Flechten

Hier könnt Ihr Fragen zu, Ergebnisse mit und Enttäuschungen über einzelne Färbepflanzen oder andere Naturfarbstoffe posten und diskutieren. Bitte benennt die Threads immer mit der Pflanze oder der Färbedroge, um die es gehen soll, dann findet man es leichter.

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Beitragvon Flinkhand » 24.10.2004, 10:09

Hallo zusammen,

in einem meiner Bücher steht auch was über das Färben mit Flechten. Es werden Fuchsflechte (gelb), Gelbflechte (lila und blau - fermentiert) und Parmelia saxatilis (braun) genannt.

Ich selbst würde mich an Flechten nicht herantrauen - die sind für mich wie Pilze, und ich hätte wohl keine Chance, die richtige Art zu bestimmen, wenn ich sie sehe. Und da viele Arten geschützt sind, laß ich das lieber gleich bleiben.

Aber irgendwo hab ich gelesenen, daß man auch mit Isländisch Moos färben kann. Das bekommt man im Kräuterladen, weil es auch heilsame Wirkungen haben soll. Wäre doch mal ein netter Versuch, bei dem man sicher sein kann, das das Zeug färbt und nicht aus Versehen die falschen und vielleicht auch geschützten Flechten irgendwo abkratzt.

Ach ja, mit Pilzen soll man übrigens auch färben können. Die Beispiele in meinem Buch zeigen aber nur ganz blasse Beigetöne.

Viele liebe Grüße,
Zuletzt geändert von Flinkhand am 08.09.2006, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
Claudia,
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Beitragvon N.R.U. » 24.10.2004, 11:55

Sabine hat geschrieben:Hi Ihr alle,
auf der Suche nach einem Bild, daß auf dem Wolle zu sehen war, die mit Pilzen gefärbt wurde *rüberschielzuclaudia*, fand ich das hier. In der oberen Reihe ist ein Bild von Wolle und Seide, die mit der Bartflechte gefärbt wurden.

Ansonsten sieht man das auch andere schöne Färbeergebnisse.

Suche jetzt das Pilzebild weiter
Tschüssi
Sabine
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Beitragvon N.R.U. » 24.10.2004, 12:02

Sabine hat geschrieben:ssssittt *aufdemabsatzreinschlitternd*

Hallo, nochmal ich.

Auf dieser Seite sieht man ein Bild mit drei freundlich dreinguckenden Damen (etwas runterscrowlen), die vor einem Haufen mit Pilzen gefärbter Wolle sitzen. Sind das Farben. Schade, leider steht da sonst nicht viel , wo doch so viele in diesem Jahr im Wald stehen.

*flitzwiederraus*
Sabine
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Beitragvon Dachs » 24.10.2004, 12:06

Ein Leitfaden zum Färben von Wolle mit Pilzen kann bei uns für € 13,50 plus 1,44 Porto bestellt werden

Es gibt dort das hier, hat das schon jemand?
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Beitragvon N.R.U. » 24.10.2004, 12:41

Sabine hat geschrieben:....nein, leider nicht. Aber in der letzten Ausgabe der Zeitschrift Lavendelschaf ist auf Seite 26/27 ein kurzer Bericht von der Autorin, mit Färbeanleitung. Dort benutzte sie den Graublättrigen Schwefelkopf (Hypholoma capnoides). Als Dreingabe gibt es auch ein paar Pilzrezepte zum nachkochen und essen.

Liebe Grüße
Sabine
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Beitragvon Beate » 15.11.2004, 21:26

Beim Googlen nach Pflanzen ist es immer besser die lateinischen Namen zu verwenden. Die deutschn Bzeichnungen sind einfach zu ungenau, und was in der einen Region so heißt, ist in woanderes eine ganz andere Pflanze. Führt leider nur zu Irrtümern.

Flechten zu unterscheiden ist echt was für Fachleute, sehr schwierig.

Im Buch "Färben mit Naturfarben" von Dorit Berger wird die Gelbflechte (Xanthoria) erwähnt. http://www.floraislands.is/FLET/xanthsor1f.jpg
www.nabu.de/m05/m05_10/01837.html

Diese wird leicht mit einer anderen Flechte der Gattung Calaplaca verwechselt. was uns aber nicht weiter bekümmern braucht, da das Färbeergebnis das gleiche sein soll.

Die abgebildten Färbeergebnise sind sehr interssant: von lila über blau bis grün! In der Sonne getrocknet, verblaut die Farbe.
Beate
 

Beitragvon Knappe » 11.01.2005, 12:23

Bei uns in der Gegend wachsen viele gelbe Flechten. Sie sind gelb bis "dunkelgelb".

Kann man mit ihnen färben? Wenn ja, wie? Welche Farbe ergeben sie?
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Beitragvon Beate » 11.01.2005, 18:36

Das könnte die von mir oben erwähnte Gelbflechte sein,denn diese ist sehr häufig anzutreffen.

Wie die Farbe ausfällt, hangt wohl sehr davon ab, ob sie dem Licht ausgesetzt wird. In dem Buch wurden jedenfalls verschiedenen Ergebnisse gezeigt, je nachdem ob das gefärbte Material beim Trocknen der Sonne ausgesetzt wurde oder im Dunkeln trocknete.

Ausprobieren, würde ich sagen.
Beate
 

Beitragvon Knappe » 11.01.2005, 20:36

Hey, ich glaube am Zaun um den Spielplatz bei uns in der Nähe wächst diese "Rocella" und die "Parmelia" in Massen!

Sollte man sie erst kurz vor dem Färben pflücken, oder kann man das schon vorher tun? Funktioniert es noch, wenn sie trocken sind?

Wenn ich wieder ein wenig mehr Zeit habe, dann probiere ich das glaub ich mal aus. Was muss man da noch so beachten? braucht man da Chemiekalien? Irgendwelche wichtigen Vorbereitungen? Ich hab sowas noch nie gemacht...

Hey, ich habe im Netz gerade eine Entdeckung gemacht!

"Roccella tinctoria und Roccella fuciformes (vor allem im Spritzwasserbereich verbreitet) gehören zur Gruppe der Lackmusflechten, die früher als Färbemittel verwendet wurden und wichtige Grundstoffe für Farben lieferten. Flechtenfarben ergaben besonders warme und tiefe Farbtöne. Allerdings waren sie nicht lichtecht und wurden von synthetischen Farben verdrängt. Das Pigment dient bis heute als Indikator für Säuren oder Basen (pH-Wert). In basischen Lösungen färbt es sich blau, in sauren Lösungen rot."


Quelle: www.azorenflora.de/roccella_tinctoria.html

Lackmus!! Das gute, alte Lackmus!!! Hätte gar nicht gedacht, dass das von Flechten stammt!

Mensch, das wäre ja direkt etwas für eine Chemie- Facharbeit...
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Beitragvon Flinkhand » 12.01.2005, 15:25

Mit Flechten hab ich gar keine Erfahrung
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