altes Hündchen habe ich kaputt gespielt da ist mir der Spinnflügel zerbrochen und ich habe sie einem Holzwurm geschenkt.
Die Kleine-Marie ist zu Chrisie und Axel gezogen.
Mein Malottke heißt Isolde weil die den Tristan (Webstuhl) meist nur von weitem sieht.
Nee da ich ein großer Sammler bin,habe ich mir auferlegt ein Spinnrad, ein Webstuhl,ein Bandwebrahmen. Dadfür kann ich aber meine Familie in Wolle jeglicher Art aufwiegen. Spinnwolle,Garne,Stoffe...von den Knochen rede ich erst gar nicht. :blush:

Ja ich webe so was auch für Geld und wenn Du magst auch Dein Garn. Zumindest als Schußgarn.
Silvia
 

Beitragvon Sandra » 17.01.2013, 16:20

Ich nehm den Antriebsriemen meist runter weil er zu stark bremst. Kommt aber immer auf die Garndicke an. Auf jeden Fall musst du ihn lockern.
Liebe Grüße, Sandra

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