färben mit Forsythie

Hier könnt Ihr Fragen zu, Ergebnisse mit und Enttäuschungen über einzelne Färbepflanzen oder andere Naturfarbstoffe posten und diskutieren. Bitte benennt die Threads immer mit der Pflanze oder der Färbedroge, um die es gehen soll, dann findet man es leichter.

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färben mit Forsythie

Beitragvon Tara » 23.04.2013, 07:40

Hallo Ihr Lieben.

Überall erstrahlt die Forsythie im satten gelb und so frage ich mich, ob man mit ihr färben kann.
Diese Pflanze ist leicht giftig, jedoch nicht bedrohlich.


Hat Jemand von euch schon einmal mit Forsythienblüten gefärbt?
Was ist dabei heraus gekommen?
Würde mich schon sehr interessieren.
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Beitragvon Theodora » 23.04.2013, 10:44

Hallo,

ja wir haben uns mal die Mühe gemacht die Blüten abzupuhlen um damit zu färben.

Gibt mit Alaun ein schönes gelb und mit Eisensulfat dann olivgrün.

Muss mal guggen, ob ich noch Fotos finde.

LG
Du bist vielleicht enttäuscht wenn Du scheiterst, aber Du bist verloren wenn Du es nicht probierst! (Beverly Sills)
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Beitragvon Tara » 23.04.2013, 10:56

Ok, also lohnt es sich damit zu färben.
Muss dann man los und sammeln so lange sie noch blühen :biggrin:
Habt ihr frische oder getrocknete genommen?
Ich befürchte, dass ich es nicht gleich schaffe damit zu färben.
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Beitragvon Chrissie » 23.04.2013, 11:25

Ist allerdings nicht "A".
Die Forsythie kommt aus China und ist erst dem 19. Jahrhundert in Mitteleuropa angepflanzt.
Liebe Grüße,
Chris

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Beitragvon Tara » 23.04.2013, 11:43

Auch wenn´s nich "A" ist wie vieles wäre es mal einen Versuch wert :-).
Gibt es eigentlich irgendwo eine Liste von Färbepflanzen im Mittelalter + Jhd-Angabe?
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Beitragvon wetterleuchten » 23.04.2013, 12:32

So ne Liste, das wärs :devil: ist aber ziemlich unrealistisch.
Bei "wirklich, richtig A [tm]" ist das auch eher die falsche Fragestellung.
Da kannst du nämlich nur verwenden, was ausdrücklich belegt ist, der Rest ist dann mehr oder weniger Gradwanderung.
So wie ich diverse Diskussionen mit archäobotanischem Hintergrund verstanden habe, ist das im Einzelfall eher schwer bis unmöglich, einzelne Pflanzen nachzuweisen. Du kannst mit viel Glück Farbstoffgruppen in erhaltenen Textilfragmenten nachweisen (die Verfahren sind teilweise aufwendig und teuer). Bestimmte Pflanzen geht natürlich, wenn eindeutig identifizierbare Pflanzenteile im entsprechenden Fundzusammenhang erhalten geblieben sind.
Schriftliche Quellen sind eine tolle Ergänzung, aber halt auch nicht immer vorhanden.
Dann gibt es in Schriftquellen Pflanzennamen, wo heute gar nicht wirklich klar ist welche Pflanze genau damit gemeint sein könnte.
Bis zur Einführung der allgemeinen Schulpflicht wurde Wissen oft eher praktisch und mündlich weitergegeben.
Verschiedene Kulturräume hatten zu verschiedenen Zeiten teilweise sehr verschiedene Nutz- und Wildpflanzen zur Verfügung.
usw
Das sind alles Fakten, die so eine Rundum-Positiv-Liste eher unmöglich machen
Spitzfindigerweise könnte man jetzt noch unterscheiden zwischen Wildformen und Zuchtformen verschiedener Epochen, oder Wildmutationen, die mal vergekommen sein mögen und wieder verschwunden. Biologie ist ständige Veränderung ;)

Das mal zur grundsätzlichen Problematik. Und das gilt so ja nicht nur für Färbepflanzen sondern für alle möglichen Alltagsdinge.
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Beitragvon wetterleuchten » 23.04.2013, 12:46

Übrigens finde ich, dass man Forythienblüten ruhig und ohne schlechtes Gewissen rupfen und abernten kann, weil Forsythien als Neophyten für einheimische Insekten eher wertlos sein sollen ^^ ;-)
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Beitragvon Tara » 23.04.2013, 13:00

wetterleuchten hat geschrieben:Übrigens finde ich, dass man Forythienblüten ruhig und ohne schlechtes Gewissen rupfen und abernten kann, weil Forsythien als Neophyten für einheimische Insekten eher wertlos sein sollen ^^ ;-)


Jap. Sie bilden keinen Nektar und sind somit für Bienen und Schmetterlinge uninteressant.
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Beitragvon Regilla » 23.04.2013, 19:14

Liebe Wetterleuchten,

Es ist durchaus möglich, wenn man Farbe aus dem Mittelalter oder der Antike hat, den Farbstoff zu analysieren. Die verschiedenen Pflanzen unterscheiden sich in ihrer Farbstoffzusammensetzung und wenn man die Farbstoffe mit Chromatographie auftrennt, gibt es für jede Pflanze ein charakteristisches Muster.
Im Schweppe ist das beschrieben, man hat so nachweisen können, dass bestimmte Färbungen nicht mit Krapp, sondern mit bestimmten Labkräutern gemacht wurden.

liebe Grüße,
Regilla
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Beitragvon Silvia » 24.04.2013, 07:11

Leute, :-( mal ganz ehrlich, hat der Wahn keine Ende ? :dizzy: Und täglich grüßt das Murmeltier.
Diesen Frühling sollen es Fortsythien sein ? Im nächten Jahr dann wieder Flieder... kann man sich nicht einfach mal an der Natur erfreuen, statt diesen sinnlosen Raubbau zur großen Experimentierfreude zu zelebrieren ?

So bringen einzelne Leute die ganze Szene in Verrruf, indem sie zB. mit nem Eimer durch die Landschaft ziehen und vor den Augen der "Omas" die schönen Blüten abrupfen. Ob diese Blüten einen Wert für Bienen haben, finde ich dabei egal.
Und wozu das Ganze ? Um das Xte gelb zu bekommen. :wacky:
Ich hoffe so was (das färben) findet wenigstens zu Hause statt und nicht vor Besuchern auf einem Markt. Womöglich mit der Behauptung so hat man das früher gemacht. :schock:


:empoerung:
Silvia
 

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